Werbung

Nachricht vom 30.04.2021    

Hohe Akzeptanz für Wölfe in Deutschland

Eine repräsentative NABU-Umfrage zum Tag des Wolfes am 30. April 2021 zeigt: Die Akzeptanz von Wölfen in Deutschland ist nach wie vor hoch. Insgesamt 77 Prozent der Befragten finden es erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben.

Symbolfoto

Berlin/Holler. Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland. War der Nachweis des ersten Rudels in Sachsen noch eine Sensation, hat sich der Umgang mit dem neuen Nachbarn vielerorts normalisiert. Mittlerweile leben etwa 128 Rudel, 35 Paare und zehn residente Einzeltiere in Deutschlands freier Natur.

Wie hat sich die Einstellung gegenüber Wölfen in den letzten Jahren verändert, nachdem der Wolfsbestand stetig anwächst und sich Wölfe in weitere Bundesländer ausgebreitet haben? Dieser Frage ist eine Umfrage des forsa-Insituts im Auftrag des NABU nachgegangen, bei der insgesamt 2.360 Menschen befragt wurden.

„Obwohl weite Teile aus Politik, Medien und der Jagd- und Bauernlobby das Thema Wölfe zunehmend unsachlich behandeln, hat sich die Stimmung in der befragten Bevölkerung im Vergleich zu den Umfragen 2015 und 2018 nicht signifikant verändert“, bilanziert NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz Ralf Schulte.

Menschen in Deutschland stünden der Anwesenheit von Wölfen nach wie vor positiv gegenüber. Die Umfrage zeigt auch, dass in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher ist als im Durchschnitt.

Die Ergebnisse der Umfrage
Insgesamt 77 Prozent der Befragten finden es erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben, und sind der Ansicht, dass sie genauso wie auch Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft gehören. Drei von vier Befragten sagen zudem aus, dass sie die Lebensweise von Wölfen spannend finden. Die Einschätzung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden, teilen zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger/innen.



NR-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Keine Unterschiede zwischen Stadt und Land
Die Menschen wurden zudem erstmals gefragt, ob es Wölfe in ihrer Region gibt. 28 Prozent der Befragten bejahten das. Bei 52 Prozent ist dies nicht der Fall, 20 Prozent konnten darüber keine Angaben machen. Die Umfrage zeigt, dass in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher ist als im Durchschnitt. Fast drei Viertel der Befragten begrüßen auch hier die Rückkehr von Wölfen, und meinen, dass sie wie andere Wildtiere in unsere Landschaft gehören (73 Prozent). Das ist auch bei Befragten der Fall, die im ländlichen Raum (Ortsgröße geringer als 20.000 Einwohner) leben. „Menschen in Wolfsgebieten sind zwar eher von der Rückkehr der Tiere betroffen – ein steiles Meinungsgefälle zwischen Stadt und Land oder Wolfsgebiet und Nicht-Wolfsgebiet ist jedoch nicht erkennbar“, so NABU-Wolfsexpertin Marie Neuwald.

„Wir müssen wieder lernen mit Wölfen zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter beim Herdenschutz“, meint NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz Ralf Schulte.

Weitere Informationen beim NABU. (PM)




Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Vereine


Königsschießen bei der SG Niederbieber: Lisa Gröger ist Jubiläumskönigin

Neuwied. Bei dem Adler der Schützen konnte sich Mike Hoch den Kopf (64. Schuss), Lisa Gröger den Schweif (40. Schuss), Michael ...

Heimat- und Verschönerungsverein Ohlenberg feierte seine 100-jährige Kapelle

Kasbach-Ohlenberg. So gab es die feierliche Umrahmung während des Gottesdienstes im Freien vor der Kapelle, Stunden später ...

Lenkungsgruppe Naturschutz Puderbach: Pflanzaktion vor dem Rathaus

Puderbach. Aktuell war das Thema "Heimische und mediterrane Nutzpflanzen" angesagt. Rund zwanzig verschiedene Arten für den ...

Königsschießen der Schützengilde in Neuwied-Feldkirchen

Neuwied. Die 17 Teilnehmer in beiden Gruppen, Erwachsene und Jugendliche, gaben sich viel Mühe, die markierten Bereiche zu ...

Langjähriges Engagement gewürdigt: VdK Heddesdorf ehrt Sigrid Merkel

Neuwied. Im Rahmen der Veranstaltung nahm der Vorsitzende Sven Lefkowitz eine besondere Ehrung vor. Er zeichnete das ehemalige ...

Vom Leerraum zum Kunstraum: Kreatives Comeback für ehemalige Bäckerei in Altenkirchen

Altenkirchen. Seit Anfang Mai beobachten aufmerksame Passanten geschäftiges Treiben in der ehemaligen Bäckerei. Skulpturen ...

Weitere Artikel


Spezialkräfte der Polizei in Neuwied im Einsatz

Neuwied. Nachdem die entsandten Polizeistreifen vor Ort eingetroffen waren konnte festgestellt werden, dass der Verantwortliche ...

Tagesrekord: 39 Stundenkilometer zu schnell

Hanroth. Am Donnerstag (29. April) ist im Zeitraum von 7 bis 11 Uhr an der Landesstraße 267 bei Hanroth eine Geschwindigkeitsmessung ...

Erwin Velten: Kampf dem Indischen Springkraut

Puderbach. Neben Knöterich, Jakobskraut, Herkulesstaude oder Bärenklau ist gerade das „Indische Springkraut“ nach wie vor ...

Integrationskonzept: AGs nehmen Arbeit auf

Neuwied. Nachdem im Herbst 2020 bereits eine die Konzeptumsetzung überwachende Steuerungsgruppe gegründet wurde, geht es ...

„Solidarität ist Zukunft“ - IG Metall Neuwied begeht Tag der Arbeit

Neuwied. Unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ wird die IG Metall Neuwied in diesem Jahr den Tag der Arbeit begehen und ...

Vollständig Geimpfte werden mit Getesteten gleichgestellt

Neuwied. Danach ist das Risiko einer Virusübertragung spätestens ab dem 15. Tag nach Gabe der letzten Impfdosis geringer ...

Werbung