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Pressemitteilung vom 20.12.2023    

Verdi zum Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe Rheinland-Pfalz - stehen Streiks bevor?

Der zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz gekündigte Tarifvertrag über die Löhne und Gehälter im privaten Omnibusgewerbe wird aktuell neu verhandelt. Die Arbeitgeber legten laut Verdi ein völlig unzureichendes Angebot vor.

(Symbolbild: Archiv)

Region. "Im Kern geht es den Beschäftigten darum, die Folgen der hohen Inflation durch eine gerechte und angemessene Tariflohnerhöhung auszugleichen. Deshalb haben die Kolleginnen und Kollegen völlig zurecht 500 Euro mehr Lohn- und Gehalt sowie eine Einmalzahlung von 3000 Euro gefordert, um den inflationsbedingten Verlust der letzten Jahre zu kompensieren. Dies ist auch durch großes Engagement der Beschäftigten in vielen Tarifbereichen, insbesondere auch gerade im ÖPNV um uns herum und in angrenzenden Bundesländern in den letzten Monaten gelungen", erklärt Marko Bärschneider, zuständiger Verdi-Verhandlungsführer des Tarifbereichs Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) in Rheinland-Pfalz.

Am Montag wurde im Rahmen der Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite ein Angebot vorlegt, was nach den Worten der Beschäftigten "unterirdisch" sei und eine reine "Provokation" darstelle. "Für den Fahrdienst legte man uns 2,45 Prozent und 1,9 Prozent auf den Tisch. Für die Werkstatt gab es außer warmer Worte gar nichts. Die Arbeitgeber waren nicht bereit das Angebot nachzubessern und haben klar und unmissverständlich erklärt, das mit diesem Angebot das Ende der Verhandlungsbereitschaft erreicht sei", so Bärschneider.




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"Damit ist trotz eines weiteren vereinbarten Verhandlungstermins für Januar 2024, völlig unerwartet, nun schnell eine zugespitzte Tarifverhandlungssituation entstanden, sodass die betroffenen Kolleginnen und Kollegen zur Durchsetzung ihrer Forderungen die Arbeit niederlegen werden." Der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Bärschneider garantiert aber auch, dass es zu Weihnachten und Silvester keine Streiks in diesem Tarifbereich geben wird. Allerdings müsse "angesichts der mangelnden Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber" ab dem 1. Januar 2024 mit landesweiten Streiks im ÖPNV gerechnet werden, von welchen weite Teile des Bundeslandes betroffen sein werden. (PM)


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