Werbung

Nachricht vom 25.05.2017    

Ferienjobs: Ab wann müssen Steuern gezahlt werden

Schüler und Studenten stehen vor den Ferien, und die werden oft genutzt um Ferienjobs anzunehmen. Da wird Geld verdient um so manchen leeren Geldbeutel aufzufüllen. Steuern werden dabei auch fällig. Nun gibt es einen gemeinsamen Info-Aktionstag der Finanzämter in Rheinland-Pfalz und der Steuerberaterkammer.

Symbolfoto

Region. Für die meisten Schüler und Studenten sind die Sommerferien die schönste Zeit des Jahres. Viele nutzen die Zeit auch, um ihr erstes eigenes Geld zu verdienen oder ihr Taschengeld aufzubessern. „Schüler und Studenten müssen in der Regel Steuern auf den Lohn ihres Ferienjobs zahlen. In den meisten Fällen können sie sich jedoch die Steuer im nächsten Jahr durch die Abgabe einer Einkommensteuererklärung vom Finanzamt erstatten lassen. Letztendlich bleiben so die meisten Ferienjobs steuerfrei“, erklärte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen in einer Pressemitteilung.

Um Auskunft darüber zu geben, ob für den Ferienjob Lohnsteuer anfällt, diese vom Finanzamt wieder erstattet wird, ob der Ferienjob sich am Ende sogar auf das Kindergeld der Eltern auswirkt und vieles mehr, veranstaltet die Info-Hotline der Finanzämter einen Aktionstag.

Dieser findet am Donnerstag, 1. Juni, statt. Unter der Rufnummer 0261-20 179 279 stehen in der Zeit von 8 Uhr bis 17 Uhr Finanzbeamte für Fragen zur Verfügung. Ab 13 Uhr werden sie unterstützt von Steuerberaterin Waltraud Dell aus Nister, Mitglied der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz.

Sobald Schüler oder Studenten mehr als 1.000 Euro im Monat verdienen, zahlen sie in der Steuerklasse I Lohnsteuer. Die einbehaltene Lohnsteuer wird nach Ablauf des Kalenderjahres vom Finanzamt wieder erstattet, wenn das gesamte Einkommen eine bestimmte Höhe nicht übersteigt und eine Steuererklärung abgegeben wurde.



Beispiel:
Ein 18-jähriger Schüler arbeitet im Juli und August des Jahres 2017 und erhält monatlich 1.500 Euro brutto. Der Lohnsteuerabzug erfolgt nach Steuerklasse I. Der Arbeitgeber behält Lohn- und (ggf.) Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag für zwei Monate in Höhe von 162,60 Euro ein. Bis zu einem Jahresarbeitslohn von 9.860 Euro (Grundfreibetrag 8.820 Euro, Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.000 Euro, Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 Euro), fällt keine Einkommensteuer an. Die Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag wird in voller Höhe erstattet, soweit keine weiteren Einkünfte zu versteuern sind. Hierzu muss nach Ablauf des Kalenderjahrs 2017 beim Finanzamt eine Steuererklärung abgeben werden.

Grundsätzlich müssen Schüler und Studenten zu Beginn des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitgeber Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum mitteilen. Dies benötigt der Arbeitgeber, um die individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale abzurufen und eventuell abzuziehende Lohnsteuer zu ermitteln.

Eine andere Regelung gilt bei Minijobs (maximal 450 Euro im Monat). Hier werden die Steuern und Sozialabgaben meist pauschal durch den Arbeitgeber bezahlt. Nähere Informationen erteilt die Minijobzentrale unter www.minijob-zentrale.de.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Halbseitige Sperrung und Ampelregelung im Sohler Weg ab 13. Juli

Im Sohler Weg in Neuwied müssen sich Verkehrsteilnehmer ab Mitte Juli auf Behinderungen einstellen. Aufgrund ...

Feuerwehr Neustadt blickt auf arbeitsreichen Juni mit 19 Einsätzen zurück

Für die Freiwillige Feuerwehr Neustadt war der Juni von zahlreichen Einsätzen und weiteren Aufgaben geprägt. ...

Mehr als 200.000 Junglachse stärken die Bestände im Rheinsystem

Mit dem Besatz von Junglachsen setzt die SGD Nord die Wiederansiedlung des Lachses in heimischen Gewässern ...

Ärger über E-Scooter-Fahrer in Neuwied: Polizei nimmt Beschwerden ernst

Seit 2019 sind E-Scooter in Deutschland zugelassen. Während sie sich einerseits großer Beliebtheit als ...

Kammermusikakademie des ukrainischen Jugendorchesters startet Konzertreihe

Zum vierten Mal ist die Kammermusikakademie des Jugendsymphonieorchesters der Ukraine im Juli an der ...

SPD will Wasserpark-Areal in Feldkirchen für Kinder wiederbeleben

In Feldkirchen hat sich die SPD mit den örtlichen Pfadfindern getroffen, um über die Zukunft des brachliegenden ...

Weitere Artikel


Egerländer spielten Jahrhunderthits der Blasmusik

Es war ein Konzert der Spitzenklasse, insbesondere für Freunde der Egerländermusik. Kenner der Musikszene ...

Verkehrserziehung in der Römer-Welt Rheinbrohl

Mit Informationen rund um das Thema „Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I „ beschäftigten sich 16 ...

Schwerer Motorradunfall auf der L 257

Am Donnerstagnachmittag, den 25. Mai gegen 17:30 Uhr wurde der Polizei in Linz ein Verkehrsunfall mit ...

Bauernverband begrüßt die Verlängerung Glyphosatzulassung

Die EU-Kommission kündigte an, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für die nächsten zehn Jahre zuzulassen. ...

Kids der Hermann-Gemeiner-Schule wurden zu Stars in der Manege

Der „1. Ostdeutsche Projektzirkus Andre Sperlich“ war zu Gast an der der Hermann-Gemeiner-Schule in Großmaischeid. ...

Landjugendakademie Altenkirchen vertritt Rheinland-Pfalz

Die Evangelische Landjugendakademie ist für das Bundesland Rheinland-Pfalz als Bildungsträger im Netzwerk ...

Werbung