Werbung

Nachricht vom 10.12.2019    

Die Ludwig-Erhard-Schule Neuwied sagt Mikroplastik den Kampf an

Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule (HBF) der Ludwig-Erhard-Schule (LES) in Neuwied haben sich eines topaktuellen Themas angenommen: Der Kampf gegen Mikroplastik, und wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann. Bei diesem Thema erfuhren die Schüler/innen Unterstützung von allen Seiten.

Die Schüler der Ludwig-Erhard-Schule haben sich über Mikroplastik ausführlich informiert und recherchiert. Fotos: wear

Neuwied. Landrat Achim Hallerbach persönlich war sehr interessiert, und beauftragte Gabi Schäfer und Ina Heidelbach, beide Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung Neuwied, der Klasse mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Alena Linke von der Stadt Neuwied, sowie Wolfgang Rahm, als Vertreter der „lokalen Agenda 21 Neuwied, waren ebenso involviert, wie Sandra Neeb, die Klassenlehrerin, und Michael Kirsch, als Abteilungsleiter der HBF. Sämtliche genannten Personen, sowie die Schüler/innen der HBF, versammelten sich in der Galerie des Kaufland-Centers in Neuwied, um auf verschiedenen Pinnwänden die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und Befragungen zu präsentieren. Das Interesse an der Veranstaltung war sehr groß.

Die Schüler/innen hatten im Vorfeld Befragungen und Interviews in den folgenden Geschäften durchgeführt: Rossmann, DM, Kaufland und REWE. Die Firmen zeigten sich sehr korporativ und gaben den Schülern/innen bereitwillig Auskünfte. Zunächst muss erklärt werden, was Mikroplastik bedeutet, und wie sehr es im Kreislauf von Wasser und Lebensmittel in den menschlichen Körper gelangt.

Als Mikroplastik bezeichnet man kleine Kunststoffteilchen, bei denen der Durchmesser nicht über fünf Millimeter (5000 Mikrometer) liegen soll. In der Kosmetika oder in der Zahnpaste befinden sich zu Gebrauchszwecken gefertigte Mikroplastikpartikel. Weiterhin entsteht Plastikmüll durch den Zerfall von Kunststoffprodukte. Beide Arten der Kunststoffpartikel sind schwer abbaubar, weil sie eine ähnliche Dichte wie Wasser aufweisen, und somit große Umweltproblem erzeugen.

Mikroplastik gelangt durch Abwässer über Kläranlagen in Flüsse, die im Meer münden. Durch den Fang von Fischen, die Mikroplastik aufgenommen haben, gelangen diese Partikel durch den Verzehr von Fischen in den menschlichen Körper.

Wie kann die Aufnahme von Mikroplastik verhindert werden, und wie kann die Verbreitung gestoppt werden?
Immer mehr Firmen, unter anderem die oben aufgeführten, verzichten auf Artikel, die mit Mikroplastik hergestellt sind, wobei man den Discountern keinen Vorwurfmachen kann, da sie die Waren so von der Industrie geliefert bekommen und vom Verbraucher nachgefragt werden. Es liegt eindeutig beim Verbraucher, sich für Artikel zu entscheiden, die ohne Mikroplastik hergestellt wurden. Gerade bei Pflegeartikeln wie Shampoo, Duschgel, Körperpeeling, sowie bei Waschmittel und Weichspüler, haben alle der befragten Firmen Produkte ohne Mikroplastik im Angebot.

In ihrem Fazit konnten die Schüler/innen bestätigen, dass bei den großen Firmen ein Prozess des Umdenkens in Gang gesetzt wurde, natürlich will keiner als Umweltschädiger seinen Ruf aufs Spiel setzen. Die Angebotspalette wird dauernd erweitert, weil auch beim Verbraucher der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Umweltschutz in den Fokus rückt. Allgemein sind die Discounter bestrebt, zum Beispiel den Verkauf von Plastiktüten beim Einkauf zu beenden, so wird immer mehr die Benutzung von Papiertüten empfohlen, die aus 100 Prozent Altpapier hergestellt sind. Manche Firmen bieten auch Pfandtaschen an, die für ein Euro erworben, und jederzeit umgetauscht werden können.

In seiner Rede lobte Landrat Achim Hallerbach das ökologisch-soziale Engagement der HBF und der LES, dabei versichert er, dass er voll und ganz hinter der Aufklärungsarbeit der Schüler/innen stehe. Als praktisches Beispiel, wie man ohne Mikroplastik sich pflegen könne, schilderte der Landrat, dass in seiner Familie als Hautpeeling, eine Mixtur aus Lavendelöl und Kaffeesatz verwendet wird.

Die genauen Ergebnisse der Befragungen durch die Schüler/innen der HBF werden demnächst auf der Homepage der LES veröffentlicht. wear


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       


Kommentare zu: Die Ludwig-Erhard-Schule Neuwied sagt Mikroplastik den Kampf an

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Region, Artikel vom 04.06.2020

Illegales Straßenrennen durch Innenstadt Neuwied

Illegales Straßenrennen durch Innenstadt Neuwied

Am 3. Juni, gegen 19 Uhr ereignete sich laut Zeugenaussagen in der Innenstadt von Neuwied ein illegales Autorennen mit drei beteiligten Fahrzeugen. Hierbei befuhren die Fahrzeuge mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit zunächst die Schloßstraße, bogen dann in die Kirchstraße ein und setzten ihre Fahrt in der Marktstraße fort.


Warnhinweis - Hund möglicherweise durch Köder vergiftet

Am 2. Juni erhielt die Polizeiinspektion Straßenhaus Kenntnis über eine mögliche Vergiftung eines Hundes. Der Vorfall ereignete sich am 22. Mai in Asbach. Eine Blutuntersuchung ergaben Hinweise auf Vergiftung.


Flammeninferno in Diez – 650 Feuerwehrleute im Großeinsatz

VIDEO | Am Mittwochabend, 3. Juni kurz nach 20 Uhr ist eine Papierrecyclingfirma im Diezer Industriegebiet in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich sehr rasch über fast das gesamte Areal aus. Auch Feuerwehren aus den Kreisen Neuwied und Westerwald kamen zum Einsatz.


Sport, Artikel vom 04.06.2020

Meghan Barthel sagt dem VC Neuwied ab

Meghan Barthel sagt dem VC Neuwied ab

2. Volleyball Bundesliga Süd Frauen: Sehr groß war die Enttäuschung bei den VCN-Verantwortlichen, als die 20-jährige Zuspielerin aus Dresden nun ihr Engagement für den Neuwieder Zweitligisten in der Spielzeit 2020/21 zurückgezogen hat. Die Zuspielerin wechselt zum Erstligisten SWE Erfurt.


Region, Artikel vom 04.06.2020

Bundeswehr unterstützt Fieberambulanz in Neuwied

Bundeswehr unterstützt Fieberambulanz in Neuwied

Anlässlich eines Besuches der vom Kreis Neuwied im Gewerbegebiet aufgebauten Fieberambulanz konnte sich Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt, Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, kürzlich von den Betriebsabläufen und der gelungenen Zusammenarbeit der Organisationen im Kreis mit der Bundeswehr überzeugen.




Aktuelle Artikel aus der Region


Bundeswehr unterstützt Fieberambulanz in Neuwied

Neuwied. Bereits seit Mitte März unterstützt die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe den Krisenstab. Zeitweise waren bis zu ...

Neue Möglichkeiten auf dem Lebensweg „Trauer-Werk“ entdecken

Waldbreitbach. Der rund 6,5 Kilometer lange Rundweg wurde initiiert durch den Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz. ...

Faszination Westerwald – Das Herzlich-Willkommen-Magazin ist da!

Montabaur. Zusätzliche Themen-Specials wie Rad, Wandern, Genuss, Naturparke oder Geopark bieten darüber hinaus weitere Ideen ...

Warnhinweis - Hund möglicherweise durch Köder vergiftet

Asbach. Der Ehemann der Mitteilerin ging morgens mit dem Hund durch die Flammersfelder Straße eine Runde um den Sportplatz ...

Kinder entdecken das Leben der Wildbienen

Neuwied. Honig- und Wildbienen und eine Vielzahl von anderen Insekten sind unverzichtbarer Bestandteil unserer biologischen ...

Illegales Straßenrennen durch Innenstadt Neuwied

Neuwied. Bei der Fahrt kam es zu mehreren gegenseitigen Überholmanövern. Bei dem Rennen sollen laut Zeugen drei augenscheinlich ...

Weitere Artikel


NABU Rengsdorf erhält Auszeichnung der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“

Bonefeld. Im Vergleich zum Bestand 1998 seien viele Heuschreckenarten wiedergefunden oder neu entdeckt worden, beispielsweise ...

Mit Ellen Demuth und Markus Fischer in die Landtagswahl 2021

Unkel. Die CDU wird ihre Wahlkreis-Kandidaten bei einer Delegiertenversammlung am 7. März 2020 wählen. Dazu haben die CDU-Mitglieder ...

Verbandsgemeinde Asbach startet ein Angebot zum E-Carsharing

Asbach. Am Dienstag, den 10. Dezember wurde aus diesem Grund an der Wiedparkhalle in Neustadt (Wied) das erste Elektrofahrzeug ...

89-Jährige auf Fußgängerüberweg angefahren und schwer verletzt

Puderbach. Eine 46-jährige PKW-Fahrerin befuhr die Mittelstraße aus Fahrtrichtung Steimeler Straße kommend in Fahrtrichtung ...

Fall des Monats: Gackernde Hühner und krähender Hahn zu laut?

Zum Sachverhalt: Die Parteien sind Nachbarn in einem kleineren Ort mit weniger als 250 Einwohnern, der ländlich geprägt ist. ...

FDP Linz setzt sich für freies Internet ein

Vettelschoß. "Kürzlich folgte dann die Übergabe eines Endgeräts an Gary Blackburn, der seine britische Ausstellung am Wanderweg ...

Werbung