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Nachricht vom 09.03.2020    

Aktionsbündnis kämpft weiter intensiv gegen Bahnlärm

2019 gegründet, will das „Aktionsbündnis zur Bahnlärmreduzierung im unteren Mittelrheintal von Koblenz bis Bonn und im Moseltal“ die Zusammenarbeit von Politikern und Bürgerinitiativen der lärmgeplagten Region intensivieren und stärker vernetzen - zum Wohl der Bevölkerung, die hier aufgrund des zunehmenden Bahnlärms unter erheblichen gesundheitsgefährdenden Bedingungen lebt.

Foto: Stadt Neuwied

Neuwied. Nun trafen sich auf Einladung von Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig Vertreter der vom Bahnlärm betroffenen Kommunen und Kreise, Vorsitzende von Bürgerinitiativen sowie Bundestags- und Landtagsabgeordnete in der Volkshochschule zum Gedankenaustausch. Rolf Papen, Vorsitzender der Weißenthurmer Bürgerinitiative berichtete über aktuelle Erkenntnisse und zurückliegende Aktivitäten des Aktionsbündnisses. Das hatte unter anderem Gespräche mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium geführt. Vorrangiges Thema dabei: Die unverzügliche Gleichbehandlung des bevölkerungsreichen Unteren Mittelrheintals und des Moseltals mit dem weniger besiedelten „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ bei zukünftigen Maßnahmen zur Bahnlärmreduzierung. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit Programmen und Richtlinien zur Bahnlärmreduzierung.

Es folgte eine lebhafte Aussprache. Im Mittelpunkt standen dabei die weiteren Handlungsoptionen und die zukünftigen Strategie des Aktionsbündnisses. Die Teilnehmer des Treffens kamen darüber ein, dass der Kampf für Verbesserungen im Bahnlärmschutz auch im Unteren Mittelrheintal und im Moseltal intensiviert werden muss. Das Bündnis erhebt daher konkrete Forderungen; sofortiger Planungsbeginn zum Bau einer Güterneubautrasse, um das gesamte Mittelrhein- und Moseltal zu entlasten, Geschwindigkeitsreduzierungen bei Ortsdurchfahrten insbesondere für Güterzüge mit Gefahrgut, Lärm-Messungen der einzelnen Wagenhalter zur Durchsetzung des „Gesetzes zum Verbot lauter Güterwagen“ ab 2021, Ertüchtigung von Alternativtrassen zur Entlastung der Region und sofortige Umsetzung aller vorhandenen technischen Möglichkeiten zur allgemeinen Lärmreduzierung.

Das Aktionsbündnis will daher für jeden Ort ein konkretes Konzept erstellen, das alle technischen Maßnahmen umfasst, um den Schienenlärm auf Dauer zu reduzieren. Es setzt dabei auf sein bewährtes Konzept „Kooperation statt Konfrontation“.



Für den Erfolg der von OB Jan Einig geleiteten Zusammenkunft spricht, dass sich die Teilnehmer fast einstimmig dafür aussprachen, die Treffen des Aktionsbündnisses in Zukunft zweimal jährlich auszurichten. Auch der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Oster (CDU) zeigte sich sehr zufrieden: „Vielfältige Informationen und Anregungen aus der heutigen Veranstaltung nehme ich für meine Arbeit mit nach Berlin. Es war wichtig, dass wir 2019 das Aktionsbündnis gegründet haben. Es leistet schon jetzt wertvolle Arbeit und nimmt weiter Fahrt auf.“ Oberbürgermeister Jan Einig machte abschließend deutlich, dass nur ein gemeinsames Einstehen zum großen Ziel führe - einem leisen Mittelrhein- und Moseltal.

„Aktionsbündnis zur Bahnlärmreduzierung im unteren Mittelrheintal von Koblenz bis Bonn und im Moseltal“ traf in der Neuwieder VHS. (PM)



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