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Nachricht vom 01.09.2017    

Tourismus im Landkreis Neuwied – Wie sieht die Zukunft aus?

Freizeit und Lebensqualität werden zunehmend wichtiger im Wettbewerb um Einwohner, Mitarbeiter und Unternehmen. Der Tourismus ist daher ein nicht zu unterschätzender Wirtschafts- und Standortfaktor. Dies wurde im Rahmen einer Infoveranstaltung im Hotel zur Post in Waldbreitbach deutlich, zu der CDU-Kreisverband Neuwied eingeladen hatte.

Eine angeregte und intensive Diskussion über die Zukunft des Tourismus im Landkreis Neuwied führten die Referenten und Teilnehmer (v.l.n.r.) Achim Hallerbach, Ellen Demuth, Christoph Hoopmann, Werner Klöckner, Christian Robenek und Viktor Schicker. Foto: CDU

Neuwied. Der Bürgermeisterkandidat der künftig fusionierenden Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, Christian Robenek, führte durch das Programm und begrüßte als Referentin die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Sie berichtete über die Aufnahme ihrer Arbeit als Vorsitzende der Enquete-Kommission “Tourismus als starker Wirtschafts- und Standortfaktor in Rheinland-Pfalz“.

Weiterhin referierte der Vorsitzende des Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V. und gleichzeitiger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun über die aus seiner Sicht vorhandenen Perspektiven des Tourismus für den ländlichen Raum. „Tourismus ist nicht nur ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein harter Standortfaktor für das Leben, Wohnen und Arbeiten gerade im ländlichen Raum“, so Werner Klöckner. „Er ist ein Stabilisator und Motor der Regionalentwicklung. Die regionale Wertschöpfung wird durch ihn enorm gesteigert. Und schließlich leistet er in betroffenen Regionen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels“, so Klöckner weiter.

Der Geschäftsführer der Westerwald Gäste-Service e.V., Christoph Hoopmann stellte die künftige Strategie der Westerwald-Touristik vor. Er forderte: „Wir müssen ein gemeinsames Netzwerk schaffen, in dem alle, die am Tourismus direkt oder indirekt partizipieren, an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen.“

Schließlich stellte der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach ein praktisches Instrument der Tourismusförderung vor, das seit 1. April im Raum des gesamten Verkehrsverbundes Rhein-Mosel eingeführte Gäste-Ticket. „Mit diesem Ticket“, so Achim Hallerbach, „haben unsere Gäste die Möglichkeit, im gesamten Verbundgebiet den Nahverkehr kostenlos zu nutzen. Es gilt für die Dauer des gesamten Urlaubsaufenthalts.

Ich würde mich freuen, wenn künftig möglichst viele Beherbergungsbetriebe ein solches Ticket anbieten. Unsere Gäste können damit ihr Auto stehen lassen und umweltfreundlich und bequem Bus und Bahn nutzen“, so der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach weiter. Ebenfalls formulierte er seine Ziele für eine künftige touristische Entwicklung des Landkreises. Dazu zählen Geotourismus, Gesund-Land Rhein-Wied-Westerwald, touristisches Verkehrskonzept, regionale Produkte und das Stärken und Ausbauen von Gastronomie und Destinationen.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde wurde deutlich, wie stark das Thema Tourismusförderung interessiert und wo gerade auch bei der Gastronomie der Schuh drückt. Deren Vertreter forderten ein stärkeres finanzielles Engagement von Seiten der Politik zum dauerhaften Erhalt der Betriebe. Tenor: „Wir brauchen keine teuren Dachmarkenkonzepte, wir brauchen zuerst eine funktionierende Struktur!“. Denn ohne Gastronomie bleiben die Gäste aus und das Gastgewerbe wird weiter geschwächt.


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Kommentare zu: Tourismus im Landkreis Neuwied – Wie sieht die Zukunft aus?

1 Kommentar

Ich sehe im Mo.ent nur wie sich Herr Robenek mit seinem Rat aus dem Tourismus Geschäft verabschiedet. Die Schließung des Monte Mare dürfte nicht zu kompensieren sein. Die Angst vor Expansion lähmt wohl die Rengsdorfer. Wieso hat man Angst vor 60 Wohneinheiten? 60 × potentielle Steuerzahler wegbremsen ? Muss man sich auch mam leisten können.
#1 von Jürgen F., am 01.09.2017 um 18:03 Uhr

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