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Nachricht vom 03.04.2021    

Spannendes Osterfest durch Osterspiele mit Kindern

Von Helmi Tischler-Venter

Reisen, Gastronomie- und Veranstaltungs-Besuche macht in diesem Jahr die Corona-Pandemie unmöglich. Damit keine Langeweile entsteht, kann man das Osterfest zu Hause zum Erlebnis machen.

Symbolfoto

Region. Wenn Sie ihr Osterfest vorbereiten, planen Sie auch schlechtes Wetter mit ein. Die Wettervorhersage für Ostern ist nicht besonders erfreulich und auch nicht sehr zuverlässig. Die zu erwartenden Temperaturen lassen Spiele für draußen nur in dicker Jacke zu.

Ostereier suchen: Verstecken Sie Ostereier im eigenen Garten zu Hause oder im Freien innerhalb einer überschaubaren Fläche. Merken Sie sich alle Standorte und geben Sie jedem Kind ein Osterkörbchen zum Sammeln der Eier und Schokoladen-Hasen. Ziel ist es, die meisten Ostereier zu sammeln. Etwas mehr Spannung bringen Sie in die Sache, indem Sie den einzelnen Farben unterschiedliche Wertigkeiten zuordnen. Für größere Kinder können die „Nester“ auch mit Klettern verbunden sein. Das erhöht den Reiz des Suchens.

Wenn die Eierjagd vorbei ist, kann die Auswertung beginnen. Hierbei kann man sich verschiedene Dinge einfallen lassen. Es muss nicht immer der Mitspieler mit der größten Anzahl an gefundenen Ostereiern gewinnen. Wie wäre zur Abwechslung, wenn der Mitspieler mit dem größten oder kleinsten gefundenen Ei gewinnt. Genauso gut kann es aber auch einen Preis für die meisten Eier mit einer bestimmten Farbe geben.

Traditionell wird ein Osterspaziergang mit der Familie unternommen. Davon wusste schon der große Johann Wolfgang von Goethe anschaulich zu dichten. Während des Spaziergangs kann man kleine Kinder mit der Ostereiersuche beschäftigen, indem kleine verpackte Schokoladeneier geschickt am Wegrand hingeworfen werden, natürlich ohne dass die Kinder das merken. Die Kleinen lassen sich leicht mit Suchspielen ablenken, zum Beispiel mit der Suche nach besonderen Wolkenformen, Vögeln oder mit dem Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Während die Kinder in den Himmel gucken, kann man schnell die Eier einige Meter vor sich ins Gras werfen. Dort werden die Kleinen sie erstaunt und erfreut finden.
Wenn das Wetter keinen erbaulichen Spaziergang zulässt, kann man auch im Haus die Feiertage mit Spiel und Spaß aufregend gestalten.

Eierticken oder -knacken ist sicherlich das bekannteste Spiel. Es ist sehr einfach und lustig, weil unvorhersehbar: Zwei Spieler halten jeweils ein hartgekochtes Ei in der Hand. Die Eier werden an den Spitzen gegeneinandergeschlagen: Das Ei mit der heilen oder weniger beschädigten Schale gewinnt. So kann man ein Familien-Sieger-Ei ermitteln.

Geschicklichkeits-Eierlauf geht am besten im Garten, zur Not aber auch durch die Räume im Haus. Das Spiel bringt am meisten Spaß mit zwei Teams, die gegeneinander um die Wette laufen. Startlinie festlegen, dann geht es los: Die Spieler müssen ein Ei auf einem Löffel heil und vor allem schnell ins Ziel transportieren und dort angekommen, das Ei an das nächste Teammitglied übergeben (ähnlich wie beim Staffellauf). Dabei müssen die einzelnen Läufer eine festgelegte Strecke ablaufen. Sind alle Mitglieder einer Mannschaft angekommen, hat dieses Team das Spiel gewonnen.

Ostereirollen ist die schwierigere Version: Für dieses Spiel hat jeder Spieler ein hart gekochtes Ei, an der Startlinie seiner Wegstrecke platziert. Die markierte Wegstrecke kann man sich wie eine Flipperbahn vorstellen. Nach dem Startsignal muss der Spieler das Ei mit einem hölzernen Löffel zum Ziel rollen. Was angesichts der Unförmigkeit des Eies recht amüsant sein kann. Der Spieler, der in der kürzesten gestoppten Zeit die Ziellinie überquert, ist der Gewinner.

Eier-Boccia ist Boccia oder Boule einmal anders: Ein Spieler rollt sein gekochtes Ei von sich auf dem Boden weg. Die anderen Spieler müssen nun versuchen, das sogenannte „Ziel-Ei“ mit ihren Ostereiern zu treffen oder möglichst nah heranzukommen: Der Gewinner, dessen Ei das Ziel berührt oder am dichtesten dran ist, bekommt alle Eier aus diesem Spiel. Besonders Spaß macht dieses lustige Osterspiel im Freien, aber auch im Haus, eventuell im Badezimmer auf dem Vorleger, lässt es sich spielen.

Ei im Salz: Geschicklichkeitsspiel für kleine und große Mitspieler. Ein Ei wird auf einem Haufen Salz platziert. Jeder Spieler entnimmt nacheinander mit einem Teelöffel etwas Salz von dem Berg. Fällt das Ei dabei um, so ist der löffelnde Spieler ausgeschieden. Derjenige Spieler, der am Schluss übrigbleibt, ist der Gewinner.

Aus der Schweiz stammt das Oster-Münzenwerfen: Ein Spieler hält ein geschältes, hartgekochtes Ei in seiner Hand, sein Gegenüber versucht mit einer Münze das Ei zu treffen: Wenn die Münze im Ei stecken bleibt, dann hat der Werfer gewonnen und bekommt das Ei. In der Schweiz wurde dieses Spiel erfunden, damit sich die Kinder so ihr Taschengeld aufbessern konnten, daher waren die Kinder die Werfer. Trafen sie das Ei nicht, ging die Münze an den Erwachsenen zurück und dieser durfte als Sieger das Ei essen.



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Eierdieb ist eine österliche Variante des Spiels „Bello, dein Knochen ist weg“. Es eignet sich bereits für ganz kleine Kinder. Ein Kind nimmt hierbei die Rolle des Osterhasen ein, der in der Mitte eines Kreises sitzt und sein Nest voller Ostereier bewacht. Hierbei muss er allerdings die Augen verbunden haben und sich nur auf die Geräusche konzentrieren. Die anderen Mitspieler, die sich außerhalb des Kreises befinden, sind die Diebe. Ihr Ziel ist es, sich nacheinander leise anzuschleichen, um die Eier zu stehlen. Hört der Osterhase sie bei dem Versuch und zeigt auf die richtige Richtung, muss der Eierdieb den Kreis wieder verlassen und der nächste Dieb ist an der Reihe. Gelingt einem der Mitspieler der Diebstahl, darf er das Ei behalten und in der neuen Runde den Osterhasen spielen.

Ähnlich ist das Eier-Eroberungsspiel: Dafür benötigt man zwei Teams und acht Eier, je vier in zwei verschiedenen Farben. Jede Mannschaft wählt eine Farbe und legt ihre Eier am Ende des Feldes in einer Linie ab. Jedes Team muss versuchen, die Eier des anderen Teams zu erobern und sie auf die eigene Seite in ein Osternest zu bringen, ohne von einem Mitglied des gegnerischen Teams angetippt zu werden. Wenn ein Spieler von einem Gegner angetippt wird, ist dieser aus dem Spiel. Um zu gewinnen, muss ein Team die Eier des anderen Teams vollständig erobern oder es bleibt zumindest ein Spieler auf dem Spielfeld.

Beim Eiertanz geht es darum, sich gekonnt zu bewegen. Jeder Mitspieler muss eine Mütze tragen. In diese legen Sie ein gekochtes Ei hinein und starten Musik. Zunächst geht es langsam los. Allmählich wird das Tempo gesteigert. Man kann auch bestimmte Bewegungen fordern, zum Beispiel „auf einem Bein hüpfen“ oder „mit den Armen kreisen“. Das bringt Spaß und Bewegung. Fällt das Ei zu Boden, scheidet der betreffende Tänzer aus dem Wettbewerb aus.

Eierwerfen ist ein in Bayern verbreitetes Osterspiel: Dort wird das Ei traditionell in ein Wollsäckchen gesteckt und auf einer Wiese von sich geschleudert, ähnlich einem Schleuderball. Es wird reihum geworfen und so lange wiederholt, bis die Eierschale kaputt ist, dann scheidet man aus. Sieger ist der, dessen Ei am längsten heil bleibt und die meisten Würfe übersteht.

Eierwerfen gibt es auch anderswo. In einigen Regionen werden die Ostereier über das Hausdach geworfen, oft zu einem Partner auf der anderen Seite, der das Ei fangen muss. Es heißt, das Haus solle so vor einem Blitzeinschlag geschützt werden.

Ostereierschieben hat in Sachsen Tradition: Dort werden Eier an einem Hang heruntergerollt, die von den unten am Fuß des Hangs stehenden Kindern aufgefangen werden müssen.

Die geheimnisvolle Osterei-Schatzsuche ist eine nette Variante der Schnitzeljagd zu Ostern. Ein Organisator, der „Hase X“, markiert verschiedene Hinweisstationen (zum Beispiel mit Hinweis gefüllte Plastik- oder Kartoneier). Die Hinweise sollen den Spielern helfen, den Osterschatz zu finden. Der erste Spieler, der den Osterschatz findet, gewinnt. Als Osterschatz bietet sich ein Osternest mit Leckereien an.

Eier fischen: Wie bei dem beliebten Spiel mit dem Apfel legt man ein geschältes und gekochtes Ei in eine Schüssel mit Wasser. Jeder Spieler muss versuchen, mit dem Mund das Ei aus der Schüssel zu fischen. Die Hände bleiben dabei auf dem Rücken. Die Zeit, die der Fischer benötigt, wird gestoppt. Für den nächsten Mitspieler wird ein neues Ei in die Schüssel gelegt. Wer in der kürzesten Zeit sein Ei gefischt hat, gewinnt das Spiel.

Eierpusten: Dafür benötigt man ausgeblasene Eier, so viele wie Mitspieler. Man platziert dieses auf dem Tisch. Nun legt jeder Mitspieler seine Unterarme auf die Tischkante und versucht durch Pusten, das Ei an die Unterarme des Gegenspielers zu befördern. Wird der Spieler durch das Ei seines Mitstreiters getroffen, so erhält er einen Minuspunkt. Der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten gewinnt.

Viel Spaß beim Spielen an Ostern! htv



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