Werbung

Nachricht vom 24.11.2016    

Gesundheitskonferenz befasste sich mit Präventionsgesetz

„Das Präventionsgesetz – was können wir gewinnen?“ lautete das Thema der Gesundheitskonferenz, zu welcher das Kreisgesundheitsamt eingeladen hatte. Der 1.Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Achim Hallerbach konnte über 70 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Schule, Arbeitswelt, Pflege und Heim begrüßen.

Das fachkundige Referententeam (von links nach rechts): Axel Clever, Dr. Christoph Heidrich, Thomas Stahl, Helmut Hafemann, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Beate Kölb, Peter Hermann, 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und Moderatorin Inge Michels. Foto: Privat

Neuwied. In seiner Einführung machte er deutlich, dass sowohl der Landkreis als auch die vielen anwesenden Institutionen bereits seit Jahren in der Gesundheitsförderung und Prävention aktiv sind. Bei der Kreisverwaltung engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Beispiel aus dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt mit vielfältigen Angeboten und auch in Projekten und Gremien. Als Beispiele nannte er das Demenznetzwerk, die Jugendzahnpflege, den Bereich „Frühe Hilfen“ und die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit.

Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich durch das Präventionsgesetz neue Wege der Zusammenarbeit des öffentlichen Gesundheitswesens und der Akteure aus dem Kinder- und Jugendbereich, dem Bildungsbereich, der Arbeitswelt und dem Senioren- und Pflegebereich zum Nutzen aller Bevölkerungsgruppen entwickeln. Besonders wichtig sei es, mit nachhaltigen Projekten auch sozial benachteiligte Gruppen zu erreichen.

Als erster informierte Helmut Hafemann, Projektleiter der Landeszentrale für Gesundheitsförderung, über das Zustandekommen des Präventionsgesetzes, dessen Struktur und Inhalte, die nationale Präventionsstrategie, die Landesrahmenvereinbarung und die Unterstützungsmöglichkeiten der Landeszentrale bei der Umsetzung des Gesetzes. Im Namen der LZG machte er den Anwesenden, insbesondere dem Kreis Neuwied das Angebot, die vielfältigen Erfahrungen der LZG beim Konzipieren, Durchführen und Auswerten von Projekten zu nutzen.

Im Folgenden stellten die Kostenträger des Präventionsgesetzes, die Sozialversicherungsträger, ihre Institutionen und Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention vor. Thomas Stahl, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der AOK-Rheinland-Pfalz/Saarland, berichtete, dass die AOK als größte Krankenversicherung in Rheinland-Pfalz mit einem dichten Netz an Beratungsstellen und 70 Präventionsfachkräften eine Vielzahl an Kursangeboten und Projekten bietet und schon jetzt, wie es das Präventionsgesetz vorsieht, in den Lebenswelten Kita, Schule und Arbeitswelt aktiv ist.

Peter Hermann, Vertreter der Deutschen Rentenversicherung, wies darauf hin, dass sich die Deutsche Rentenversicherung nicht nur mit den Themen Rente, Altersversorgung, Firmenbetreuung und Reha beschäftigt, sondern ihren knapp 1,5 Million Versicherten im Land auch Präventionsangebote macht. Die Angebote richten sich insbesondere auch an gesunde Mitarbeiter und haben das Ziel, die psychische und physische Gesundheit zu erhalten und zu stärken. Er gestand ein, dass dies bei vielen Arbeitnehmern unbekannt ist.

Für die IKK Süd-West stellte Axel Clever, Projektleiter Gesundheitsförderung, deren Angebote nach dem Präventionsgesetz vor. Das Referat Gesundheitsförderung der IKK mit seinen regionalen Kompetenzteams kümmert sich nicht nur um betriebliche Gesundheitsförderung, sondern ist auch in den nichtbetrieblichen Lebenswelten, den Kommunen, den Kitas und den Schulen aktiv. In der Zukunft soll dann auch mithilfe eines neu erstellten Leitfadens die Lebenswelt „Pflege“ einbezogen werden.

Als letzter Redner stellte Dr. Christoph Heidrich, stellvertretender Abteilungsleiter Prävention, die Arbeit der Unfallkasse Rheinland-Pfalz vor. Die Unfallkasse ist zuständig für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes und der öffentlichen Bildungseinrichtungen. Interessant war, dass kaum einer der anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer wusste, bei wem er oder sie unfallversichert ist und dass der Beitrag für die Unfallversicherung komplett vom Arbeitgeber getragen wird. Für Dr. Heidrich war es wichtig, auf die Verknüpfung von Arbeitsschutz und Prävention hinzuweisen.

Anschließend nutzten die Anwesenden die Möglichkeit, den Referenten Fragen zu stellen und auch persönlich mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Unter anderem wurde die fehlende Einbeziehung von Senioren kritisiert. Ebenfalls wurde angeregt, bei der Umsetzung des Präventionsgesetzes auch an das Thema Flüchtlinge zu denken.

Das Gesundheitsamt hofft, dass die Gesundheitskonferenz der Auftakt für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Akteuren aus den verschiedenen Lebenswelten und den Sozialversicherungen ist. Ziel aller Akteure sollte sein, die Möglichkeiten des Präventionsgesetzes sinnvoll zu nutzen, um für alle Menschen im Landkreis Neuwied innovative und nachhaltige Projekte zu sichern und in verschiedenen Lebenswelten neue zu entwickeln.


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!


Kommentare zu: Gesundheitskonferenz befasste sich mit Präventionsgesetz

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


BMW knallt auf hinter Pannenfahrzeug stehenden PKW – ein Schwerverletzter

Am Mittwoch, 22. Januar um 6:51 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 42 in Neuwied ein schwerer Verkehrsunfall. Ein BMW-Fahrer hatte ein Pannenfahrzeug und einen dahinter stehenden Polo zu spät erkannt und verursachte einen Unfall. Der Polofahrer wurde dabei schwer verletzt.


Wirtschaft, Artikel vom 21.01.2020

In Urbach entsteht PV-Anlage mit 15.000 Modulen

In Urbach entsteht PV-Anlage mit 15.000 Modulen

Die FEH Bauwerk GmbH, eine Tochtergesellschaft von der Unternehmensgruppe Frankfurt Energy Holding GmbH, beabsichtigt, auf den in dem nachstehenden Lageplan bezeichneten Flächen, die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage („PV-Anlage“) mit einer Leistung von etwa sechs Megawatt Peak (MWp) auf der Fläche zwischen BAB 3 und ICE-Trasse in der Ortsgemeinde Urbach vorzunehmen.


Landesregierung will einmalige Straßenausbaubeträge abschaffen

Die rheinland-pfälzische Ampel-Koalition will die umstrittenen einmaligen Straßenausbaubeiträge abschaffen. Das berichtet der Landesdienst der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Demnach stellten SPD, FDP und Grüne Details eines Entwurfs zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes vor.


FDP zeichnet Ingrid Runkel und Ulrike Puderbach aus

Der FDP-Amtsverband Rengsdorf-Waldbreitbach hat die Kommunalpolitikerin Ingrid Runkel und die Autorin Ulrike Puderbach für ihren Einsatz für besseres Schulessen ausgezeichnet. Erst vor wenigen Wochen haben die beiden Frauen ihr neues Projekt fertiggestellt: Im Rhein-Mosel-Verlag erschien ihr gemeinsames Kinderbuch „Vitaminzwerg und Kräuterkobold – Die natürliche Gesundheitspolizei“.


Modellbauausstellung begeisterte im Berufsbildungswerk

Nicht nur Züge verschiedener Spurweiten fuhren auf der gut besuchten Benefiz-Modellbauausstellung am 18. und 19. Januar im Berufsbildungswerk (BBW) Heimbach-Weis. Auch Panzer, Bagger, Schiffe, Flugzeuge und sogar Sägen und ganze Dioramen erwachten zum Leben und sorgten für manch erstaunenden Moment. 7.000 Euro wurden für Kinderhospize gesammelt.




Aktuelle Artikel aus der Region


Wunschliste der Tiere erfüllt - ein tierisches Dankeschön

Neuwied. Den ganzen Dezember über konnten Geschenke auf einer Internetseite ausgesucht und bestellt werden. Von Dingen für ...

BMW knallt auf hinter Pannenfahrzeug stehenden PKW – ein Schwerverletzter

Neuwied. In Fahrtrichtung Neuwied kam ein PKW kurz vor der Anschlussstelle Heimbach/Block wegen einer Panne auf dem rechten ...

Brückrachdorf feiert Fassenacht

Brückrachdorf. Euch erwarten eine interaktive Show des Zauberkünstlers Magio und weitere Überraschungen. Am Abend geht das ...

Modellbauausstellung begeisterte im Berufsbildungswerk

Neuwied. Da schlugen die Herzen von Jung und Alt, Klein und Groß höher – vor allem, wenn die Besucher selbst die Steuerung ...

Die Roboter-Heiligen von Rommersdorf im OK4 TV

Neuwied. In diesem spielen die Figuren der Margarete von Antiochia und Norbert von Xanten die Hauptrollen. „Witterungseinflüsse ...

Ausstellungskultur wird an der Alice Salomon Schule fortgesetzt

Linz am Rhein. An der Eröffnungsveranstaltung haben Vertreter der Politik, der Wirtschaft sowie der angrenzenden Schulen ...

Weitere Artikel


Landesweiter Probealarm mit Warn-App - KATWARN

Region. „Wer gewarnt ist, kann sich und seine Angehörigen im Ernstfall schützen. Im Unterschied zur klassischen Sirene werden ...

Caritas feiert 8. Neuwieder Elisabeth-Tag

Neuwied. Nach musikalischer Einstimmung durch den Caritas-Chor begrüßte der Vorsitzende des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg ...

Digitalisierung des Dokumentarfilms „Hommage à August Sander“

Westerwald. „August Sander zählt zu den bedeutendsten Fotografen von Rheinland-Pfalz. Der Film ist einer von wenigen, wenn ...

Weihnachtsmelodien im Musikpavillon Straßenhaus

Straßenhaus. Freuen Sie sich ab 17 Uhr auf bekannte Melodien im vorweihnachtlich geschmückten Musikpavillon in Straßenhaus. ...

Dierdorfer Christmarkt steht bevor

Dierdorf. Die Stadt Dierdorf lädt ganz herzlich zum Christmarkt am Samstag, den 26. November ein. „Nutzen Sie auch die Gelegenheit, ...

L 253 Ortsausgang Linz ab 28. November voll gesperrt

Linz. Bei den durchzuführenden Arbeiten handelt es sich um Maßnahmen, die auch im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht unumgänglich ...

Werbung