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Pressemitteilung vom 01.05.2025    

Musikalische Bildung: Land muss Verantwortung übernehmen

Musik ist mehr als nur ein schönes Hobby - sie fördert Kreativität, Konzentration, Teamfähigkeit und emotionale Intelligenz. Als Trägerin der städtischen Musikschule weiß die Stadt Neuwied um den unschätzbaren Wert musikalischer Bildung und unterstützt deshalb ausdrücklich den Appell des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), der die Länder zu einer deutlich stärkeren finanziellen Beteiligung aufruft.

Von links: Musikschulleiter Martin Geiger, Bürgermeister Peter Jung und VHS-Leiterin Jutta Günther, die sich eben diesem Appell anschließen. Foto: Stadt Neuwied / Ulf
Steffenfauseweh

Neuwied. Aktuell tragen Kommunen und Eltern den Großteil der Kosten für den Betrieb öffentlicher Musikschulen - in Rheinland-Pfalz wie in vielen anderen Bundesländern. Der Landesanteil liegt bundesweit im Durchschnitt bei gerade einmal 9,35 Prozent. "Diese finanzielle Schieflage ist auf Dauer nicht tragbar - weder für die Kommunen noch für viele Familien", betont Bürgermeister Peter Jung. "Musikalische Bildung darf kein Luxusgut sein, sondern muss allen Kindern offenstehen - unabhängig vom Wohnort oder Geldbeutel der Eltern."

Die Stadt Neuwied hat in den vergangenen Jahren bereits wichtige strukturelle Weichen gestellt: Nach dem sogenannten Herrenberg-Urteil des Bundessozialgerichts beschäftigt die Musikschule Neuwied ihre Lehrkräfte nun auf sozialversicherungspflichtiger Basis - weg von Honorarverträgen, hin zu fairen Festanstellungen. "Diese Umstellung war nicht nur rechtlich geboten, sondern auch inhaltlich richtig", so Jung. "Wir erleben, dass die neuen Rahmenbedingungen sowohl bei den Dozentinnen und Dozenten als auch bei den Kursteilnehmenden sehr gut ankommen."



Doch die neue Qualität der Beschäftigung hat auch eine Kehrseite: "Unsere personellen und finanziellen Kapazitäten sind begrenzt", erklärt Musikschulleiter Martin Geiger. "Aktuell können wir nicht alle Anfragen bedienen - es gibt bereits eine Warteliste."

Die Stadt Neuwied sieht das Land daher in der Pflicht, sich stärker an der Finanzierung der Musikschulen zu beteiligen - insbesondere auch mit Blick auf den steigenden Bedarf im Rahmen der Ganztagsförderung. "Die Musikschulen sind zentrale Partner bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026. Dafür brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen", so Jung.

Die angestrebte Drittelfinanzierung der pädagogischen Personalkosten durch das Land sei ein nachvollziehbares Ziel, das langfristig die musikalische Bildung sichern und die kommunale Bildungslandschaft nachhaltig stärken würde. PM


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