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Nachricht vom 09.10.2019    

Favorit und Herausforderer im Eishockey unter sich

Die Partie gegen die Dinslakener Kobras lag nicht einmal 30 Minuten hinter den Neuwieder Bären, da machte Carsten Billigmann bereits die Ansage für die nächsten Tage. Der EHC-Trainer kündigte seinen Spielern nach vier Siegen aus den ersten vier Saisonpflichtspielen eine „harte Trainingswoche" an. Denn das, was das dritte Regionalliga-Wochenende da bereithält für Spieler und Fans, ist das Beste, was die Liga zu bieten hat.

Noah Bruns (im blauen Trikot) und die Bären können sich auf ein umkämpftes Wochenende mit zwei Topspielen einstellen. Foto: Verein

Neuwied. Ein Spielplan, wie er fast zu schön ist um wahr zu sein, beschert dem EHC einen Heimspiel-Doppelpack gegen den haushohen Ligafavoriten und Lokalrivalen EG Diez-Limburg (Freitag, 20 Uhr) sowie den amtierenden Meister Herforder EV (Sonntag, 19 Uhr).

„Wir müssen sehen, dass wir unsere Neuwieder Tugenden aufs Eis bringen: körperbetontes, hartes Eishockey spielen. Aber auch Disziplin, wie wir sie in dieser Saison an den Tag legen. Vor dem gegnerischen Tor müssen wir jede Chance nutzen, die uns geboten wird", sagt Trainer Billigmann zum ersten Heimspiel des Wochenendes gegen die EG Diez-Limburg, die bislang wie ein Tornado durch die Liga stürmt, in drei Partien schon 25 Tore erzielte, Neuss, Hamm sowie Ratingen bezwang und unter den Top-Zehn der Scorerliste mit sieben Spielern vertreten ist.

Keine Überraschung für Billigmann und die anderen Regionalliga-Trainer, die sich einig sind, dass die Meisterschaft in dieser Saison nur über die Rockets führen kann. „Wenn man sieht, was in Diez mit finanziellen Möglichkeiten alles an Spielern angekarrt wurde, dann ist die Favoritenrolle geklärt. Aber das ist schon häufiger so gewesen, und wir haben trotzdem Derbys für uns entschieden. Das wird diesmal noch schwerer, aber nichts ist unmöglich", so der EHC-Coach. 2018/19 gingen drei der vier Derbys an Neuwied. „Aber die Diezer Mannschaft ist von der aus der letzten Saison in weiten Teilen nicht mehr zu vergleichen."

Auch beim in Herford hat sich im Sommer einiges verändert. „Wir haben jetzt drei starke Linien", ist sich Trainer Jeff Job sicher. „Sie zählen genauso wie wir zu den Herausforderern der EGDL in dieser Saison", rechnet Billigmann in beiden Spitzenspielen mit Eishockey auf Top-Regionalliga-Level. Dafür sprechen die bisherigen Ergebnisse und die Qualität der Kader.

Nach einer Achterbahnfahrt in der Saison 2018/19 mit einem Durchhänger zu Jahresbeginn und dem späteren Ausscheiden im Halbfinale gegen Hamm greifen die Raketen vom Heckenweg diesmal noch offensiver den Titel an. Die Runde 2019/20 scheint unter dem Motto „wenn nicht jetzt, wann dann?" zu stehen.

Frank Petrozza, Ende der 1990er-Jahre kurz vor der Insolvenz der Limburger EG selbst kurzzeitig an der Lahn auf dem Eis, kehrte als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück und bekam im Sommer ein Team zusammentransferiert, das von den Namen her das Beste ist, was die Regionalliga West seit Jahren sah. Kevin Lavallee war zuletzt noch Assistenz-Kapitän und Leistungsträger in der DEL2 bei den Heilbronner Falken, aus der gleichen Liga kam Torhüter Jan Guryca vom EC Bad Nauheim zur EGDL. Verteidiger Alexander Seifert bringt reichlich Oberliga-Erfahrung aus Leipzig mit und Kanada-Import Ross-John Reed erzielte in der Saison 2017/18 in 19 Partien 40 Tore für den Herforder EV, ehe sich die Ice Dragons vom Angreifer trennten. Hinzu kommen bekannte Leistungsträger wie Tobias Schwab oder Konstantin Firsanov.

Insgesamt beinhaltet der Kader der Diezer und Limburger die Erfahrung aus 275 DEL-, 1004 DEL2- und 1647 Oberligaspielen.

Bei Herford war der Gewinn von zwei Meisterschaften in Folge in großem Maße das Werk der ersten Angriffsreihe um Killian Hutt. Auf Hutt, den inzwischen für Diez stürmenden Reed und später Benjamin Skinner konnten sich die Drachen, die dreimal nach Gang den EHC Neuwied in den Play-offs ausschalteten, verlassen. Nichtsdestotrotz haben die Westfalen im Sommer in die Breite des Kaders investiert. Der Vorsitzende Uwe Johann spricht vom größten Umbruch der vergangenen Jahre. „Zuletzt war der Kader klein. Jetzt sind wir besser aufgestellt", sagt er unter anderem nach den Verpflichtungen von Florian Böhm (EG Diez-Limburg), Niels Hilgenberg (Lauterbacher Luchse), Damian Martin (Hannover Scorpions) und Jörn Weikamp (Harzer Falken). Torjäger Skinner wird an der Seite von Hutt und Ulib Berezovskij durch Guillaume Naud ersetzt, der auf eine Vergangenheit in der ECHL, der dritthöchsten nordamerikanischen Spielklasse hinter NHL und AHL, zurückblickt. „Wir sind schneller als in der letzten Saison, auch der Puck läuft jetzt schneller durch die Reihen", hat Trainer Job festgestellt.




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