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Nachricht vom 08.11.2019    

Neunte landesweite Präventionswoche in Schulen startet

Im November wird an den weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz wie in den vergangenen Jahren über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) aufgeklärt. Fachkräfte aus den Gesundheitsämtern und den AIDS-Hilfen informieren Schüler darüber, wie im Bereich der Sexualität die Gesundheit erhalten und geschützt werden kann.

Kreis Neuwied. Viele HIV-positive Menschen können heute mithilfe wirksamer Medikamente im Sinne einer chronischen Erkrankung ein normales Leben führen. Einige andere sexuell übertragbare Infektionen, über die junge Menschen informiert sein sollten, treten inzwischen stärker in den Fokus der Präventionsarbeit. Mit den Schulveranstaltungen werden junge Menschen frühzeitig dafür sensibilisiert, dass es wichtig ist, sich zu schützen – nicht nur gegen HIV, sondern auch gegen weitere sexuell übertragbare Infektionen. Die Schulpräventionswoche will mit Informationen über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen präventiv wirken.

Die Gesundheitsämter gehören zu den Initiatoren der Aktionswoche, die in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet. Durch ihre zeitliche Nähe ermöglicht die Schulpräventionswoche einen Brückenschlag zum Welt-AIDS-Tag, der jährlich am 1. Dezember begangen wird.

Sich schützen – erkennen – behandeln
Angesichts guter Behandlungsmethoden droht das Wissen junger Leute über HIV und AIDS an Bedeutung zu verlieren. Das verleitet zu unbedachtem und unnötig riskantem Verhalten. Die Schulpräventionswoche will mit Informationen über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen präventiv dagegen steuern. Sexuell übertragbare Infektionen (STI), auch Geschlechtskrankheiten genannt, zählen neben HIV zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen in Deutschland.

Mit welchem Verhalten man sich im Einzelfall vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt – das werden die Fachleute der AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter den Jugendlichen nahebringen. Sie werben außerdem für Solidarität: Immer noch begegnen Menschen mit HIV Diskriminierungen und Sonderbehandlungen – bei der Arbeit, im Sport, in der Arzt-Praxis, im sozialen Miteinander. Die Aktionswoche sensibilisiert dafür, Menschen mit HIV vorurteilsfrei zu begegnen und ihnen ein ungehindertes Leben zu ermöglichen.

Informationsangebot vor Ort
Während der Präventionswoche führt die AIDS-/STI-Beratungsstelle des Gesundheitsamts Neuwied in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin Präventions- und Informationsveranstaltungen an der Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied durch.

„Bei den Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit, die Angebote der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit des Gesundheitsamtes kennen zu lernen und sich mit dem Thema sexuell übertragbare Infektionen auseinander zu setzen“, erklärt Gerhard Wermter vom Gesundheitsamt Neuwied. „Wir wollen ein Bewusstsein für die Ansteckungsgefahren schaffen, über Warnzeichen und Symptome informieren und die Eigenverantwortung der Jugendlichen stärken. Keiner soll den Gedanken an eine Geschlechtskrankheit abwehren nach dem Motto: Das betrifft mich nicht“, sagt Schulsozialarbeiterin Monika Steffens.

Unterstützung für Lehrkräfte und Schulen
Ein landesweites Fortbildungsangebot ermöglichte Lehrkräften bereits im Oktober, sich über den aktuellen Stand von HIV/AIDS und STI zu informieren sowie methodisch aufzuarbeiten, wie das Thema im Unterricht umgesetzt werden kann. Zudem wurde auf die Kooperation mit den AIDS-Hilfen und Gesundheitsämtern in Rheinland-Pfalz hingewiesen, die nicht nur im Rahmen der Aktionswoche, sondern das ganze Jahr hindurch Schulen als regionale Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Neben Informationsangeboten oder personal-kommunikativen Angeboten unterstützen sie auch bei schuleigenen Aktionen, zum Beispiel am Welt-AIDS-Tag.

In diesem Jahr wurde den Fachkräften der Aids-Hilfen und Gesundheitsämter sowie den Schulen ein kurzer STI-Fragebogen für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt. Dieser Fragebogen kann als Methode in der Schulpräventionswoche 2019 genutzt werden, um junge Menschen für das Thema zu interessieren und ihr Wissen zu testen. Zudem winkt einer Klasse ein Klassensatz Kinokarten als Gewinn. Dieser wird im Dezember ausgelost.

Infomaterialien können auf der Homepage der LZG heruntergeladen oder bestellt werden: www.lzg-rlp.de/de/infektionspraevention.html Ansprechpartner für die regionale Aktion ist Gerhard Wermter, Tel.: 02631/803-713. (PM)


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