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Nachricht vom 11.02.2015    

Kindertagesstätten-Träger erhalten Geld für "U3"-Ausbau

Die gute Nachricht für freie und kommunale Träger von Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied kam zum Jahreswechsel: Noch zum Jahresende konnte der Landkreis eine weitere Tranche an Fördergeldern für Neu- und Umbaumaßnahmen in Kindertagesstätten auszahlen.

Für den Ausbau von Kita-Plätzen für Unter-Dreijährige hat der Kreis weitere Fördergelder ausgeschüttet. Symbolfoto: NR-Kurier.de

Kreis Neuwied. In den Genuss der Zahlungen des Kreises kamen insgesamt 24 Baumaßnahmen freier und kommunaler Träger von Kindertagesstätten in Kreis und Stadt Neuwied. Sie alle haben im Zuge des seit 2010 bestehenden Rechtsanspruches Zweijähriger auf Bildung, Erziehung und Betreuung im Kindergarten und den seit 2013 geltenden Anspruch der Einjährigen auf frühkindliche Förderung das Raumprogramm ihrer Kindertagesstätten ergänzt oder erweitert und Neu- und Umbaumaßnahmen umgesetzt.

"Dabei reicht der Umfang der geförderten Maßnahmen von kleineren Umbauten in Gruppen- oder Sanitärräumen, wie etwa der Einbau zweiter Spielebenen oder von Wasch- und Wickelmöglichkeiten über die Erweiterung von Kitas um zusätzliche Gruppen bis hin zum Neubau kompletter Kindertagesstätten", erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

Hierfür hat der Landkreis Neuwied bislang Kreiszuwendungen in Höhe von rund 2,92 Millionen Euro bewilligt. Mit der nun vom Kreisausschuss beschlossenen Auszahlung wurden zunächst die Maßnahmeträger bedient, die frühzeitig in den Ausbau der Angebote für Kinder unter drei Jahren investiert und ihre Maßnahmen zum Teil schon seit längerer Zeit umgesetzt und komplett abgeschlossen haben.

"Ich freue mich, dass wir mit der - inzwischen vierten - Auszahlungstranche all den Maßnahmeträgern jetzt ihre Förderbeträge zukommen lassen konnten, die sich frühzeitig der Herausforderung des Ausbaus der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren gestellt haben und im Vertrauen auf den Geldfluss durch den Kreis diese Beträge vorfinanziert haben", freut sich Achim Hallerbach als zuständiger Dezernent für Jugend und Familie. "Mit der Auszahlung haben wir rund die Hälfte unserer Zahlungsverpflichtungen für den Landkreis eingelöst. Von der erwarteten Zahlungsverpflichtung gegenüber der Stadt als Träger des dortigen Jugendamtes in Höhe von rund 2,85 Millionen Euro konnten bislang knapp 400.000 Euro gezahlt werden."



Ausgezahlt wurde für die beschriebenen 24 Maßnahmen ein Gesamtbetrag von fast 470.000 Euro - je nach Baumaßnahme in ganz unterschiedlichen Teilbeträgen - angefangen bei einer Kreiszuwendung in Höhe von 446 Euro für eine kleinere Umbaumaßnahme bis hin zu "Abschlägen" für neue Kita-Gruppen in Höhe von 35.000 Euro.


Hintergrund:

Mit seiner Investitionskostenförderung engagiert sich der Landkreis Neuwied als Träger des Kreisjugendamtes neben seiner Aufgabe, für ein bedarfsgerechtes Angebot in den Kitas zu sorgen, auch finanziell in Sachen "Kindertagesbetreuungsausbau".
Analog zu den im Investitionskostenförderprogramm "Kindertagesbetreuungsausbau 2008 - 2013" festgelegten Förderbeträgen, die für Neu- und Umbaumaßnahmen von Bund und Land gezahlt werden, gewährt der Landkreis Neuwied zu notwendigen Neu- und Umbaumaßnahmen eine Zuwendung in Höhe von 10 Prozent der anerkannten zuwendungsfähigen Kosten, maximal 1.300 Euro für jeden neu entstehenden Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren.

Sofern zur Sicherstellung des Rechtsanspruches auf Bildung, Erziehung und Betreuung im Kindergarten sogar der Neubau von Gruppen erforderlich werden sollte, beteiligt sich der Landkreis an den notwendigen Baukosten mit bis zu 105.000 Euro für jede neue zusätzliche Gruppe. Das gilt in gleicher Weise für Maßnahmen im Kreis- und Stadtjugendamtsbezirk. Hier wird die Stadt in gleicher Weise berücksichtigt, wie die Gemeinden im Kreis.


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