Werbung

Nachricht vom 09.04.2026    

Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Von Katharina Kugelmeier

Eine besonders beeindruckende Burgruine ist die Sporkenburg. Rund ein Kilometer südlich von Eitelborn ragen die Überreste der spätmittelalterlichen Burg hoch aus dem Wald hinaus. Ein Besuch lohnt sich definitiv, denn es gibt auch heute noch sehr viel in den alten Gemäuern zu entdecken.

Die Sporkenburg in Eitelborn ist eine jederzeit frei zugängliche und teils gut erhaltene Burgruine. Foto: VG Montabaur

Eitelborn. Nur einen Kilometer südlich des kleinen Ortes Eitelborn im Westerwald liegt die Ruine der Sporkenburg. Oberhalb der Landesstraße 329 zwischen Bad Ems und Arzbach ragen die Überbleibsel der Burg hoch aus dem Wald hinaus. Die jederzeit frei zugängliche Burg erreicht man zu Fuß auf direktem Weg durch den Wald von Eitelborn aus oder man steigt von der L 329 auf. Ganz so einfach zu finden ist die Sporkenburg trotz ihrer Größe allerdings nicht. Vom Erlenweg in Eitelborn ausgehend folgt man der Beschilderung des Burgweges hinunter in den Wald. Nach der Schranke nimmt man an der Wegkreuzung den Pfad nach rechts, welcher leicht abfallend zur Burgruine führt. Wer einen Besuch der Burgruine mit einer ausgiebigen Wanderung verbinden möchte, kann sich den knapp fünf Kilometer langen Rundweg oder die 14 Kilometer lange Wäller Tour Augst vornehmen, welche die Burgruine beinhalten.

Foto: VG Montabaur

Das genaue Erbauungsdatum der Sporkenburg ist leider ungewiss. Anhand verschiedener Quellen vermutet man, dass die Anlage der Burg zu einem Hofgut gehörte, welches der Trierer Erzbischof Engelbert (1071-1101) der Abtei St. Matthias schenkte. Ende des 13. Jahrhunderts bauten die damaligen Lehensträger, die Brüder Emmerich von Andernach und Heinrich von Lahnstein, die Sporkenburg, welche allerdings kurz darauf bereits wieder von Graf Otto von Nassau zerstört wurde. Im Jahr 1310 wurde durch den Trierer Erzbischof Balduin Heinrich von Helferstein per Vertrag mit den Grafen von Nassau der Wiederaufbau geregelt. Im Jahr 1518 wurde die Anlage an die Brüder Johann und Quirin von Nassau verkauft und blieb in deren Besitz, bis sie im Jahr 1635 während des Dreißigjährigen Kriegs durch die Franzosen endgültig zerstört und unbewohnbar wurde. Staatskanzler Fürst von Metternich verkaufte die Ruine 1811. Im Jahr 1900 ging die Sporkenburg erst an Preußen und 1948 dann an Rheinland-Pfalz über. Seit 1967 hat das Landesamt für Denkmalpflege die erhaltenen Mauerreste schrittweise restauriert.

Foto: VG Montabaur

Die als Turmburg errichtete Anlage befindet sich auf einem etwa rechtwinkligen Bergsporn oberhalb des Emsbaches. Sie ist nur von Norden zugänglich, da der Bergsporn zum Westen, Süden und Osten steil abfällt. Von den früheren äußeren Verteidigungsanlagen ist leider heute nichts mehr da und auch der südlich vorgelagerte Zwinger ist nahezu vollständig verschwunden. Die Kernburg selbst ist 35 Meter lang und 18 Meter breit. Auffallend sind viele Elemente aus dem französischen Burgenbau. Einen Bergfried sucht man beispielsweise vergebens, stattdessen findet man eine Schildmauer, welche nach innen turmartig ausgebaut ist und so für ausreichend Schutz sorgte. Auch die Tourellen an der Schildmauer sind ein typisches Element der französischen Burgbaukunst. Nach einem Einsturz mussten einige Teile der hofseitigen Wand anhand von Fotos rekonstruiert werden. Dabei wurden auch andere Teile wie die Wehrplatte des Schildmauerturms sowie der Wehrgang erneuert, um möglichst viel des Charakters der Sporkenburg zu erhalten.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Arbeitstrainer/-in (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Koch/Köchin (m/w/d) Großküche

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mitarbeiter für Wasserzählerwechsel (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


(Foto: TI Montabaur)

Zwischen alten Mauern und verwunschenen Pfaden erwacht die Geschichte der Sporkenburg bei Eitelborn zu neuem Leben. Ein digitales Hörangebot der Verbandsgemeinde Montabaur macht die Legenden der Burgruine über QR-Codes direkt erlebbar – ganz ohne App, mit der Plattform pickablue®, die bereits im Welterbe Oberes Mittelrheintal überzeugt hat.
Über das Smartphone öffnen sich Hörspiele, Fakten und Rätsel rund um die bewegte Vergangenheit der Sporkenburg. Drei Erzählungen, eine Sammlung überraschender „Wusstest du...?“–Informationen sowie das interaktive Geisterquiz Malefiz führen auf unterhaltsame Weise durch Jahrhunderte voller Machtkämpfe, Belagerungen und Legenden. Ob Familien mit Kindern, geschichtsinteressierte Wanderer oder spontane Besucher – das Angebot spricht große und kleine Entdecker gleichermaßen an. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen hier zu einer reizvollen Entdeckung zwischen Wald, Stein und Sage.

Mehr zur Ruine Sporkenburg

Kleiner Rundweg zur Sporkenburg

Die Wäller Tour Augst

Wunderschöne Drohnenaufnahmen der Sporkenburg sind in diesem Film zu sehen.


In unserer Facebook-Wandergruppe "Wandern im Westerwald" gibt es übrigens auch ständig schöne neue Ecken der Region zu entdecken.

Haben Sie auch einen Wander- oder Ausflugstipp? Dann schreiben Sie uns gerne an westerwaldtipps@die-kuriere.info. Vielen Dank!


Mehr bei "Verliebt in den Westerwald": Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald


Mehr dazu:   Freizeit   Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele im Westerwald  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Urteil im Missbrauchsprozess in Koblenz: Sechs Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe

Im Missbrauchsprozess vor dem Landgericht Koblenz ist am 23. Juli 2026 überraschend bereits das Urteil ...

Neuwied startet Stadtteilwerkstätten: Bürgerbeteiligung geht in die nächste Runde

Nach einem erfolgreichen Auftakt der Online-Beteiligung zur neuen Stadtentwicklungsstrategie Neuwieds, ...

Städtepartnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow: Ein Besuch mit Weitblick

Das Deichstadtfest in Neuwied zieht nicht nur Besucher aus der Region an, sondern auch Gäste aus dem ...

Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall in St. Katharinen

Am Donnerstagmorgen (23. Juli 2026) ereignete sich in St. Katharinen ein Verkehrsunfall zwischen einem ...

Badeunfall im Freibad Rengsdorf: 9-Jährige schwer verletzt

Ein Vorfall ereignete sich im Freibad Rengsdorf, als ein neunjähriges Mädchen durch einen Sprungunfall ...

Deutsche Meisterschaft im Handwerk sucht Nachwuchstalente aus der Region

Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk startet erneut und bietet Junghandwerkern aus dem Kammerbezirk ...

Weitere Artikel


Jet-Ski-Unfall: Zwei Männer und ein Kind ins Krankenhaus geflogen

Am Samstag, 15. Mai, gegen 11:45 Uhr kenterte ein Jet-Ski auf dem Rhein bei Kilometer 637 (Ortslage Unkel). ...

Typische Wärmebrücken bei Altbauten

Jedes alte Haus ist anders, aber eines haben fast alle gemeinsam: Mancherorts zieht es und die Wände ...

Linus Harbisch unterstützt Bodelschwingh-Grundschule als Freiwilliger

Abitur in der Tasche - und was dann? Um sich darüber klar zu werden, ob der angestrebte Berufsweg als ...

BUND-Tipp im Mai: Lauschen Sie der Kreuzkröte

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) empfiehlt Im Monat Mai dem „Gesang“ der Kreuzkröte (Bufo calamita) ...

Hochzeitsgesellschaft verstößt gegen Corona-Regeln

Verstöße gegen die Corona-Regeln bei Hochzeitsveranstaltung rief in Unkel die Polizei Linz auf den Plan. ...

DvOE gegen Fortsetzung Rechtsstreit gegen Urteil in Sachen wkB

In der Ratssitzung vom 26.04.2021 haben die stimmberechtigten Mitglieder der Fraktion Demokratie vor ...

Werbung