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Nachricht vom 23.05.2019 - 19:55 Uhr    

Wasserversorgung: Engerser Feld trotzt auch langen Sommern

Während sich das Umweltministerium Sorgen um die landesweite Versorgung mit Trinkwasser macht, gibt Landrat Achim Hallerbach für den Bereich des Kreiswasserwerks Neuwied eine klare Entwarnung: „Selbst bei einem andauernden Sommer ohne Niederschläge sind dort alle Städte und Gemeinden sehr gut versorgt. Das Engerser Feld hat ausreichende Reserven.“

Während sich das Umweltministerium Sorgen um die landesweite Versorgung mit Trinkwasser macht, gibt der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach für den Bereich des Kreiswasserwerks Neuwied eine klare Entwarnung. Foto: KV Neuwied




Neuwied. Das Ministerium begründete seine Sorge mit einer um „20 bis 25 Prozent“ reduzierten Grundwasserbildung. Die Niederschläge von November bis April seien deutlich unter den langfristigen Werten geblieben, hieß es aus Mainz. Hallerbach weiß um die Wasserknappheit, die im langen Sommer des vergangenen Jahres in vielen Regionen zu einem Engpass in der Förderung geführt hatten: „Für das Kreiswasserwerk konnten dagegen problemlos 200.000 Kubikmeter mehr aus den Gewinnungsanlagen gefördert werden als im Jahr zuvor.“

Das dies so ist, liegt am Engerser Feld: „Es ist das größte Trinkwasserreservoir im nördlichen Rheinland-Pfalz.“ Dort gibt es ausreichende Grundwasservorkommen, so der Landrat: „Gefördert wird aus 20 Meter tiefen Brunnen. Davon führen 12 Meter Wasser. Wenn es mehrere Wochen nicht regnet, wie im extremen Sommer des vergangenen Jahres, sind es gerade mal 30 bis 50 Zentimeter weniger. Das hat sich inzwischen schon wieder normalisiert wie in normalen Förderjahren.“

Aus dem Engerser Feld pumpen von Block aus vier Tiefbrunnen das Wasser in die Hochbehälter des Kreiswasserwerks. „Die von der oberen Wasserbehörde genehmigten 4,2 Millionen Kubikmeter schöpfen wir nicht annähernd aus. Wir liegen im Schnitt bei 3,6 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Für die Gemeinden, die wir über das Kreiswasserwerk versorgen, gibt es also genug Wasser.“ Verschwenderisch solle man dennoch nicht mit dem Lebensmittel Nummer 1 umgehen: „Der bewusste und sorgsame Verbrauch sollte in trockenen oder normalen Jahren selbstverständlich sein.“

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