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Nachricht vom 19.09.2021    

Kinderschutzbund Neuwied macht auf Weltkindertag aufmerksam

Am Weltkindertag macht der Kinderschutzbund bundesweit auf die Belange der Kinder aufmerksam. Dieses Jahr lautet das Motto „Kinder haben Armut nicht gewählt“. In Neuwied war der Kinderschutzbund ebenfalls aktiv.

Foto: Kinderschutzbund

Neuwied. Der Kinderschutzbund Neuwied machte einerseits mit einer Sprühkreideaktion und einer Plakatierungsaktion eine Woche vor dem Weltkindertag auf die Thematik aufmerksam und klärt darüber hinaus die Kinder auf, was es mit der Thematik und den Kinderrechten im Allgemeinen zu tun hat.

Der Kinderschutzbund fordert mehr Entschlossenheit bei der Bekämpfung von Kinderarmut. „Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben alle Kinder das Recht auf ein Aufwachsen in sozialer Sicherheit. Die staatliche Gemeinschaft muss diese Sicherheit geben können“, heißt es in einer Resolution, die der Kinderschutzbund Anfang September einstimmig beschlossen hat. Darin wird eine Gesamtstrategie gegen Kinderarmut gefordert. Besonders wichtig: die Forderung nach einem Investitionspaket „Kinder-Infrastruktur“ sowie die Kindergrundsicherung. Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbunds: „Wir nehmen seitens der Politik ein gestiegenes Bewusstsein für das Problem Kinderarmut wahr. Das reicht aber nicht, es müssen Taten folgen! Wir erwarten, dass in der nächsten Legislaturperiode eine auskömmliche Kindergrundsicherung eingeführt wird. Es ist höchste Zeit.“

„Wir erleben oft Vorurteile gegenüber Familien, die in Armut leben. Unsere Erfahrungen aus der Praxis zeigen aber, dass die Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen. Alle Menschen und vor allem Kinder verdienen es mit Respekt und Wertschätzung behandelt zu werden,“ berichtet Gabriele Jung-Stertz, 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Neuwied. Im Hinblick auf die Bundestagswahl appelliert der Kinderschutzbund die Interessen und Bedürfnisse der Kinder stärker zu beachten.




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„Auch hier bei uns in Neuwied sind viele Kinder von Armut betroffen und leiden unter den Folgen, welche insbesondere in den Bereichen der Teilhabe, der Gesundheit und der Bildung zu erkennen sind.

Obwohl der Kinderschutzbund Neuwied viele Angebote hat, die entweder kostenfrei oder mit einem geringen Selbstanteil bezahlt werden können, löst dies nicht die Problematik, sondern mildert lediglich die Auswirkungen der Kinderarmut etwas ab. Es muss sich etwas an den Wurzeln der Kinderarmut tun.“ fordert der Vorstand des Kinderschutzbundes Neuwied und appelliert damit an die Politik. Bundesweit lebt jedes fünfte Kind in Armut und die Corona-Pandemie hat diese Situation sicherlich nicht abgemildert.


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