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Nachricht vom 15.02.2017    

Runder Tisch zu Flüchtlings-Bildungschancen in Neuwied

Momentan leben allein im Landkreis Neuwied etwa 3000 Flüchtlinge, unter ihnen eine Vielzahl an schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Um ihnen eine gute Job-Perspektive hier in Deutschland zu ermöglichen, müssen viele Verantwortliche zusammenarbeiten. Das ist auch eines von Dr. Martin Corrells Zielen, der seit Oktober vergangenen Jahres in der Kreisverwaltung Neuwied als Bildungskoordinator für Neuzugewanderte arbeitet.

Von rechts nach links: Studiendirektorin Katja Zimmermann von der BBS 1 in Mainz und Dr. Martin
Correll, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte im Kreis Neuwied, informierten über Möglichkeiten der passgenauen Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Foto: Privat

Neuwied. Seiner Einladung zu einem Runden Tisch folgten diese Woche etwa 40 Schulleiter und Lehrer von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie Verantwortliche der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). In der Aula der Berufsschule des Heinrich-Hauses (BBS Heinrich-Haus) kamen sie zusammen, um zu diskutieren, wie alle Bildungsangebote zu koordinieren sind. Hierbei geht es vor allem darum, dass eine sinnvolle Verteilung der Jugendlichen an alle Schulen und Schularten erfolgt, aber auch individuell geprüft wird, ob die jungen Flüchtlinge bereits sprachlich und schulisch fit genug für eine Ausbildung sind oder noch während eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) intensiv Deutsch lernen müssen. Solche sogenannten Sprach-BVJ (BVJ-S) gibt es unter anderem im Heinrich-Haus, aber auch an der Alice-Salomon-Schule. Denn darin sind sich alle Beteiligten einig: Die jungen Frauen und Männer aus so verschiedenen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Pakistan oder auch Somalia müssen ein gutes Sprachniveau erreichen, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können.



In Mainz gibt es bereits seit zwei Jahren eine solche Organisationsstruktur. Katja Zimmermann, die unter anderem dafür an einer Mainzer Berufsschule zuständig ist, berichtete von ihren Erfahrungen, was die Zuhörer interessiert verfolgten. Im Anschluss daran diskutierten Schulleiter und Lehrer gemeinsam mit Dr. Martin Correll, ob und wie ein solches Modell im Landkreis ebenfalls eingeführt wird. Alle waren sich einig, dass die neu zugewanderten Schüler einen guten Übergang von den allgemeinbildenden Schulen zu den Berufsschulen brauchen. Im Herbst wollen sich die Teilnehmer des Runden Tisches wieder treffen und erste Ergebnisse vorstellen.


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