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Nachricht vom 21.02.2018 - 10:39 Uhr    

Raubach – Das Sterben geht weiter

Der Schwund der Geschäfte im Ort Raubach geht weiter. Wie an anderen Orten auch, ist die Geschäftswelt im Ort weiter auf dem Rückzug. Als nächstes wird Ende des Jahres die Filiale der Westerwald Bank schließen. Sie wird in eine Selbstbedienungs-Geschäftsstelle mit Geldautomat und Auszugsdrucker umgewandelt.

Die Geschäftswelt ist im Ort Raubach weiter auf dem Rückzug. Archivfoto: Wolfgang Tischler

Raubach. Wie der NR-Kurier jetzt erfahren hat, wird die Filiale der Westerwald Bank zum Jahresende in eine SB-Filiale umgewandelt. Nachdem in den letzten Jahren unter anderem der Metzger, der Lebensmittelladen, der Textilladen und das Möbelgeschäft geschlossen haben, zieht jetzt die Bank nach.

Wir haben bei der Westerwald Bank nachgefragt und die nachstehende Antwort erhalten:
„Es muss der insgesamt zurückgehenden Nutzung des Filialnetzes Rechnung getragen werden. Letztlich bestimmt der Kunde mit seiner Nutzung, welche Filialen, in welcher Form, an welchen Standorten verbleiben können. Wir haben nach sorgfältiger Abwägung beschlossen, die Geschäftsstellen in Raubach zum Ende dieses Jahres in eine SB-Stelle mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker umzuwandeln.

Die Westerwald Bank überprüft jährlich die Kundennutzung der Geschäftsstellen und die sich daraus ergebende Wirtschaftlichkeit der einzelnen Standorte. Der Trend zur Nutzung der Angebote im Onlinebanking und unseres Kundenservicecenters zur Abwicklung von Zahlungsverkehrstransaktionen und anderer Dienstleistungen rund ums Konto, nimmt mit steigender Geschwindigkeit weiter zu. In der Folge wird das stationäre Angebot für diese Serviceleistungen, besonders in den kleineren Stellen, zunehmend weniger nachgefragt.

Unsere Kunden beraten wir weiterhin in den benachbarten Geschäftsstellen. Wir werden weiterhin nach unserer Philosophie der „da-wo-ich-bin-Bank" unseren Kunden auf verschiedenen Wegen zur Verfügung stehen und unsere Möglichkeiten der digitalen Kontaktaufnahme und Präsenz weiter ausbauen.“

Im benachbarten Dierdorf wird gerade im Industriegebiet eine neue Filiale gebaut. Hier wird die Bank den Innenstadtbereich verlassen. Letztlich geben die Verbraucher mit ihrem Verhalten die Entscheidungen vor, die die einzelnen Unternehmen treffen. (woti)

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Kommentare zu: Raubach – Das Sterben geht weiter

2 Kommentare

Natürlich ist die Schließung der Raubacher Filiale der WW - Bank bedauerlich und ich wage auch zu bezweifeln, dass einem so großen und bedeutenden Standort eine reine SB - "Filiale" gerecht wird. Aber es gibt sicherlich handfeste Gründe dafür. Bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiter gute Alternativstellen angeboten bekommen. Davon unabhängig finde ich Überschrift und Tenor des Artikels reichlich negativ. Es stimmt, einige Geschäfte haben Raubach in den letzten Jahren (oder im Falle des zitierten Möbelhauses, vor Jahrzehnten) verlassen. Dies hatte sowohl strukturelle Gründe (Gewerbegebiet Urbacher Wald, Einkaufszentren in Puderbach und Dierdorf) als auch individuelle Gründe, wie betriebswirtschaftliche Fehler der jeweiligen Inhaber zur Ursache. Daraus jetzt ein "Sterben" des Ortes herbeizureden ist aber fehl am Platz. Bekanntlich sind solche Entwicklungen für viele Orte in ganz Deutschland eine zunehmende Herausforderung. Eine wirksame Patentlösung gibt es nicht. Vor Ort müssen individuelle Maßnahmen von Ortsverwaltung, Bürgertum und Wirtschaft entwickelt und umgesetzt werden. Raubach ist da aus meiner Sicht auf gutem Wege. Zwar könnte mehr und auch koordinierter getan werden aber die (ersten) Erfolge der letzten Monate (z. B. die Wiederbelebung des alten Malerts- und LIDO-Anwesens, Vermarktung Neubaugebiet, stabile EW-Zahlen) geben Hoffnung, dass sich der Strukturwandel in Raubach (zum Wohn- und Dienstleistungsdorf?!) positivollziehen wird. Schwarzmalen ist keine Lösung!
#2 von Andreas Nell, am 21.02.2018 um 23:51 Uhr
Genau aus diesem Grund habe mein Konto bei dieser Bank gekündigt.Verlangen freche Gebühren für nichts.Es gibt noch Banken mit 0€ Kosten, Filiale in Neuwied
#1 von Uwe, am 21.02.2018 um 17:13 Uhr

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