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Nachricht vom 17.03.2017 - 10:42 Uhr    

Bewegung und Mobilität in Altenpflegeeinrichtungen

Am Mittwoch, 19. April, richtet der Turnverband Mittelrhein in Kooperation mit dem Kreis Neuwied und der Verbandsgemeinde Bad Hönningen die erste Fachtagung: Geben und Nehmen, Forum Kreis Neuwied aus. Die Schirmherrschaft zur Veranstaltung hat Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz übernommen.

Fotos: Privat

Rheinbrohl. In einem Pressegespräch haben Michael Mahlert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen und Präsident des Ausrichters, dem Turnverband Mittelrhein sowie Stefan Lenz, Geschäftsführer des Turnverbandes Mittelrhein, die Veranstaltung vorgestellt, welche als Pilotprojekt im Kreis Neuwied an den Start geht. Im Herbst ist eine weitere Veranstaltung im Rhein-Lahn-Kreis geplant. Die Fachtagung richtet sich gezielt an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Altenpflegeeinrichtungen im Kreis Neuwied. Ziel ist es, Beweglichkeit und Mobilität in den Alltag der Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen zu bringen. Wozu Bewegung im Alter? Körperliche Mobilität erhöht die Lebensqualität und ermöglicht den Senioren ein erhöhtes Maß an Selbstständigkeit. Das Üben und Erleben von Beweglichkeit stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bewegung im Alter ist nicht nur notwendig, sondern kann ein wahrer Jungbrunnen sein.

Durch gezielt angeleitete Bewegungen können die Teilnehmer ihre Kommunikationsfähigkeit und ihr Ausdrucksvermögen erweitern. Wer Gefühle ausdrücken kann, hat es leichter im Umgang mit sich und anderen Menschen. Die Bewegungsstunden schaffen Verbindungen, und das ist die beste Medizin gegen Einsamkeit. Die Teilnehmer erfahren persönliche Zuwendung und werden zu gegenseitiger Aufmerksamkeit angeregt. Mehr Lebensjahre in guter Gesundheit. Gymnastik und Fitness für Ältere und Hochaltrige in Altenpflegeeinrichtungen. Die Fachtagung startet mit einem Impulsreferat zum Thema "Mobilität im Pflegeheim" mit Dr. Ellen Freiberger. Insgesamt neun Workshops ermöglichen den Teilnehmern, sich vertraut und fit zu machen zu folgenden Angeboten: Rollator-Fit, Denken und Bewegen, Mobilisieren und Kräftigen, Sturzprävention durch Kraft- und Koordinationsverbesserung, Tanz mit an Demenz erkrankten Personen.

Praktisch werden die Teilnehmer an Übungen und Bewegungsformen herangeführt, die sofort in der täglichen Arbeit mit den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen umsetzbar sind. Die Themen der Fachtagung knüpfen also an die alltäglichen Herausforderungen an. Sowohl die Bewohner/innen als auch die Fachkräfte in den Einrichtungen profitieren von dieser Weiterbildung. Während der Spaß an der Bewegung nicht nur die körperliche und geistige Fitness der Bewohner und Bewohnerinnen stärkt, hilft das Angebot den Fachkräften Stress abzubauen und neue Kraft zu tanken. Ein Geben und Nehmen.

Michael Mahlert kann berichten, dass innerhalb von knapp einer Woche bereits 27 Anmeldungen für die Fachtagung vorliegen und sich darüber hinaus bereits drei Einrichtungen um Inhouse-Schulungen bemüht haben. Die Aktualität des Themas unterstreicht auch die Unterstützung der Veranstaltung durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie dem Ministerium des Innern und für Sport, dem Landkreistag Rheinland-Pfalz und der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Anmeldungen sind noch möglich bis zum 31. März. Nähere Informationen gibt es beim Turnverband Mittelrhein, Rheinau 10, 56075 Koblenz, Telefon 0261 135-153 und im Internet unter www.tvm.org. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten ein Teilnahmezertifikat, welches in der Regel als berufliche Weiterbildung Anerkennung findet. Ziel des Turnverbandes Mittelrhein ist es, so Michael Mahlert, in allen Kreisen im Verbandsgebiet des Turnverbandes Mittelrhein jährlich eine solche Weiterbildungsmöglichkeit anzubieten, um somit dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen.

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