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Nachricht vom 11.09.2017    

Viele begeisterte Zuschauer beim Springderby in Neuwied

Sehr gut besucht war das 37. Mittelrheinische Springderby des Reitvereins Neuwied auf dem idyllisch gelegenen Turnierplatz in Oberbieber. Bei dem schweren Springen der Klasse S*** waren 31 Starterpaare gemeldet. Sieger in diesem Jahr wurde Wilhelm Winkeler aus Löningen in Westfalen mit seinem Pferd Rigolo des Moitiers. Platz zwei ging an Alexandra Spenlenhauer vom Reitclub Rodderberg mit ihrem Pferd Cardino.

Der Sieger bei der Ehrenrunde. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Für den Umlauf zeichnete Parcourbauer Peter Schumacher aus Kruft verantwortlich. Der Parcours zeigt in jedem Jahr die gleiche Linienführung und stellt hohe Anforderungen an Reiter und Pferd. Ein ganz besonderer Service des Reitervereins ist, dass die Besucher die Möglichkeit haben den Parcours mit dem Erbauer abzuschreiten. Auf dem Platz gibt es dann reichliche Informationen.

Das Besondere bei diesem Springen sind die Naturhindernisse, wie der Wall, der Trakehnergraben oder Pulvermanns Grab. Eduard Franz Pulvermann gestaltete 1920 den Parcours für das Deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek, eines der schwersten Springreitturniere der Welt. Das Hindernis 14 trägt den Namen „Pulvermanns Grab“. Dieses Hindernis konnte der Erbauer Eduard Pulvermann selbst als Springreiter niemals fehlerfrei überwinden. In Neuwied besteht dieses Hindernis in der Senke aus einem Hindernis, anstatt einem Wassergraben, wie es sein Erbauer in Hamburg im Original errichtete.

Hatten es im letzten Jahr noch sieben Paare in das Stechen geschafft, so konnten die vielen Zuschauer in diesem Jahr nur zwei Paare im spannenden Stechen sehen. Dabei waren die organisatorischen und äußeren Bedingungen optimal. Die Temperaturen mit knapp 20 Grad für Pferd und Reiter angenehm.

Als fünfter Starter schaffte Wilhelm Winkeler aus Löningen in Westfalen mit seinem Pferd Rigolo des Moitiers als erster einen Null-Fehler-Ritt. Ihm folgte die 13. Starterin Alexandra Spenlenhauer vom Reitclub Rodderberg mit ihrem Pferd Cardino mit einer fehlerfreien
Runde. Die nachfolgenden 18 Starter schafften es nicht ohne Abwurf durchs Ziel zu reiten.

Alle Reiter bezeichneten den Umlauf als toll zu reiten. Es waren auch nicht die Naturhindernisse, die zu den Fehlern führten. Es waren die klassischen Fehler in der Dreifachkombination, an den Steilsprüngen oder am letzten Sprung fiel auch so manche Stange. Da war es wohl die Konzentration, die bei Pferd oder Reiter schon nachließen. Warum es in diesem Jahr nur zwei Teilnehmer im Stechen gab, war nicht zu ergründen.

Die beiden Teilnehmer gingen in den verkürzten Stechparcours, in dem auch die Naturhindernisse ausgespart wurden. Winkeler musste als erster in den Umlauf. Mit acht Fehlerpunkten kam er im Ziel an. Die Konkurrentin Spenlenhauer wählte die Taktik bewusst langsamer und mit Bedacht zu reiten. Denn in erster Linie entscheiden die Fehlerpunkte und dann die Zeit. Aber diese Taktik ging nicht auf, bis zum letzten Hindernis hatte sie nur einen Abwurf, aber dann viel dort noch die Stange und es gab obendrauf noch vier Fehlerpunkte, weil sie die erlaubte Zeit für den Ritt überschritten hatte.

Vier Tage Springsport gab es in Oberbieber von der Klasse A bis zum beschriebenen schweren Springen. Am Ende gab es ein positives Resümee und ab sofort laufen die Vorbereitungen für das 38. Derby. Alle Ergebnisse des großen Turniers können Sie hier nachlesen. woti

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