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Pressemitteilung vom 01.09.2025    

Steigende Nutzung der Onlinewache in Rheinland-Pfalz: Ein Erfolgsmodell

Die Möglichkeit, Strafanzeigen online zu erstatten, erfreut sich in Rheinland-Pfalz wachsender Beliebtheit. Das seit 2018 bestehende Portal wird immer häufiger genutzt und entlastet die Polizei spürbar.

Anzeige im Internet schreiben. (Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Mainz. Über die seit 2018 in Rheinland-Pfalz existierende Onlinewache werden zunehmend mehr Strafanzeigen gestellt. Im vergangenen Jahr wurden knapp 58.900 Anzeigen registriert, im Jahr zuvor waren es rund 57.500, wie das Innenministerium in Mainz auf eine Anfrage aus der grünen Landtagsfraktion mitteilte. Diese Zahlen liegen deutlich über denen vergangener Jahre und zeigen den Erfolg des Portals. Carl-Bernhard von Heusinger, innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, betonte, dass die Onlinewache einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Polizei leiste und regte eine Erweiterung an.

Das in Rheinland-Pfalz entwickelte System wurde 2018 in Zusammenarbeit mit dem Saarland eingeführt. Es ermöglicht allen Bürgern, weniger schwere Straftaten bequem von zu Hause oder unterwegs online anzuzeigen, ohne persönlich bei der Polizei erscheinen zu müssen.

Onlinewache für minder schwere Straftaten
Gedacht wird die Onlinewache vor allem für einfach gelagerte Sachverhalte und minderschwere Straftaten, erklärte das Innenministerium. Betrugsfälle bildeten 2024 den größten Deliktbereich bei online eingegangenen Anzeigen. Nicht alle Anzeigen führen am Ende zu Strafverfahren - manchmal ergibt die Prüfung kein strafbares Verhalten, oder mehrere Anzeigen werden in einem Ermittlungsverfahren zusammengefasst.



Die steigende Bedeutung der Onlinewache zeigt sich auch im Anteil der Online-Anzeigen an der Gesamtzahl eingegangener Anzeigen: Während dieser 2019 noch bei etwa 5,5 Prozent lag, stieg er 2023 auf knapp 20 Prozent und im vergangenen Jahr auf mehr als 21 Prozent.

Von Heusinger lobte die hohe Akzeptanz der Onlinewache und sprach sich für einen Ausbau des Angebots aus, um den Herausforderungen der Internetkriminalität gerecht zu werden. Inzwischen nutzen elf Bundesländer, darunter Rheinland-Pfalz und das Saarland, das gleiche System. Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt bereiten die Einführung vor, während Nordrhein-Westfalen und Bayern eigene Systeme verwenden.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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