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Nachricht vom 21.05.2013    

IHK: Konjunktur tritt auf der Stelle

Der IHK-Konjunkturklimaindikator bleibt mit 108 Punkten gegenüber der Vorumfrage zum Jahresbeginn mit 109 Punkten nahezu unverändert. Damit weist dieser Konjunkturindikator keine klare Richtung auf. Dafür sind laut IHK die gegenläufigen Entwicklungen bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und der künftig erwarteten Geschäftsentwicklung verantwortlich.

Arne Rössel und Robert Lippmann stellten die neueste Konjunkturumfrage der IHK Koblenz vor.

Region. Nachdem zum Jahresbeginn die erwartete konjunkturelle Eintrübung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz noch ausgeblieben war, berichten die Unternehmen aktuell von leicht schlechteren Geschäften. In Summe fallen diese mit per Saldo plus elf Prozentpunkten allerdings weiter positiv aus. Konkret bewerten mehr als 80 Prozent der Unternehmen ihre gegenwärtige Situation als befriedigend oder gut.

Trotz der leicht gedämpften Bewertung der aktuellen Geschäftslage setzt sich die Erholung der Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate fort. Ging zum Jahreswechsel nur jedes fünfte Unternehmen von besseren Geschäften auf Jahressicht aus, so äußern sich aktuell bereits 25 Prozent dahingehend. Zugleich ist der Anteil von Unternehmen, die skeptische Geschäftserwartungen äußern, leicht rückläufig.

Investitions- und Beschäftigungsimpulse bleiben aus
Mit per Saldo minus einem Prozentpunkt (Vorumfrage: minus sieben Prozentpunkte) bleibt die gesamtwirtschaftliche Investitionsnachfrage aber vorerst weiterhin ohne merkliche Wachstumsimpulse. „Die jetzt sichtbare Investitionszurückhaltung der Unternehmen ist zum einen Folge der anhaltenden Unsicherheit über die weitere Nachfrageentwicklung im Euro-Raum. Zum anderen belastet die gegenwärtige Steuerdiskussion im Vorfeld der Bundestagswahl die Investitionsneigung der Unternehmen“, ordnet Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, die Ergebnisse ein.




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„Die im Raum stehenden Steuererhöhungen nehmen den Unternehmen die notwendige Planungssicherheit. Das einzelne Unternehmen bereits jetzt bestimmte Investitionen grundsätzlich in Frage stellen, sollte der Politik eine Warnung sein. Die diskutierten Steuerpläne drohen zu einem echten Bumerang für den Wirtschaftsstandort zu werden.“

Parallel zur niedrigen Investitionsneigung zeigen sich die Unternehmen auch hinsichtlich eines weiteren Beschäftigungsaufbaus zurückhaltend. Der Saldenwert der Beschäftigungsabsichten für die kommenden zwölf Monate verharrt mit minus drei Prozentpunkten weiter im leicht negativen Bereich.

„In der Summe rechnen wir für den Jahresverlauf dennoch mit einer stabilen Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes“, so Robert Lippmann, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Koblenz. „Mehr als 80 Prozent der Unternehmen wollen ihre Beschäftigung in den kommenden zwölf Monaten mindestens auf dem aktuellen Niveau halten. Und vor dem Hintergrund zunehmender Fachkräfteengpässe werden Arbeitskräfte auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten länger in Beschäftigung gehalten, als das noch vor einigen Jahren der Fall war.“

Die komplette Studie (DINA 4, 12 Seiten) kann bei der IHK Koblenz, Telefon 0261 106-303 (Kathrin Bach), angefordert werden. Eine Download-Version steht unter www.ihk-koblenz.de, Dokumentennummer 2403 bereit.


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