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Nachricht vom 18.08.2017    

Elfter Empfang der Wirtschaft im Kreis Neuwied in Food Akademie

Zum elften Mal trafen sich über 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum „Empfang der Wirtschaft im Landkreis Neuwied". Gastgeber war in diesem Jahr die Food Akademie in Neuwied. Den wenigsten ist bekannt, dass sie seit über 80 Jahren bundesweit die einzige Branchenfachschule des deutschen Lebensmitteleinzelhandels ist.

Der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft Rudolf Röser begrüßte. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Rudolf Röser, Vorsitzender Kreishandwerksmeister, betonte in seinem Grußwort, dass die Rahmenbedingungen im Kreis Neuwied gut sind und die Wirtschaft bereits seit einiger Zeit auf hohem Niveau läuft. Verkehrstechnisch sieht er den Kreis in einer hervorragenden Lage. An die Politiker appellierte er: „Auf die Anregungen aus der Wirtschaft sollten auch deren Umsetzung erfolgen.“ Röser ging auch auf den Fachkräftemangel ein. „Der Wirtschaft fehlen vielerorts Azubis und Fachkräfte. Dies wird eine große Aufgabe für die nächsten Jahre. Wir müssen die Nachwuchskräfte gewinnen“, sagte Röser an die Gäste gerichtet.

Es schloss sich eine Podiumsdiskussion zum Thema der dualen beruflichen Ausbildung an. Unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Beck von der Hochschule Koblenz diskutierten Gastgeber Thorsten Fuchs, der Direktor der Food Akademie, Andreas Gutt von der REWE-Gruppe und Jens Kettler, Geschäftsführer der Edeka Juniorengruppe e.V.. Alle Podiumsteilnehmer berichteten von offenen Stellen und dem um sich greifenden Phänomen, das Azubis trotz unterschriebenem Vertrag einfach am 1. August nicht erscheinen.

„Gerade die Angebote zur beruflichen Aus- und Fortbildung, wie zum Beispiel im Einzelhandel der Handelsfachwirt sind sehr gefragt und bringen die Absolventen nach vorne, weil die Angebote aus der Praxis entwickelt werden und so sehr gut auf Führungspositionen in der Praxis vorbereiten", erklärte Thorsten Fuchs.

Kettler beobachtet mit Sorge ein gesellschaftliches Problem, dass die Jugendliche, die in die Ausbildung kommen, immer weniger können. Die Wirtschaft müsse zunehmend den Azubis grundlegende Dinge beibringen. „Wir müssen den jungen Leuten erstmal erklären, dass beim Besen die Borsten nach unten gehören“, brachte es Kettler auf den Punkt. Weiterhin bemängelte er die andauernde Noteninflation auf allen Ebenen. „Die Einserabiture haben sich in den letzten Jahren teils verzehnfacht“, sagte Jens Kettler.

Prof. Beck fragte zum Abschluss der Diskussionrunde, welchen Wunsch die Teilnehmer an die Politik hätten. Kettler fand wieder deutliche Worte: „Power und lasst die Wirtschaft auch einfach mal arbeiten. Treibt nicht alle fünf Minuten eine neue Sau durch das Dorf. Was gut ist, sollte man auch mal laufen lassen.“ Gutt sagte: Bildung muss unabhängig vom Wohnort und dem Einkommen des Elternhauses sein.“ Gastgeber Fuchs: „Bildung sollte bei den Parteien weiter nach oben rücken.“

Der Vorsitzender des IHK-Beirates für den Landkreis Neuwied, Dr. Kai Rinklake, bedankte sich in seinem Schlusswort beim Team der Food Akademie und des Food Hotels für die Ausrichtung des Empfangs. „Der Empfang der Wirtschaft ist ein gesellschaftliches Ereignis im Kreis Neuwied und zeigt, dass der Wunsch nach Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung ungebrochen hoch ist. Nutzen Sie diese Möglichkeit zum Austausch", sagte Dr. Rinklake mit Blick auf den Superwahlsonntag am 24. September, wenn im Kreis Neuwied nicht nur über die Zusammensetzung des Bundestages, sondern auch über den Landrat, den Neuwieder Oberbürgermeister und die Verbandsbürgermeister in Asbach und in der fusionierten Verbandsgemeinde Rengsdorf/Waldbreitbach über Bürgermeister und Gremien entschieden wird. (woti)


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