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Nachricht vom 18.07.2024    

Mundart-Geschichte aus Heimbach-Weis: "Et Betze Betty es dud!"

Eine Heimbach-Weiser Ikone ist abgetreten: "Betze Betty" war die dienstältestes Wirtin im Dorf und hat nicht nur den Vereinen einen Platz zum Einkehren beschert. Eine Hommage an sie hat Reiner Bermel in Heimbach-Weiser Platt verfasst und versichert: "Betty, Heimbach-Weis fegisst desch net!"

(Symbolfoto, Quelle: Pixabay)

Heimbach-Weis. "Nä, dat wollt kännä su rischdesch klöwe, als em Doref fezehlt wure es, dat et Betze Betty geschtorwe es. Owä, et hät laidä geschtimmt. Bär wor et Betze Betty oder bässä gesoot Parthena Chatzimichail on sait 2022 Parthena Laufs? Sai wor de dienstälteste Wirtin en Heimbach-Weis on es geft käänen em Doref, der net wost, bär et Betty wor.

Owä de Räi noo. Sai wor en örtliche Ikone, die ganz schtark met de Heimbach-Weiser Wiertschafte febonne wor. Jahrzehntelang hät sai die Knaip "In den Bitzen" en Weis betriewe on hät dann die Wirtschaft "Zum Schwan" en Heimbach, off de "Schtolzhött", üwenomme onn doo en näue Träffpunkt füä Jung on Alt geschaffe.

Böröm fon Weis noo Heimbach. Ganz ainfach. Die Knaip "In den Bitzen" hät es besje absaits em Ängijä Weesch (Engersgaustraße) geleje on als doo och noch de Besitzä gewechselt hät, wor die Sach klar, esch zeje öm. Owä, su ganz ainerlai wor iä dobai net on säi hät üwälaacht, off zehüre. Owä dann hät säi sesch gesoot, nä dat gäät net, bo solle dann die ganze Feaine hin, wänn esch och noch offhüre? Et hann schonn genoch Wiertschafte en Heimbach-Weis zoogemacht. Dat wor dä Grond, boröm et Betty de "Schwan" üwenomme hät on et hat rischt, all Feeine säin met ömmgezooche.



Wie Betty zu ihrem Namen kam
Ganz schtark febonne wor et Betty met dä Fassenachtsgrupp "Weisser Baachwätz". Dä Grond wor, wail de "Baachwätz" iä den Schpetzname "Betty" fepasst hann. Bie dat koom? Et Betty sollt füä rond draisesch Joar off em Fassenachtswaache fon de "Baachwätz" met fare on benamt würe. Do owä dä Famillijename Chatzimichail tse lang wor, hann sesch de "Baachwätz" de Name "Betty" änfalle losse. Schpätä es doraus "Bitzen-Betty" äntschtanne on dobai es et gebliewe.

Nä, bat hatten de Löit bäim Betty en de Knaip en Schpass gehat. Säi wor härzensgood on me konnt von iä alles hann. De "Schwan" wor Haimat von fille Feeine, ob Möhne, Prinzegaad, Komitetä, Knöppelschesmusik, Kejelklubs, Gesangslöit, de Undäberschklub on, on, on. All hann sesch bäim Betty haimesch geföhlt. Betty, danke füä all die schöne Schdonn bäi diä. Heimbach-Weis fegisst desch net. Nau säin de Dorefslöit geschpannt, bie et met dem "Schwan" wäitägäät. Ob noo em Engel (Ria), de Fälsekälla on den Bränneräi de nächste Knaip füä ömma dichtgemacht würd?"

Mundart-Geschichte von Reiner Bermel


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