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Nachricht vom 19.09.2016 - 16:57 Uhr    

Notreparatur der Ölmühle rettet Tag des offenen Denkmals

Wie viele Sehenswürdigkeiten war auch in diesem Jahr die Ölmühle und das Handwerks- und Gewerbemuseum am Waldbreitbacher Wiedufer zum Tag des offenen Denkmals am 11. September einem breiten Publikum zugänglich. Beinahe wären die Besucher um die Attraktion des laufenden Mahlwerks der Ölmühle gebracht worden.

Lothar Bleul und Dietmar Klöckner reparieren das Mühlrad. Fotos: Gewerbeverband Waldbreitbach

Waldbreitbach. Am Vortag der Öffnung beunruhigte die Nachbarn des Anwesens ein wiederkehrendes, verdächtig schabendes Geräusch am Mühlrad. Um weiteren Schaden an dem mittelschlächtigen Rad zu vermeiden musste es zum Stillstand gebracht und das Wasser des kleinen Mühlengrabens umgeleitet werden. Max Heumann vom Verkehrsverein stellte schnell den Schaden fest: nicht wie vermutet ins Gerinne gefallenen Steine waren die Ursache, sondern durch Bruch mehrerer Speichen hing die Felge durch und die Schaufeln schleiften auf dem Grund des Gerinnes. Mit vereinten Kräften und einem halben Tag Arbeitsaufwand mussten insgesamt vier Speichen notdürftig repariert werden. Eine umfassende Reparatur muss für das kommende Frühjahr eingeplant werden.

Für den Tag des offenen Denkmals war die Situation aber gerettet. Die Ölmühle konnte mit laufendem Kollergang präsentiert werden. Gut 100 Besucher ließen sich den Anblick und die Erläuterungen der Mitglieder von Gewerbeverband und Bräpe Jonge nicht entgehen. Im Handwerks- und Gewerbemuseum weckte neben den ergänzten Schreiner-, Schuster- und Schneiderwerkstätten erstmals ein Putzmacheratelier großes Interesse. Es zeigte sich komplett mit Hutformen, mit Filzrohlingen, sogenannten Stumpen und allerlei Accessoires wie Hutschachteln und Hutkoffern, meist aus der Werkstatt von Maria Fackert, die dem Handwerk in Waldbreitbach bis Mitte der 1980er Jahre nachging. Neu war auch in der Schusterei eine Ausputzbank aus den 1930er Jahren aus der Meisterwerkstatt von Peter Knopp aus Frorath und eine Ledernähmaschine aus der Werkstatt des Hausener Schustermeisters Goswin Hartmann.

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Kommentare zu: Notreparatur der Ölmühle rettet Tag des offenen Denkmals

1 Kommentar

Oje, es sieht nicht gut aus! Nach wenigen Tagen brachen unter der Belastung auch weitere Speichen des Mühlrads, so dass das Rad jetzt festgestellt wurde, um weitere Schäden zu vermeiden. Ortgemeinde Waldbreitbach als Eigentümer und die betreuenden Vereine Verkehrsverein und "Bräpe Jonge" machen sich bereits Gedanken, da wesentliche Teile des Rads wohl fast komplett ersetzt werden müssen, um es wieder dauerhaft ans Laufen zu bringen. Das geht wohl nicht nur mit freiwilligem Arbeitseinsatz, sondern es auch muss Geld in die Hand genommen werden. Bei einem über 300 Jahre alten Denkmal sollte das die Mühe wert sein !
#1 von Viktor Schicker, am 29.09.2016 um 22:01 Uhr

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