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Nachricht vom 21.11.2023    

Die persönlichen Finanzen organisieren - dieses System hilft wirklich weiter

RATGEBER | Zu wenige Menschen in der Region machen sich Gedanken über die Strukturierung ihrer persönlichen Finanzen. Dabei ist eine sinnvolle Struktur der erste Schritt zum Erreichen finanzieller Ziele. Wie die Sache anzugehen ist und für welche Dinge des Alltags doch noch genügend Geld übrig bleibt, sehen wir uns in diesem Beitrag an.

Foto Quelle: pixabay.com / stevepb

1. Finanzielle Ziele definieren
Um überhaupt verstehen zu können, welches Kontenmodell im persönlichen Fall das richtige ist, müssen zunächst die finanziellen Ziele klar sein. Diese sind von Person zu Person unterschiedlich. Wer in jungen Jahren mit dem Sparen anfängt, möchte vielleicht genügend Kapital für den Kauf eines Autos oder für das Studium ansparen. Später geht es dann um ausreichende Rücklagen für die Familie oder das gemütliche Polster fürs Alter.

Im ersten Schritt muss eines dieser Ziele gewählt und ausformuliert werden. Dazu gehört auch, das nötige Kapital möglichst genau zu beziffern. Außerdem muss ein Datum gefunden werden, zu welchem der Betrag angespart sein soll. Ideal ist ein Ziel, das gemäß der SMART-Formel zu Papier gebracht wurde. Denn Studien zeigen: Schon allein durch das schriftliche Festhalten steigt die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen. Anschließend kann ein Mehr-Konten-Modell aufgebaut werden, wie wir es im Folgenden näher beschreiben.

2. Ein Spaß-Konto einrichten
Die persönlichen Finanzen zu strukturieren bedeutet nicht, dass künftig kein Raum mehr für die schönen Dinge des Lebens bleibt. Im Gegenteil. Dafür sorgt das Spaß-Konto, welches separat neben dem eigentlichen Girokonto geführt wird. Fünf bis zehn Prozent des monatlichen Einkommens werden nun auf das Spaß-Konto überwiesen. Ziel ist es, Ausgaben von diesem Konto nicht ewig abzuwägen, sondern das Geld für die Dinge herauszuhauen, die uns Freude bereiten. Das nötige Geld wird am besten per festem Dauerauftrag auf das Konto überwiesen.

Das können auch Erlebnisse sein, deren finanzieller Nutzen nicht von Anfang an klar ist, die aber Freude bereiten. Dazu zählt das teure Abendessen genauso wie das Spielen in einem Virtual Casino. Inzwischen zählen schließlich viele Deutsche das Spielen im Online Casino zu ihren Hobbys. Außerdem wartet dort bereits bei der Registrierung ein nicht zu verachtender Bonus auf neue Kunden.

3. Die monatlichen Kosten decken
Das frühere Girokonto ist im Mehr-Konten-Modell dazu da, all die persönlichen Ausgaben und Kosten zu decken. Dazu zählen die Wohnkosten, Versicherungen, Kosten für Mobilität und Lebensmittel. Nach dem Abzug der monatlichen Einzahlung auf das Spaß-Konto bleiben hierfür noch immer 90 bzw. 95 % des monatlichen Einkommens übrig.

Bei diesem Schritt ist es wichtig, auch an die Optimierung der Ausgaben zu denken. Gibt es beispielsweise nicht mehr genutzte Abos, die mit gutem Gewissen gekündigt werden können? Wäre es möglich, beim Kauf von Lebensmitteln noch etwas Geld zu sparen? Um zu hohe monatliche Ausgaben ausfindig zu machen, ist es wichtig, den Kontoauszug und die Kreditkartenabrechnung eines ganzen Monats zu durchforsten. In vielen Haushalten finden sich dort Abzüge, die eigentlich leicht zu vermeiden sind. All diese Überlegungen tragen dazu bei, die selbst gewählten Sparziele noch schneller zu erreichen.

4. Ein Spar-Konto einrichten
Ein Modell mit mehreren Konten ermöglicht fortan, sich jeden Monat selbst zu bezahlen. Hiermit ist der Sparbetrag gemeint, der Monat für Monat auf ein separates Spar-Konto überwiesen wird. Hierbei kann es sich um ein Girokonto oder sogar um ein Tagesgeldkonto handeln. Letzteres hat den Vorteil, dass das angelegte Kapital von Anfang an verzinst wird und die Inflation dadurch besser ausgeglichen werden kann.

Wie hoch der Anteil am monatlichen Einkommen ist, der künftig auf das Spar-Konto fließt, das liegt in der eigenen Hand. Wer besonders ambitionierte Sparziele beschlossen hat, die höhere Einzahlungen erforderlich machen, kann rund 20 % des monatlichen Einkommens auf das Sparkonto überweisen. Handelt es sich eher um ein langfristiges Ziel, das mit niedriger Sparquote erreicht werden kann, genügen für den Anfang auch 5 bis 10 %. Wie viel auf das Spar-Konto überwiesen werden kann, ist am Ende des Tages auch von der Höhe des Einkommens abhängig. Hier haben all jene Haushalte einen Vorteil, die vielleicht über zwei Hauptverdiener und mehrere Einkommensströme verfügen.

5. Anlegen und investieren
Das Sparen ist nicht der letzte Schritt, den es auf dem Weg zu gut strukturierten Finanzen zu erledigen gilt. Ebenso wichtig ist es, das gesparte Geld sinnvoll anzulegen und zu investieren. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Tagesgeldkonto

Wer sich scheut, mit dem gesparten Geld ein Risiko einzugehen, für den lohnt sich ein Tagesgeldkonto. Dieses hat den Vorteil, dass das Kapital innerhalb nur eines Tages zugänglich ist. Allerdings ist auch die Rendite begrenzt, welche auf diesem Weg erzielt werden kann. Sie ist abhängig von den aktuellen Leitzinsen und damit deutlichen Schwankungen unterworfen.

Aktien
Eine zweite Möglichkeit, um Kapital anzulegen, sind Aktien. Die Wertpapiere haben den Vorteil, dass sie im langfristigen Durchschnitt eine Rendite von ca. 7 Prozent pro Jahr erzielen. Vor allem über einen längeren Anlagehorizont besteht so die Möglichkeit, das Kapital erheblich zu vermehren. Im Laufe der Jahre wird auch der Effekt des Zinseszinses stärker, der dazu beiträgt, dass sich das Geld wirksam vermehrt.

Da Aktien und Fonds erheblichen Schwankungen unterworfen sind, ist es wichtig, das Risiko bei dieser Anlagestrategie so gut wie möglich zu reduzieren. Dies gelingt einerseits dadurch, dass weitere Informationen rund um das Thema Geld anlegen an der Börse gesammelt werden. Zum anderen bietet es sich an, das Portfolio gut zu diversifizieren. Das bedeutet, dass das vorhandene Kapital nicht in ein Unternehmen oder nur eine Branche fließt. Vielmehr ist die breite Streuung das Ziel, was dazu beiträgt, dass Schwankungen besser auszugleichen sind.

Immobilien
Ist der Kapitalstock erst einmal stark gewachsen, so kommen auch Immobilien für die Geldanlage in Betracht. Sie haben den Vorteil, dass sie sich über die Jahrzehnte hinweg als wertstabil erwiesen haben. Das investierte Kapital kann auf diese Weise gut abgesichert werden. Nicht nur die eigene Immobilie, die selbst bewohnt wird, ist eine sinnvolle Form der Geldanlage. Außerdem kann es sich lohnen, in Wohnungen oder gar Häuser zu investieren, welche für die Vermietung bestimmt sind. Darin liegt die Chance, über die Mieten ein passives Einkommen aufzubauen. Zudem ist es möglich, von der Wertsteigerung der Gebäude zu profitieren, die vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten stark war. (prm)



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