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Nachricht vom 15.09.2020    

Dorothe Görgen: Sichtweisen ihrer inneren und äußeren Lebenswelt

Dorothe Görgen begrüßte die Besucher ihrer Ausstellung am Eröffnungstag im Neuwieder Roentgen-Museum mit freundlichem Lächeln und begleitete den einen oder anderen Kunstfreund/innen gerne auf deren „Rundgang“ durch die vier Ausstellungsräume des Museums. Gerne gesellte sich auch Museumsleiter Bernd Willscheid hinzu, der gemeinsam mit der Künstlerin diese Kunstausstellung zusammengestellt und platziert hat.

Dorothe Görgen. Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. Besucher benötigen zweifellos viel Zeit und noch mehr Muße, sowohl die großformatigen Objekte aus bemaltem Holz als auch die diversen Collagen, Installationen und liebevoll, kreativ gestalteten Fotos, aber ebenso antike und andere alte gegenständliche Objekte zu erforschen. Sie kommen allesamt in diesem ganz besonderen Ambiente des Museums wunderbar zur Geltung.

Dorothe Görgen, die seit 1980 bereits mannigfaltige Ausstellungen zum Beispiel in Andernach, Bad Honnef, Bonn, Straßburg, Bad Hönningen, Dierdorf, Linz , in Grootschermer/Niederlande und natürlich in ihrer Heimatstadt Rheinbreitbach realisiert hat, ist natürlich auch in Neuwied (zum zweiten Mal) eine gerne gesehene Ausstellerin, deren Exponate noch bis zum 25. Oktober im Roentgen-Museum zu sehen sind.

Zu Anfang des informativen und klar strukturiert „aufgemachten“ Info-Faltblatt heißt es über die „Sichtweisen“: „Die Künstlerin drückt in ihren höchst unterschiedlichen Werken ihre jeweiligen Sichtweisen der inneren wie äußeren Welt aus. Ihre Sicht der Natur, der sozialen und kulturellen Verhältnisse sowie ihre spirituellen Erfahrungen spielen in ihren Kunstobjekten und Darstellungen immer wieder eine wichtige Rolle“. Gerne nehmen die Besucher/innen die Vielfalt der Ausdrucksformen von Dorothe Görgen zur Kenntnis. Sie verarbeitet unter anderem Holz, Papier, Stoffe, Metall und Fundstücke, die ihr oft zufällig begegnen und offenkundig eine große Anziehungskraft auf sie ausgeübt haben und von ihr in ausdrucksstark, individueller Weise umgeformt und umgearbeitet werden. „Auf diese Weise geben sie den inneren Bildern und Vorstellungen der Künstlerin durchaus eine authentische Gestalt und einen bemerkenswerten Ausdruck“, erläuterte der Neuwieder Museumsdirektor Bernd Willscheid.

Von besonderer Güte und Ausdrucksfähigkeit ist zweifellos die ausführliche Beschreibung der Ausstellung „Sichtweisen“ von Gudrun von Schonebeck (M.A.), die sich mit Fachkenntnis und Sachverständnis in allen Einzelheiten des künstlerischen Wirkens und mit den ausgestellten Exponaten in ausführlicher Weise beschäftigt hat. Sie beginnt ihre subtile Beschreibung der jeweiligen Kunstwerke mit einem Zitat von Joseph Freiherr von Eichendorff: „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort“.

Gudrun von Schoenebeck geht davon aus, dass Eichendorff damit eine Haltung des Menschen zur Welt beschreibt, die versucht hinter die Oberfläche der Dinge zu schauen und führt weiter aus, dass sich Dorothe Görgen mit ihrem künstlerischen Werk in der Art und Weise beschäftigt, wie wir die Dinge der Welt sehen. „Vieles was wir beim Betrachten der Welt wahrnehmen ist lediglich das Ergebnis unserer Erwartungen und Überzeugungen. Wir sehen so, wie wir es gelernt haben“, sagt die Künstlerin und will mit ihren „Sichtweisen“ darauf hinweisen, auf welche Weise man die Welt auch auf eine andere Weise anschauen und dabei zweifellos viel genauer und subtiler sehen kann.

Im beschreibenden Text von Gudrun von Schoenebeck, der im Museum ausliegt, heißt es: „In Dorothee Görgens Arbeiten offenbart sich ein Menschenbild, das ohne Zynismus auskommt und die Mitmenschen - und sich selbst - zwar kritisch aber auch mit liebevollem Wohlwollen zeigt. Dorothe Görgen ist eine Meisterin darin, die Welt hinter dem Sichtbaren offen zu legen und den Blick für etwas zu schärfen, das wir (vielleicht) bisher vernachlässigt haben...“, schreibt die kenntnisreiche Laudatorin.

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Dabei ist darauf zu achten, dass ein Mund-/Nasenschutz angelegt und die Personalien angegeben werden müssen. PM (JG)



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