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Nachricht vom 06.04.2020    

Länderübergreifende Zusammenarbeit beim Trinkwasserschutz

Feuerwehren der Stadt Bad Honnef und der Verbandsgemeinde Unkel rüsten sich gemeinsam gegen Trinkwasserverschmutzung. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und steht daher auch unter besonderem Schutz des Staates.

Systemtrenner im Einsatz am Oberflurhydrant. Foto: Feuerwehr

Unkel. In der Trinkwasserverordnung ist geregelt, dass die menschliche Gesundheit vor allen nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben können, zu schützen ist und somit die Genusstauglichkeit und Reinheit des Trinkwassers garantiert werden muss. Durch den Einsatz der richtigen wasserführenden Armaturen haben die Versorgungsunternehmen dafür Sorge zu tragen, dass das Trinkwasser in einem einwandfreien hygienischen Zustand gehalten wird.

Neben den Energieversorgern greifen bei Löscheinsätzen jedoch auch die Feuerwehren über Standrohre und Überflurhydranten auf das Trinkwassernetz zu, um das benötigte Löschwasser zu entnehmen. Hierbei besteht potentiell die Gefahr, dass es zu Verunreinigungen des Trinkwassernetzes kommt. Mögliche Ursachen hierfür können Fehlbedienungen an Geräten oder ein Leistungsabfall im Versorgungsnetz sein. Das Rückfließen von zugemischtem Löschschaum, von Löschwasser aus offenen Gewässern oder verunreinigtem Löschwasser aus den Schlauchleitungen in das Trinkwassernetz stellt hier eine besondere Gefahr dar. Eine solche Trinkwasserverunreinigung könnte zu Gesundheitsgefährdungen für Menschen und zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Um ein solches Szenario von vorneherein auszuschließen müssen die Feuerwehren bei der Entnahme von Löschwasser zukünftig sogenannte Systemtrenner einsetzen. Diese Armatur wird am Standrohr oder Überflurhydranten angebracht und dient zur Trennung der Versorgungs- und Löschleitung und sichert das Versorgungsnetz gegen Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen von entnommenem Löschwasser. Die Anschaffungskosten für einen einzelnen Systemtrenner belaufen sich auf weit über eintausend Euro. Damit die Trenner ordnungsgemäß funktionieren, müssen diese regelmäßig mit einem Prüfgerät getestet werden. Ein solches Prüfgerät wurde den beiden Feuerwehren vom Hersteller kostenlos zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der langjährig bestehenden interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich des Feuerwehrwesens zwischen den Feuerwehren der Stadt Bad Honnef und der Verbandsgemeinde Unkel und mit Unterstützung des zuständigen Netzbetreibers Bad Honnef AG wurde eine Sammelbestellung getätigt um den Einkaufspreis der einzelnen Armaturen zu senken. Insgesamt wurden 25 Systemtrenner angeschafft und durch die Bad Honnef AG an die Feuerwehrleitungen und Bürgermeister der beiden Kommunen übergeben. Sie wurden inzwischen auf den Löschfahrzeugen verladen und die Einsatzkräfte im Umgang mit ihnen unterwiesen.

Auch diese Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarkommunen zeigt, dass die Zusammenarbeit der beiden befreundeten Feuerwehren nicht an der Landesgrenze aufhört.



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