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So überzeugen Sie im Bewerbungsgespräch
Vielen Menschen treten bereits beim Gedanken an ein Bewerbungsgespräch die Schweißperlen auf die Stirn. Schließlich entscheidet sich in einem solchen Gespräch die berufliche Zukunft. Angst und Nervosität hemmen viele Bewerber in dieser Situation. Bei genauerer Betrachtung sind diese jedoch oft unangebracht. Sicherheit verleiht Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen, und auch mit gutem Verhalten punkten Sie bei Ihren Gesprächspartnern.
Bildrechte: Flickr <a href="https://www.flickr.com/photos/141761303@N08/24835247668/" rel="nofollow">Young Man on a Job Interview</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/141761303@N08/" rel="nofollow">Amtec Photos</a> CC BY-SA 2.0 <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" rel="nofollow">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>Haben Sie die erste Hürde genommen und wurden zu einer Vorstellungsrunde eingeladen, steht für Sie als Bewerber viel auf dem Spiel. Halten Sie sich vor Augen, dass es bei dem Gespräch in erster Linie darum geht, Sie als Person kennenzulernen. Ihre fachlichen Qualitäten haben Sie bereits mit Ihren Bewerbungsunterlagen dokumentiert und offensichtlich haben Sie die Personaler überzeugt. Demnach haben Sie bereits eine große Hürde genommen und können das Interview mit Rückenwind angehen. Vergegenwärtigen Sie sich, dass es im Grunde wenig Grund für Nervosität gibt und Sie sich als die Person präsentieren sollen, die Sie tatsächlich sind.

Dennoch sollten Sie das Gespräch nicht gänzlich unvorbereitet angehen. Werden Sie sich im Vorfeld selbst über bestimmte Sachverhalte klar, nach denen Ihre Interviewpartner mit großer Wahrscheinlichkeit fragen werden, zum Beispiel:

- Was ist Ihre Motivation, sich auf die ausgeschriebene Stelle zu bewerben?

- Was qualifiziert Sie für die Stelle? Welche Erfahrungen und Qualifikationen bringen Sie aus vorherigen Stationen bzw. einem Studium/einer Ausbildung mit?

- Was kennzeichnet Sie als Kollege, was als Mensch?

Seien Sie sich darüber im Klaren, dass das Gespräch nicht zuletzt dadurch bestimmt wird, dass Sie die Angaben, die Sie in Ihrer schriftlichen Bewerbung eingereicht haben, in eigenen Worten und ausführlicher wiedergeben. Je genauer Sie sich Ihrer Fähigkeiten und Ihrer Motivation bewusst sind, umso geringer die Gefahr, dass Sie aus dem Konzept geraten.

Wer sich wohlfühlt, tritt sicherer auf

Auf der Hand liegt, dass man einen gepflegten Eindruck hinterlassen sollte, also frisch geduscht, mit gewaschenen Haaren und sauberer Kleidung. Da das Äußere nicht zuletzt unbewusst eine wichtige Rolle spielt, kann es unter Umständen außerdem sinnvoll sein, sich Gedanken über eine neue Frisur zu machen, die den eigenen Typ unterstreicht.

Entscheidend ist zudem, dass Sie das, was Sie tragen, nicht als Verkleidung wahrnehmen, sondern sich darin wohlfühlen. Gut also, dass heutzutage eine relative Freiheit herrscht, was die Kleiderordnung bei Vorstellungsgesprächen angeht. Männer müssen keineswegs grundsätzlich im Anzug oder Jackett erscheinen, und auch für Frauen sind Hosenanzug oder Blazer nicht verpflichtend. Stattdessen können beide Geschlechter auch Stoffhosen tragen, Männer außerdem ein gutes Hemd, Frauen eine Bluse. In bestimmten Branchen sind auch Jeans in Ordnung, vor allem im Kreativbereich oder in Start-ups. Doch Vorsicht: Insbesondere konservative Arbeitgeber wie Banken legen nach wie vor Wert auf klassische Kleidung.

Abschließend der Hinweis, dass von Bewerbern gute Umgangsformen erwartet werden. Begrüßen Sie Ihre Gesprächspartner mit einem festen Händedruck und sehen Sie ihnen dabei in die Augen. Nehmen Sie eine offene Haltung ein und unterbrechen Sie sie während des Gespräches nicht.

Wer diese Hinweise beherzigt und sich zudem nicht scheut, gegebenenfalls zu seiner eigenen Nervosität zu stehen, hat gute Chancen, dass das Bewerbungsgespräch erfolgreich verläuft.
Nachricht vom 14.08.2019 www.nr-kurier.de