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Nachricht vom 07.11.2019    

Ralf Seemann wurde zum hauptamtlichen Beigeordneten gewählt

Von Wolfgang Tischler

Bekanntlich hatte Ralf Seemann noch kurz vor Ablauf der Einreichungsfrist seine Bewerbung für das Amt des Beigeordneten in der Stadt Neuwied bekannt gegeben. Dies hatte kontroverse Diskussionen ausgelöst. Insofern wurde die heute Stadtratssitzung mit der geheimen Wahl mit Spannung erwartet. Entsprechend viele Besucher waren auch ins Heimathaus gekommen.

Ralf Seemann wurde zum hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Neuwied gewählt. Archiv-Foto: NR-Kurier

Neuwied. Die Papaya-Koalition aus CDU, Grünen und FWG, für die Ralf Seemann ins Rennen geht, hat grundsätzlich im Neuwieder Stadtrat 25 Stimmen und damit zwei mehr als die Opposition. Im Vorfeld gab es jedoch auch aus den Reihen der Koalition ablehnende Haltungen und ein FWG-Mitglied befindet sich in Urlaub.

Im Vorfeld der Wahl stellte die Partei "Ich tu's" den Antrag den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Dr. Etscheidt begründete den Antrag mit den konträren Meinungen im Vorfeld. die für einigen Wirbel in der Deichstadt gesorgt haben. So könne man in Ruhe prüfen, ob es nicht eine erneute Ausschreibung geben könnte oder andere Verfahren möglich seien. Der Antrag erhielt nur 20 Ja-Stimmen und damit war er abgelehnt.

Bevor es zur Wahl ging hatte Ralf Seemann das Wort und stellte sich und seine Ziele vor. Wir berichteten. Er bot am Ende seiner Rede allen Parteien, Ratsmitgliedern und Bewohnern eine gute Zusammenarbeit an und für gute Gespräche stände er immer zur Verfügung.

Dann ging es zur geheimen Wahl. Die Auszählung erbrachte 31 Ja-Stimmen, zwölf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Damit ist Ralf Seemann gewählt. Das Ergebnis lässt vermuten, dass ein Teil der SPD Seemann mitgewählt hat. Ralf Seemann hatte sich dort ausführlich vorgestellt. (woti)


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Kommentare zu: Ralf Seemann wurde zum hauptamtlichen Beigeordneten gewählt

7 Kommentare

Den Ausführungen des Herrn Kowallek kann ich nur zustimmen. Jedoch brauchte Hr. Seemann keinen Schnellkurs, sondern hat sich als Aufsichtsratsmitglied schon 2006 bei der EON-Tour nach Norwegen schnell im Kreise der Altparteien etabliert(sh. auch in You Tube). Die Papaya erinnerte doch mehr an einen faulen Obstkorb...
#7 von Michael Reisdorf, am 12.11.2019 um 22:55 Uhr
Postenschiebereien gabs in Neuwied schon immer. Beispiele dafür gibts bzw. gabs einige.Herrn Seelmann kann ich nicht beurteilen, da ich ihn nicht kenne. Bei Herrn Mang siehts etwas anders aus. Wenn ein Bürgermeister seiner Pflicht nicht nachkommt und durch seine Schluddrigkeit der Stadt bzw. GSG einen solchen Schaden zufügt, ist er für den Posten absolut ungeeignet.Wenn er dann seinen Fehler in der Form zugibt erst recht.Ich hab mich immer gefragt, wenn er so oft bei Veranstaltungen zu sehen war, wann er dann Zeit für seine eigentliche Arbeit hat.
#6 von Axel Eppich, am 10.11.2019 um 12:23 Uhr
Als Ich tu´s-Stadtratsmitglied Jutta Etscheidt in der Stadtratssitzung den Antrag stellte, den Tagesordnungspunkt Beigeordnetenwahl abzusetzen, um in Ruhe zu prüfen, ob es nicht eine erneute Ausschreibung geben könnte, zeigte das eigentlich nicht erlaubte, aber in der Botschaft heftig-eindeutige Klatschen von Zuschauern, wie klar es ist, dass hier in Neuwied etwas schief läuft. Beeindruckten die Grünen zunächst noch mit einer sympathisch anmutenden und gegen Politik- und Politikerverdrossenheit hilfreichen Absichtserklärung, so ist es dann, als sie offenbar an ihrer erstmals möglichen Machtoption in der Stadt Neuwied Gefallen fanden, zu einem eklatanten Wortbruch gekommen, wie CDU-Stadtratsmitglied Christoph Menzenbach richtig herausgestellt hat, der auch konsequent gehandelt hat und sich der Linie seiner Partei verweigert hat. Das Verhalten der vom Wähler anscheinend aufgrund einer illusionären Verkennung zu Unrecht aufgeblähten Grünen-Stadtratsfraktion wirkt so, als hätten diese Ex -Idealisten einen Schnellkurs zur frühestmöglichen Korrumpierbarkeit erfolgreich absolviert. Es ist insbesondere auch nach der Wirkung eines Zeitungsinterviews mit Ralf Seemann auf den kritischen Leser wohl nachvollziehbar, dass die erfolgte Wahl dieses zweiten Beigeordneten die Fantasie anregt, wie denn künftig die grün-alternativ-vegane Variation auf die Gänsekeulenaffäre aussehen könnte.

Siegfried Kowallek, Neuwied
#5 von Siegfried Kowallek, am 09.11.2019 um 20:43 Uhr
Wenn in Neuwied sonst nicht viel läuft und funktioniert, aber in Sachen Postenschieberei belegt diese Stadt einen der ersten Plätze in der Bundesrepublik. Das jüngste Beispiel bei der Entlassung des Chefs der GSG zeigt doch was passiert, wenn Posten nach dem Parteibuch besetzt werden und nicht nach Eignung. Diese fehlende Kompetenz kostet die Stadt nun einen sechsstelligen Betrag, der an anderer Stelle eingespart werden muss. Konsequenzen hat es weder für Herrn Mang, der die Einhaltung von Fristen versäumt hat, noch für die Ratsmitglieder, die Herrn Mang zum Beigeordneten trotz fehlender Kompetenzen befördert haben. So wird es auch mit der Personalie Ralf Seemann geschehen. Ich bin mir sicher, dass diese Wahl Neuwied kein Stück weiter bringen wird, ganz im Gegenteil sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Neuwieder Bürger wieder viel Geld kosten und weder die Ratsmitglieder, die ihn gewählt haben noch Herr Seemann selber werden für zukünftige Fehler zur Rechenschaft gezogen.
#4 von Frank Muecke, am 09.11.2019 um 14:31 Uhr
Zustimmung zu: "Die Gold-Währung der Demokratie wurde gestern am Spieltisch im Neuwieder Stadtrat leichtfertig verzockt, im vollen Bewusstsein, trotz Vertagungsantrag von Ich Tu´s"
Aber auch deutlich:
Widerspruch zu den Aussagen rund um Ralf Seemann. Dazu möchte ich nicht geschwiegen haben!
#3 von Hildegard Luttenberger, am 09.11.2019 um 09:33 Uhr
Teil 2:
Nein sind sie nicht und dürfen es auch nicht sein, da bin ich ganz altmodisch. Was DIE GRÜNEN und mit Ihnen die anderen Ja-Sager im Stadtrat gestern an diesem schwarzen Donnerstag abgeliefert haben wird nur die Farbe Braun stärken. Für mich als GRÜNES Mitglied seit 1988 war und ist das Kapital „Kompetenz & Glaubwürdigkeit“ die einzige politische Währung die zählt. Diese Gold-Währung der Demokratie wurde gestern am Spieltisch im Neuwieder Stadtrat leichtfertig verzockt, im vollen Bewusstsein, trotz Vertagungsantrag von Ich Tu´s. Damit geht der Niedergang der Stadt in rasanten Schritten weiter, der notwendige Neuanfang ist verspielt!

Dietmar Rieth

-langjähriger Kreissprecher, langjähriger Fraktionsvorsitzender im
Stadtrat, langjähriger stv. Fraktionsvorsitzender im Landtag von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-
#2 von Dietmar Rieth, am 08.11.2019 um 18:32 Uhr
Teil 1:
Schockstarre und schreiende Stille war bei den ca. 200 anwesenden Gästen der Stadtratssitzung spürbar und hörbar als der Oberbürgermeister das Wahlergebnis verkündete. Einige schüttelten den Kopf und seufzten „oh mein Gott“. In den Reihen der Mitglieder der Stadtverwaltung war ungläubiges Staunen festzustellen. Weiter vorne im geschützten Kreis der Ratsmitglieder war der Jubel bei CDU/SPD/FWG/FDP und GRÜNEN groß, hatten sie doch im ersten Wahlgang ihr Ziel erreicht. Der Rest war formal.

Dieser schwarze Donnerstag wird in Neuwied in die Geschichte eingehen als ein Tag an dem DIE GRÜNEN ihre Glaubwürdigkeit verloren und die 31 zustimmenden Ratsmitglieder ihre Unschuld, weil sie wider besseren Wissens einen fachlich unqualifizierten und persönlich nicht integeren Kandidaten mit dem zweitwichtigsten Amt in der Stadt für 8 Jahre bestimmt haben. Wenn „Träume & Visionen & Eigeneinschätzung von Strukturiertheit und Verbindlichkeit“ ausreichend sind um einen Job mit 100.000 € Jahresgehalt in der Stadt Neuwied zu erhalten, fragen sich viele Eltern zu Recht: wozu schicken wir unsere Kinder auf die Schule und in die Ausbildung und ins Studium, wenn höchste Führungspositionen mit einer mehr als zweifelhaften Biografie und nicht nachweisebaren Qualifikationen ausreichend sind?
#1 von Dietmar Rieth, am 08.11.2019 um 18:32 Uhr

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