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Nachricht vom 10.12.2016    

Fusion: VG-Rat Dierdorf bereitet Weg für Sondierungsgespräche

In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates in Dierdorf stand unter anderem die Kommunal- und Verwaltungsreform auf der Tagesordnung. Nach längerer Diskussion war der Rat bei sechs Gegenstimmen der Meinung mit Puderbach Sondierungsgespräche aufzunehmen. Wollte es aber nicht als Fusionsverhandlungen verstanden wissen.

Foto: Wolfgang Tischler

Dierdorf. „Wir werden nicht umhinkommen vor der zweiten Stufe der Verwaltungsreform uns einen Partner zu suchen“, teilte Bürgermeister Horst Rasbach seinem Rat mit. In der Oktobersitzung hatte Rasbach bereits über die Mainzer Pläne informiert.> Rasbach zeigte zwei Szenarien auf: „Es besteht derzeit noch kein Handlungsbedarf, insofern könnten wir abwarten, bis wir zu einer Fusion aufgefordert werden. Die zweite Möglichkeit ist, wir sprechen mit Puderbach und tauschen Zahlen, Fakten und Daten aus. Ziel der Prüfung ist es, ob Puderbach als Fusionspartner für uns in Frage kommt.“

Rasbach, der dafür plädierte, „die Hände nicht in den Schoß zu legen“, wollte von seinem Rat einen Auftrag haben, damit die Verwaltung in Gespräche mit Puderbach eintreten kann. Rosi Schneider meinte für die SPD-Fraktion: „Wir halten es für sinnvoll, das Fakten erhoben werden, damit wir eine Fusionsentscheidung beurteilen können. Wir kennen zwar Puderbach, aber doch nicht im Detail. Eckpunkte wären sinnvoll.“ Philipp Rasbach ergänzte: „Wir wollen keine Zwangsfusion, wir sollten gut beraten sein zu reden, um nicht hinterher getrieben zu werden.“

Rolf Scheyer von der FWG sah es ähnlich: „Eine Zwangsfusion ist das Schlechteste aller Dinge. Erst einmal sollten sich die Kämmerer zusammensetzen. Wir wollen keine Zeit verschenken, sonst geraten wir unter Druck.

Völlig anders sah es Hans-Dieter Spohr (CDU): „Vorauseilender Gehorsam ist das falsche Signal. Wir sollten warten bis wir aufgefordert werden. Ich sehe, dass die Verbandsgemeinde Dierdorf der Verlierer ist. Wenn ich dies weiß, dann gehe ich nicht in den Ring.“ Parteikollege, Stadtbürgermeister Thomas Vis, sah dies nicht so: „Wir sollten uns Informationen holen, die Entscheidung wird später getroffen.“ Ähnlich sah es der CDU-Fraktionssprecher Markus Wagner: „Puderbach ist nicht unserer geborener Fusionspartner. Wir sollten uns auch weitere Optionen offenhalten. Wir möchten kein Signal aussenden, dass in Richtung Puderbach läuft.

Für die FDP sagte Ulrich Schreiber: „“Wir sollten im Rat beschließen in Richtung Fusion zu marschieren. Wir wollen Fakten haben und dann entscheiden.“ Letztlich war der Rat der Meinung, dass sie heute keine Entscheidung pro Fusion mit Puderbach treffen wollen und es jetzt um reine, ergebnisoffene Sondierungsgespräche gehen soll. Für diesen Konsens gab es eine breite Zustimmung. Sechs Ratsmitglieder stimmten gegen die Aufnahme von Gesprächen. (woti)


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