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Nachricht vom 10.10.2018 - 16:27 Uhr    

Info-Tafel zeigt Hintergründe zur Kaskade in Unkeler Schweiz

Bekannt geworden ist die selige Mutter Rosa als Ordensgründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Ihre ersten Spuren hinterließ sie allerdings in Unkel gut 25 Kilometer weiter nordwestlich am Fuß des wildromantischen Hähnerbachtals. Illustriert wird diese historische Verbindung jetzt auf einer Informationstafel in unmittelbarer Nähe der Unkeler Kaskade. Die von der Jagdgenossenschaft Unkel gestiftete Beschilderung wurde jetzt freigegeben durch den Jagdvorsteher und Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, sowie durch den Kassierer der Jagdgenossenschaft, Egon Roos.

Stadtbürgermeister Gerhard Hausen und Egon Roos von der Jagdgenossenschaft Unkel gaben die Beschilderung jetzt in Gegenwart von Mitgliedern des Stadtrates Unkel und weiteren Gästen frei. Foto: Thomas Herschbach

Unkel. Wie es die Tafel ausweist, stand am Ausgang des Hähnerbachtales einst eine Kornmühle, die im Jahr 1412 erstmals als „Ursbachsmühle“ urkundliche Erwähnung fand. Der Ursbach selbst entspringt unterhalb von Bruchhausen und durchfließt die Flure „Im Hähnen“, daher auch der Name „Hähnerbachtal“.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts ließ der Eigentümer der Mühle, Franz Vogts, den Zufluss zum Mühlenteich und den Teich selbst restaurieren. Zugleich sorgte er dafür, dass der Wasserfall unterhalb des Teiches und die Zuwegung neu angelegt wurden. Berühmtheit erlangte dann die Tochter des späteren Müllers Johan Georg Flesch - eben jene Margarete Flesch, die den Franziskanerorden in Waldbreitbach gründete und im Jahr 2007 unter ihrem Ordensnamen Mutter M. Rosa Flesch von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde. Josef Scholl war dann der letzte der Müller - in den 1880er Jahren stellte er den Betrieb wegen Unrentabilität ein.

„Es war der 1882 gegründete Unkeler Verkehrs- und Verschönerungsverein, der am Wasserfall einen Rastplatz einrichtete und einen Wanderweg durch das Tal nach Bruchhausen anlegte. Fortan sprach man von der `Kaskade´ in der `Unkeler Schweiz´“, erläutert Stadtbürgermeister Gerhard Hausen.

Erst 1926 wurde die Straße gebaut. 1973 musste die Mühle dann dem Streckenausbau der Landesstraße 252 zur heutigen Breite und Linienführung weichen. Es blieben der Wasserkanal, der Mühlenbach und die „Kaskade“. An die Ursbachmühle erinnern die zu Tischen umgenutzten Mühlsteine.

Dass die Jagdgenossenschaft Unkel und die Angliederungsgenossenschaften des Eigenjagdbezirkes der Stadt Unkel nicht nur Gutes im Schilde führen, sondern auch anderweitig auf den Weg bringen, verdeutlicht der Maßnahmenkatalog, den die beiden Unkeler Organisationen rund um die Infotafel an der Kaskade verwirklichen ließen:

Wie Bürgermeister Hausen und Egon Roos mitteilten, wurden am Wasserfall umfangreiche Rodungsarbeiten sowie Reparaturen an der Treppenkonstruktion und am Mühlenstein durchgeführt. Zudem erfolgte die Platzierung einer Ruhebank und die Reinigung des Auffangbeckens.

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