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Nachricht vom 01.12.2020    

Seniorenbeirat widmet sich stets neuen Themen

Mit der Bildung eines Seniorenbeirates im Jahr 1980 etablierte die Stadt Neuwied bereits vor 40 Jahren ein heute selbstverständliches Medium der Partizipation. Dies geschah nicht nur im Hinblick auf den sich schon seinerzeit abzeichnenden demografischen Wandel, sondern auch mit dem Wissen, dass ältere Menschen aufgrund ihrer Lebenserfahrung wertvolle Ratgeber sein können, zum Beispiel bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes.

Sie halten ein Stück Neuwieder Zeitgeschichte in den Händen (von links): Beigeordneter Ralf Seemann, Seniorenbeirats-Vorsitzender Werner Hammes, Seniorenbeauftragte Sandra Mette, Amtsleiter Wolfgang Hartmann und Oberbürgermeister Jan Einig präsentieren die Festschrift, die zum 40-jährigen Bestehen des Neuwieder Seniorenbeirats erschienen ist. Foto: Stadt Neuwied

Neuwied. Oberbürgermeister Jan Einig weiß dieses Expertenwissen zu schätzen: „Es freut mich, dass wir auf einen sehr aktiven Seniorenbeirat bauen können, der sich in verschiedenen Gremien und Netzwerken engagiert.“ Von daher bedauert es der OB, dass das große Engagement des Seniorenbeirates wegen der aktuellen Corona-Situation nicht mit einer ursprünglich für Anfang Dezember geplanten Sonderveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen gewürdigt werden kann. „Ich bin aber froh darüber, dass mit der eigens für das Jubiläum erstellten Festschrift eine alternative Form der Anerkennung gefunden wurde“, betont Einig.

Für wie viele Menschen die ehrenamtliche Arbeit des Gremiums von Bedeutung ist, macht Sozial- und Jugendamtsamtsleiter Wolfgang Hartmann deutlich. „In Neuwied leben rund 15.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Rentenreformen, Pflege im Alter, Altersarmut, Digitalisierung, Kultursensibilität: Das sind nur einige Begriffe, die in den vergangenen vier Jahrzehnten Diskussionen um die Lage der älteren Menschen prägten. Das allein macht schon deutlich, wie groß das Arbeitsfeld ist, das der Seniorenbeirat bearbeitet.“

Doch es sind nicht nur die damit verbundenen Herausforderungen, die die Aktivitäten der Organisation bestimmen, weiß Hartmann. „Die ,jungen‘ Alten wollen die Zeit nach ihrer Berufstätigkeit aktiv gestalten. Sport, Reisen, ehrenamtliches Engagement, vor allem aber der Erhalt von Autonomie prägen heute die Interessen dieser Generation“, unterstreicht der Amtsleiter. Er hat einen neuen Ansatz bei der Altenarbeit ausgemacht, der wegführt von einer primär defizitären oder problemorientierten, hin zu einer ressourcen- und lebensweltorientierten Betrachtung. Neben den Fragen rund um die Thematik von Pflege und Gesundheitsversorgung im Alter gehe es heute ebenso um Themen wie neue Wohnformen, Erhalt von Mobilität und eben auch Partizipation. Und da könne der Seniorenbeirat laut Hartmann sein geballtes Expertenwissen einsetzen und sich gestalterisch einbringen – zum Wohle aller.

Werner Hammes, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, weiß um die komplexe Aufgabe des Austauschs zwischen den Generationen. „Den Wissensschatz und die Kompetenz unserer Seniorinnen und Senioren gilt es positiv zu nutzen“, sagt er. „So lässt sich generationenübergreifend ein gutes Miteinander aller in der Stadt lebenden Bürgerinnen und Bürger gestalten. Dazu dient auch die Kooperation mit dem städtischen Jugendbeirat zu den verschiedensten Sachthemen, wie zum Beispiel die Umweltproblematik.“

Sandra Mette, die Seniorenbeauftragte der Stadt Neuwied, ist sich sicher, dass die Arbeit des Seniorenbeirats den sozialen Zusammenhalt fördert. „Es beeindruckt mich, mit welchem Engagement und Ideenreichtum sich die Mitglieder ehrenamtlich einbringen; und das selbst unter solch schwierigen Rahmenbedingungen wie der aktuellen Corona-Pandemie.“ Für sie ist das ein Zeichen dafür, dass sich der Seniorenbeirat auch in Zukunft neuen Themen und Herausforderungen stellen wird.

Weitere Informationen über den Seniorenbeirat finden Interessierte auf der städtischen Homepage.



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