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Nachricht vom 23.05.2019 - 19:26 Uhr    

Stadtwerke werden ein Hauptsponsor des Schlosstheaters

Die Stadtwerke Neuwied (SWN) werden zu einem der Hauptsponsoren des Schlosstheaters Neuwied. Insbesondere der Ausbau der Theaterarbeit für Kinder und Jugendliche soll unterstützt werden. Rund 90.000 Besucher hat die Landesbühne Rheinland-Pfalz jährlich im Schlosstheater. Davon sind aktuell knapp 20.000 Kinder und Jugendliche. Die Landesbühne will mit der Initiative „Junges Schlosstheater Neuwied“ des neuen Intendanten Lajos Wenzel auf verschiedenen Wegen mehr junge Menschen - und deren Eltern - für das Theater in Neuwied begeistern.

Lajos Wenzel (m.) kann als neuer Intendant des Schlosstheaters durch das Sponsoring der Stadtwerke Neuwied die Kinder- und Jugendarbeit ausbauen. Der Vorsitzende des Theaterrats, OB Jan Einig (r.), freut sich mit SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach, dass das Theater, die Kultur und damit auch die Stadt Neuwied gestärkt werden. Foto: SWN

Neuwied. Abonnements für verschiedene Altersklassen, neue Kurse und Vermittlungsangebote sollen künftig junge Menschen früh und dauerhaft für das Theater begeistern. Der Sponsorenvertrag sieht vor, diese Arbeit drei Jahre lang mit je 50.000 Euro zu unterstützen, mit der Option auf eine Verlängerung von zwei Jahren.

Der Vorsitzende des Theaterrats der Landesbühne, Oberbürgermeister Jan Einig, sieht in der Unterstützung der SWN eine Chance, dem Schlosstheater neue Impulse zu geben: „Die Besucherzahlen, das Ansehen und die Anerkennung des Schlosstheaters sind nach wie vor sehr gut. Viele Menschen kommen wegen des Schlosstheaters nach Neuwied.“ Aber auch das Theater verändere sich kontinuierlich: „Um das Angebot zu verändern, zu erneuern und voranzubringen, muss man sich neue Kooperationen erschließen. Ich bin froh, dass die SWN als kommunaler Betrieb immer wieder Verantwortung übernimmt und wichtige Einrichtungen in und für Neuwied unterstützt.“

Unter dem Stichwort „Junges Schlosstheater“ hat Intendant Wenzel die neuen Abonnements für Kinder und Jugendliche bereits für die Spielzeit 2019/2020 eingerichtet. Mit der Landesbühne will er das Angebot in den nächsten Jahren deutlich ausbauen: „Für zeitgemäßes Theater für kleine Kinder, aber auch für theaterpädagogische Angebote brauchen wir zukünftig einen eigenen Raum.“ Darüber hinaus werden Materialien benötigt, um die neuen Angebote bei den Zielgruppen platzieren zu können.

Ganz wichtig ist dem Bühnenchef eine Theaterpädagogin: „Qualitativ hochwertiges Kinder- und Jugendtheater und qualifizierte Vermittlungsarbeit gehören zusammen und sind essenzielle Säulen eines zukunftsorientierten Theaters.“ Das Schlosstheater sieht er bei dieser Aufgabe nicht als Insel: „Die Landesbühne ist seit neustem Mitglied der Assitej, der internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. Künstlerischer Austausch, Qualifizierung und Vernetzung werden neue Impulse geben.

Außerdem intensivieren wir in dem Bereich den Austausch mit dem Landesverband für Professionelles freies Theater in Rheinland-Pfalz und nicht zuletzt wollen wir den direkten Kontakt zu Pädagogen in und um Neuwied aufbauen. Lehrerstammtische, Materialmappen, Projektklassen werden nach und nach zu den verschiedenen Stücken des Jungen Schlosstheaters angeboten.“

Der pädagogische Ansatz stieß auch bei SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach so-fort auf große Resonanz: „Der Schwerpunkt einer intensiven Kinder- und Jugendarbeit passt zu unserem bisherigen Engagement.“ Das Theater passe ideal in das bisherige Marketingkonzept, mit dem Vereine und Ehrenamt unterstützt werden. Auch der Zoo gehört seit zwei Jahren zu den Kooperationspartnern, die von den SWN gesponsert werden: „Uns unterscheidet von anderen, dass wir Kundenbindung und -gewinnung nicht fürs Unternehmen oder Investoren betreiben, sondern stets den Benefit für unsere Stadt im Auge haben.“

Einig, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der SWN ist, und Herschbach sehen in dem Konzept von Lajos Wenzel nicht nur einen Gewinn für Neuwied als Kulturstandort. „Gute Jugendarbeit ersetzt an vielen Stellen auch die Sozialarbeit“, so Einig. Und Herschbach ist sicher: „Vieles spielt sich bei den Jugendlichen in den Sozialen Medien ab, durch Kanäle wie Facebook, Instagram oder YouTube.“ Doch das Theater habe von seiner Faszination nichts verloren: „Wenn dann noch das eigene Kreieren und Präsentieren hinzukommt, ist das wie in den neuen Medien. Nur direkter, unmittelbarer und intensiver.“



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