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Nachricht vom 12.05.2019    

Neuwied ist bunt - Mahnwache gegen rechte Gesinnung

Viele Menschen waren der Einladung von Manfred Kirsch und Inge Rockenfeller gefolgt und nahmen an der Mahnwache für "Menschenwürde, Europa und Demokratie" teil. Aus Anlass der Wahlkundgebung der AfD mit deren Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Jörg Meuthen, hatten sich Demokraten versammelt, um gegen diese Veranstaltung ein demokratisches Zeichen zu setzen.

Fotos: Josef Dehenn

Neuwied. Inge Rockenfeller begrüßte die Teilnehmer und legte in deren Namen ein Bekenntnis für den Rechtsstaat ab. Manfred Kirsch erklärte in seinem Redebeitrag, die AfD wolle eine andere Republik als diejenige, "die wir kennen und schätzen". Meuthen und seine Gesinnungsgenossen wollten aus der in diesem Land lebendigen und freiheitlichen Kultur einen rückwärtsgewandten autoritären Nationalstaat machen.

In diesen Tagen werde der 70. Jahrestag des Grundgesetzes verkündet. Diese Verfassung gelte es zu verteidigen, insbesondere gegen ihre Feinde.

Der Kreisvorsitzende des DGB Rüdiger Hof sagte in seiner Rede: "Wie stehen heute hier, weil wir gemeinsam und geschlossen Kante gegen die AfD zeigen wollen. Der DGB und seine Mitgliedgewerkschaften protestiert gegen die unsoziale Politik der AfD, die den Einfluss der Gewerkschaften in den Betrieben schwächen und eingrenzen will. Die AfD schürt ganz bewusst die Ängste der Menschen. Mit "Grenzen sichern" fordert die AfD eine Grenzschließung für Geflüchtete und will die Grenzen notfalls mit Waffengewalt sichern. Für uns ist die AfD keine Alternative. Unsere Alternative heißt Solidarität und zwar unabhängig von Lebensweise, Herkunft und Farbe des Passes! Die Anwesenden brachten ihren Protest gegen die AfD mit Transparenten, Plakaten und Fahnen zum Ausdruck. Denn für sie gilt, "Gegen Rassismus, Neuwied ist bunt".

Die Polizei hatte die beiden Gruppen mit Absperrgitter und einem großen Aufgebot getrennt. Nach Polizeiangaben kam es zu keinen Zwischenfällen.




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Kommentare zu: Neuwied ist bunt - Mahnwache gegen rechte Gesinnung

4 Kommentare

Zu Siegfried Kowallek 09:48 Uhr: "Beispielsweise Meuthens Äußerung, dass die Grünen ihren Kopf nur hätten, damit es nicht in den Hals hinein regne, hat mit auch hart sein dürfender politischer Auseinandersetzung definitiv nichts mehr zu tun."

Ich habe Prof. Meuthen in Neutraubling zugehört, es war alles ok! Vom bundesweit bekannten politischen Blog regensburg-digital.de, der meist linke Positionen vertritt, hat er ein großes Lob bekommen: "[...] schafft es AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen anschließend, die Proteste zu nutzen, um seine Zuhörer aufeinander einzuschwören und die Stimmung in bester Bierzeltredner-Manier anzuheizen." Für einen Professor ein besonderes Lob.

Die Grünen sind mein politischer Feind. Hier eine Aussage von Frau Roth:
Sie hat kurzerhand die Toten des Tsunamis, die ja den Wassermassen zum Opfer gefallen sind, der Kernkraft angelastet.
"[...] Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16.000 Menschen"

Siehe: https://de-de.facebook.com/Roth/posts/10151525525735664

Ich bin gerne bereit, eine Lanze für die AfD zu brechen.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
#4 von Joachim Datko, am 13.05.2019 um 19:51 Uhr
Und ich habe sogar schon mehrere Vertreter von der AfD gehört. Die politischen Positionen der AfD entsprechen überhaupt nicht meiner Meinung. Dies gilt insbesondere nicht für den Widerstand gegen die Einwanderung und die vermeintliche Islamisierung unserer Gesellschaft.
Thomas Schmidt - Kirchenmusikdirektor, Studiengangsleiter
#3 von Thomas Schmidt, am 13.05.2019 um 09:48 Uhr
Während der Bundessprecher Alexander Gauland auf einer AfD-Veranstaltung in Montabaur von mir trotz alledem relativ gelassen aufgenommen wurde, hat mich der Auftritt des anderen Bundessprechers Jörg Meuthen jetzt in Neuwied nur noch erschüttert. Allzu oft hat er bei seinem Auftritt den Rahmen des Erträglichen gesprengt. Beispielsweise Meuthens Äußerung, dass die Grünen ihren Kopf nur hätten, damit es nicht in den Hals hinein regne, hat mit auch hart sein dürfender politischer Auseinandersetzung definitiv nichts mehr zu tun. Das ist nur noch Demagogie, um das Publikum dazu zu bewegen, seinen Verstand zu verlieren und dem Althirn die Herrschaft zu überlassen. Leider ist dieser Ausfall nämlich kein Einzelfall gewesen. Bisher war es zudem kein Problem, sich auf AfD-Veranstaltungen kritisch zu Wort zu melden. Der Versammlungsleiter Jan Bollinger, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter der AfD, hat dieses Mal meine Wortmeldung übergangen, was ich nach reiflicher Überlegung für eine Projektion halte, also ein Augenblicksversagen, mir in dieser Situation angesichts dessen Heftigkeit eine Reaktionsmöglichkeit à la Meuthen zuzuschreiben. Ich kann Bollinger indes beruhigen. Auch der unterirdische Auftritt seines Bundessprechers kann mich nicht dazu bewegen, den Pfad der gemäßigten und sachlichen Formulierung zu verlassen, mich also nicht zu vergleichbaren verbalen Entgleisungen provozieren.

Siegfried Kowallek, Neuwied
#2 von Siegfried Kowallek, am 13.05.2019 um 09:48 Uhr
Ich habe Prof. Meuthen vor der Bundestagswahl in Neutraubling gehört. Die politischen Positionen der AfD entsprechen weitgehend meiner Meinung. Dies gilt insbesondere für den Widerstand gegen die massive Einwanderung und die Islamisierung unserer Gesellschaft.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
#1 von Joachim Datko, am 12.05.2019 um 23:14 Uhr

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