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Nachricht vom 20.12.2019    

Fachgutachten zur Struktur der Leitstellen liegt vor

Die Landesregierung hat die Struktur der Leitstellen im Land durch ein Fachgutachten der Firma FORPLAN Dr. Schmiedel GmbH überprüfen lassen. Auswirkungen wird das Gutachten erst in sechs bis zehn Jahren entfalten. Das externe Gutachten schlägt mittelfristig eine Struktur mit sieben statt der bisherigen acht Leitstellen und damit eine Neuverteilung vor.

Symbolfoto

Region. Dabei soll der die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld sowie den Rhein-Hunsrück-Kreis umfassende Leitstellenbereich Bad Kreuznach auf die umliegenden Bereiche verteilt werden. Dieser Empfehlung wird die Landesregierung folgen. „Die Leitstellen in Trier, Mainz, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Landau, Koblenz und Montabaur bleiben auch weiterhin erhalten“, betonte der zuständige Staatssekretär Randolf Stich.

Neben den Leitstellen der fünf Oberzentren des Landes bestehen damit die Leitstellen in Landau und Montabaur in ihrer bisherigen Form fort. Vor allem dort seien in den vergangenen Jahren erhebliche unaufschiebbare Investitionen getätigt und mit Landesbeteiligung in Höhe von mehreren Millionen Euro umgesetzt worden. Eine kurz- oder mittelfristige Neuverteilung sei an diesen Standorten daher auch als unwirtschaftlich zu betrachten.

Für den Rettungsdienstbereich Bad Kreuznach bedeutet die Neuaufteilung, dass der Landkreis Bad Kreuznach künftig der Leitstelle Mainz, der Landkreis Birkenfeld der Leitstelle Trier und der Rhein-Hunsrück-Kreis der Leitstelle Koblenz zugeordnet werden soll. Eine solche Aufteilung ermöglicht, so der Gutachter, die gleichmäßigere Verteilung des jeweiligen Bevölkerungsanteils und des Einsatzfahrtaufkommens zwischen den Rettungsdienstbereichen im Land.



Umgesetzt wird die Neuverteilung im Rettungsdienstbereich Bad Kreuznach jedoch erst, sobald alle Baumaßnahmen an den aufnehmenden Leitstellen-Standorten durchgeführt sind (Neubau der Integrierten Leitstellen in Mainz, Koblenz und Trier) und die Aufgaben vollumfänglich übertragen werden können. Zu rechnen ist damit frühestens in sechs bis zehn Jahren. In der Zwischenzeit bleibt auch die Leitstelle Bad Kreuznach von den Ergebnissen des Gutachtens unberührt und, auch im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in ihrer bisherigen Form erhalten.

Mit Ausnahme des Bereiches Mainz/Rheinhessen sind die Leitstellen aktuell bereits als Integrierte Leitstellen, also als gemeinsam koordinierte Leitstellen des Rettungsdienstes, der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes in Betrieb. Dort läuft der europaweite Notruf 112 auf. In Mainz existiert momentan noch neben der vom Deutschen Roten Kreuz betriebenen Rettungsleitstelle eine von der Stadt Mainz betriebene Feuerwehrleitstelle.
(Pressemitteilung des Ministeriums des Inneren und für Sport)


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