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Nachricht vom 28.09.2021    

Kinderrechte: Viele Institutionen beteiligten sich

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Woche der Kinderrechte Ende September war der von der AWO-Kindertagesstätte „Am Schlosspark“ initiierte Aktionstag auf dem Luisenplatz mit Konferenz, Performance und Versteigerung. Im gesamten Jahresverlauf hatten sich zahlreiche Einrichtungen intensiv mit „Kinderrechte - nicht ohne uns!“ auseinandergesetzt.

Die Kinderrechte-Konferenz mit Vertretern der Stadtverwaltung auf dem Luisenplatz war einer der Höhepunkte der diesjährigen Woche der Kinderrechte. Foto: Stadt Neuwied

Neuwied. In ihren Projekten befassten sie sich mit der Gesamtheit des Kinderrechtskatalogs - vom Recht auf Spiel, Sport und Kunst über das Recht auf eine gesunde Kindheit bis hin zum Recht, über Kinderrechte überhaupt informiert zu werden. Die Stadt Neuwied und das Familien- und Jugendministerium des Landes Rheinland-Pfalz haben die Projekte mit bis zu 300 Euro gefördert. Und davon gab es viele.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Fachstelle Partizipation des Kinder- und Jugendbüros (KiJub) der Stadt Neuwied einen Flyer zu Corona-Schnelltests in Schulen veröffentlicht, in dem Fragen rund um das Virus und das Testen altersentsprechend erklärt wurden – und so das Recht auf kindgerechte Information aufgegriffen und umgesetzt.

In Kooperation mit dem Bauspielplatz und der Agentur Markenliebe hatte die Fachstelle unter dem Motto „Rettet die Bienen“ auch das Recht auf eine saubere und gesunde Umwelt thematisiert und eine insektenfreundliche Blumenwiese angelegt. Auch die evangelische Kita Torney hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Zudem betätigten sich die Torneyer Mädchen und Jungen als Müllsammler und bastelten aus Blechdosen kleine Mülleimer, die sie an den Spielplätzen aufgestellt haben.

An der Engerser Kita „Villa Regenbogen“ setzten sich Erzieherinnen und Kinder mit den Kinderrechten im Allgemeinen und mit dem Recht auf Eigentum im Speziellen auseinander. Dies sei aktuell unter den Drei- bis Sechsjährigen ein wichtiges Thema und knüpfe unmittelbar an der Lebensrealität der Kinder an, war aus der Kita zu hören. Die katholische Kita St. Michael in Feldkirchen beschäftigte sich vor allem mit dem Recht auf gewaltfreie Erziehung. Aufbereitet wurde es unter anderem mittels themenbezogener Bücher und Gefühlspuppen sowie in Rollenspielen. Zudem informierte man die Kinder über Hilfsangebote wie die „Notinsel“.

Das Quartiersmanagement der südöstlichen Innenstadt rief zu einem Malwettbewerb auf, in dem sich Mädchen und Jungen auf kreative Weise mit den Kinderrechten auseinandersetzen. Drei Klassen der Niederbieberer Grundschule an der Wied nahmen sich in vielfältiger Weise dem Thema Kinderrechte an, unter anderem in speziellen Unterrichtseinheiten. Zudem arbeiteten die Klassen auch daran, wie die Kinderrechte in ihrer Schule für alle sichtbar gemacht werden können. Sie gestalteten dazu eine Wand im Schulgebäude. Die Fachstelle Partizipation besprach mit den Kindern außerdem ausführlicher das Recht auf Beteiligung - und wie die Stadt Neuwied versucht, es umzusetzen.



Mittels Spielplatz-Checks, Interviews und weiterer Aktionen nahmen die vierten Klassen der Grundschule Heddesdorfer Berg verschiedene Kinderrechte unter die Lupe. Das diente in der Folge dem Einüben demokratischer Spielregeln im Alltag. So wurde neben einem schon etablierten wöchentlichen Klassenrat ein Kinderparlament eingerichtet, in dem Klassensprecher und deren Vertreter regelmäßig zusammenkommen, um aktuelle Themen und geplante Projekte zu besprechen.

Unterstützt von der Fachstelle Partizipation erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Marienschule die Grundprinzipien der Kinderrechte und überlegten, was Erwachsene leisten müssen, um diese zu erfüllen. Um zu überprüfen, inwieweit Erwachsene überhaupt über Kinderrechte informiert sind, machten sich Kinderrechte-Reporter der Marienschule auf den Weg.

Sonja Jensen von der KiJub-Fachstelle Partizipation ist sehr angetan von der hohen Beteiligung: „Aufgrund der Vielzahl von Projekten haben wir uns entschlossen, einen Kinderrechte-Award zu verleihen. Jedes Jahr erhält nun diejenige Institution, die sich in besonderer Weise um die Kinderrechte und deren Bekanntmachung unter den Mädchen und Jungen verdient gemacht hat, die Auszeichnung und ein Preisgeld von 300 Euro.“ Erste Preisträgerin ist die katholische Kita St. Michael in Feldkirchen.




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