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Nachricht vom 10.03.2018 - 20:12 Uhr    

Theatergruppe Rengsdorf begeisterte bei Premiere

„Amnesie für Fortgeschrittene“ – so heißt das aktuelle Stück der Theatergruppe in der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Unter Leitung des Regisseurs Christan Spliethofe hat das diesjährige achtköpfige Ensemble die Komödie von Karl-Heinz Alfred Hahn am 9. März im Saal des Historischen Deichwiesenhofs in Bonefeld zum ersten Mal aufgeführt. Das Premierenpublikum war begeistert und zollte vielfachen Szenenapplaus.

Die Theaterbesucher blickten in ein Krankenhauszimmer. Fotos: Wolfgang Tischler

Bonefeld. Nachdem Frank Reinhard das Publikum im voll besetzten Deichwiesenhof begrüßt hatte, öffnete sich der Vorhang und die Gäste schauten in ein Krankenhauszimmer. Dieses war ganz stilecht eingerichtet. Die Theatergruppe hatte sich zwei ausrangierte Krankenhausbetten und diverses Originalzubehör organisiert. In den beiden Betten lagen Alfred Heinze, dargestellt von Stephan Klein, und ein Herr Besenbinder mit einem Beinbruch, dargestellt von Torsten Rüssel. Am Bett von Alfred sitzt oft seine Verlobte Ulla (Regina Kesselheim), die ihn liebevoll Alfie nennt.

Durch einen Schlag auf den Kopf leidet Alfie an einer seltenen Form von Gedächtnisschwund. Immer wenn er einschläft, erwacht er anschließend als irgendeine fremde Person. Im Stück schläft er sehr oft ein. Die Palette der Persönlichkeiten, die Alfred Heinze äußerst originell imitiert, ist lang. Es sind zum Beispiel Einstein, der Papst, Heinz Rühmann, Otto, Udo Lindenberg und einige mehr. Stephan Klein stellte die Figuren so authentisch dar, dass das Publikum meist direkt im Bilde war. Er hatte stets die Lacher auf seiner Seite.

Im Krankenzimmer herrschte immer reger Betrieb, so war der Zimmernachbar Kurt Klopfer (Regisseur Christian Spliethove) mit zwei eingegipsten Armen ständig zu Gast. Als Ärztin Dr. Wusler war Gabi Ehlscheid permanent um den Patienten Alfred bemüht, aber ohne Fortschritte zu erzielen. Als Krankenschwester Veronika trat Antje Escher auf, die Oberschwester wurde von Christiane Schulz-Voss gespielt.

Nicht nur, dass Alfred ständig für Verwirrung sorgte, nein, in der Klinik ging auch ein Dieb um, was schließlich den Kommissar Kojambel (Maxi Voss) auf den Plan rief und der jeden verdächtigte. Er hatte besonders Probleme mit den wechselnden Persönlichkeiten des Patienten Alfred Heinze. Dieser war in den Augen des Inspektors ein Simulant. Erfolgreich war der Kriminalist nicht, deshalb nahmen die Patienten mit Schwester Veronika selbst die Jagd auf den Dieb in die Hand. Dass dies nicht ohne Probleme abgeht, versteht sich von selbst. Am Ende haben die Amateure den Dieb mit Hilfe von Alfred, der in dieser Szene in die Rolle von Winnetou schlüpfte, in Wildwest-Manier zur Strecke gebracht.

Die acht Schauspieler überzeugten mit ihren Auftritten voll und ganz. Den größten Schlussapplaus gab es für den Hauptdarsteller Alfie, der die vielfältigen Rollen brillant ausfüllte. Als Bundespräsident ging er sogar ins Publikum und begrüßte die Gäste in der ersten Reihe mit Handschlag.

Eine besondere Überraschung erlebte Christiane Schulz-Voss. Sie wurde am Ende des Stückes auf der Bühne für ihren 200. Auftritt von Frank Reinhard geehrt. Dafür bekam sie den „Theater Karl“ verliehen.

Weitere Aufführungen der Theatergruppe: 10., 16., 18., 24., 25., März, 6., 7., 20., 27. und 30. April. Die Aufführungen finden alle im Saal des Historischen Deichwiesenhofes in Bonefeld statt. (woti)

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