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Nachricht vom 29.05.2020    

Corona: Welche Probleme gibt es in Seniorenheimen

Die Schwerpunkte der Arbeit von Pflegeeinrichtungen haben sich in den vergangenen Wochen verändert. Die Einrichtungen und Dienste im Bereich der Pflege leisten in der jetzigen Situation viel zusätzliches, um die Coronakrise zu bewältigen. Dennoch sind Themen die im letzten Jahr bereits angestoßen wurden, wie beispielsweise die Einrichtung einer internetbasierten Pflegeplatzbörse, auch heute noch aktuell. Neue kamen hinzu.

Seniorenzentrum St. Elisabeth in Bad Hönningen. Foto: privat

Bad Hönningen. Der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert und die zuständige Fachabteilung in der Kreisverwaltung Neuwied planen derzeit die nächste Regionale Pflegekonferenz. Sie ist das maßgebende Gremium für die pflegerische Angebotsstruktur im Landkreis Neuwied. Dort geht es vor allem darum, welche Lehren aus der Krise gezogen werden können und müssen.

In Vorbereitung der nächsten Konferenz hatte Mahlert Kontakt mit der Leitungsebene von zwei Senioreneinrichtungen im Landkreis Neuwied aufgenommen. Die Fragestellung hier war: „Was können wir aus der Krise lernen und was können wir tun, um zukünftig besser vorbereitet zu sein?“ Anette Scholl, Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums St. Suitbertus Rheinbrohl und des Seniorenzentrums St. Elisabeth Bad Hönningen und Hermann-Josef Thiel, verantwortlicher Vertreter der Katharina Kasper Gruppe als Träger der beiden Senioreneinrichtungen, empfingen die Vertreter der Kreisverwaltung Neuwied.

Anette Scholl und Hermann-Josef Thiel machten deutlich, dass in den letzten Wochen alle Aktivitäten in den Seniorenzentren dem Gesundheitsschutz der Bewohner und der Mitarbeiterschaft gegolten haben. Gemeinsam habe man sich besonderen Herausforderungen stellen müssen. Dabei haben die Einsatzbereitschaft und der Teamgeist der Mitarbeiter beider Häuser besonders beeindruckt. Kontaktverbote und Betretungsverbote haben für die Bewohner erhebliche Einschränkungen und Veränderungen im Alltag mit sich gebracht.

Kurzfristig wurde daher der Sozialdienst aufgestockt, damit noch mehr Beschäftigungsangebote, wie die Aufstockung der Einzelbetreuungen, begleitete Spaziergänge, Hilfestellung bei Videotelefonie oder zusätzliche gesellige Runden, unterbreitet werden konnten.

Problem Schutzausrüstung
Als besonders problematisch habe sich die Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung dargestellt. Eine weitere Herausforderung habe die Umsetzung der seit Beginn der Coronakrise mehrfach geänderten Verordnungen des Landes und Richtlinien des Robert-Koch-Instituts dargestellt. Mit geringem zeitlichem Vorlauf mussten erforderliche Maßnahmen organisiert und kommuniziert werden, die von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität forderten. Einem wichtigen Thema widmeten sich die Einrichtungen mit der Vorbereitung von erforderlichen Schutzmaßnahmen, damit die Bewohner wieder Besuche von Angehörigen empfangen können.

Ergebnis
Als Fazit des Treffens wurde festgehalten, dass für die Zukunft zwei Aspekte besonders wichtig sind, um solchen Krisensituationen begegnen zu können: Die Sicherstellung von ausreichend Schutzmaterialien für alle in der Pflege aktiven Dienste und Einrichtungen zu einem angemessenen Preis sowie eine frühzeitige Information über anstehende Änderungen der Vorschriften, damit eine verantwortungsvolle Umsetzung der Maßnahmen ermöglicht wird.

Michael Mahlert betonte: „Wir möchten auch aus den Erkenntnissen der letzten Wochen lernen und die vielfältigen Erfahrungen der Pflegeeinrichtungen im Landkreis Neuwied in die Regionale Pflegekonferenz und unsere interaktive Pflegestrukturplanung einbringen“. Er hielt fest, auch wenn der Landkreis Neuwied nicht in allen Konstellationen unmittelbar helfen könne, dass die Regionale Pflegekonferenz als das Gremium verstanden wird, in dem die Ereignisse und die damit einhergehenden Auswirkungen sowie Erfahrungen der letzten Wochen gesammelt und bewertet werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse und Forderungen würden dann an die maßgeblichen Stellen weitergegeben. (PM)



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