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Nachricht vom 01.07.2019    

Dank Spenden „Leichter-Lesen-Bücher" in der Stadtbücherei

„Wortblindheit ist ein passender Begriff, um eine Lese-Rechtschreibschwäche zu beschreiben", sagte Carmen Warning. Sie ist die Initiatorin der Arbeitsgemeinschaft Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) innerhalb des Stadtelternrats in Bad Honnef. Dort war auch beschlossen worden, der Stadtbücherei zu spenden, damit ein entsprechender Medienbestand für Menschen mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche angeschafft werden kann, um beim Lernen zu unterstützen.

Die gespendeten Bücher im LRS-Bereich der Bad Honnefer Stadtbücherei machen neben allen Mühen beim Lesenlernen auch Spaß – v. l. Stefanie Schwingen (Stadtelternrat), Carmen Warning (Stadtelternrat – LRS-AG), Annegret Rössig (Stadtelternrat), Stephanie Eichhorn (Leiterin Stadtbücherei), Paul Friedrich (Lions-Club Bad Honnef), Annette Hillebrand (Vorsitzende Stadtelternrat). Foto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef. Als der Lions Club Bad Honnef davon erfuhr, legte er noch einmal die gleiche Summe dazu. Für 400 Euro hat die Leiterin der Stadtbücherei Stephanie Eichhorn jetzt einen eigenen Bereich eingerichtet. Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, aber auch Erwachsene, die die deutsche Sprache erst lernen, finden dort Bücher mit großer Schrift, großen Zeilenabständen, kurzen Sätzen oder Silben, die in unterschiedlichen Farben gedruckt sind.

Weil die Bücher leichter zu lesen sind, machen sie auch den Anfängerinnen und Anfängern mehr Spaß als so manch umfangreiches Werk, so dass sich der Lernerfolg schneller einstellt. Nicht nur reine Lehrbücher gibt es als „Leichter-Lesen-Bücher", sondern auch beliebte und bekannte Geschichten der Jugend- und Erwachsenenliteratur, die nacherzählt sind.

„Hier in der Stadtbücherei ist der Ort, wo alle die besonderen Bücher nutzen können, das ist ein perfekter Platz", sagte Stephanie Eichhorn. „Ich danke dem Stadtelternrat und dem Lions-Club Bad Honnef für ihre Spenden." Der Stadtelternrat hatte die LRS-AG gegründet, um Eltern zu sensibilisieren und sie im Falle eines Falles zu stärken. Zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen. Sie brauchen mehr Unterstützung und Hilfsmittel. Vielleicht fungiert die Stadtbücherei Bad Honnef auch als Vorbild für andere Büchereien, damit auch die einen entsprechenden Bestand einrichten. Das jedenfalls hofft Carmen Warning vom Stadtelternrat.

Das Regal mit den Büchern für Menschen mit Lese-Rechtschreibschwäche darf auch durchaus noch wachsen. Bücher dazu, die ja oft nach einmaligem Lesen nicht mehr gebraucht werden, können in der Stadtbücherei abgegeben werden. Natürlich hat die Stadtbücherei auch einen großen Bestand an Lesestoff für den Grundschulbereich. Carmen Warning sagte: „Wichtig ist, dass mit dem LRS-Bestand in der Stadtbücherei ein Platz der wirklichen Teilhabe aller Kinder geschaffen wurde. Und vielleicht nutzen die Schulen das Angebot auch."



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