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Kreisverwaltung und Cine 5 zeigten Film „Power to change“

Die Energiewende muss von der Basis aus, von jedem Einzelnen erfolgen – das ist eine der Erkenntnisse, die eine von Kreisumweltdezernent Achim Hallerbach initiierte Veranstaltung im Cine 5 in Asbach erbrachte. Gezeigt wurde hierzu zunächst der Film „Power to Change“ des preisgekrönten Regisseurs Carl Fechner.
Kreisverwaltung und Cine 5 zeigten Film „Power to change“

Filmvorführungen zur Energiewende initiierte die Kreisverwaltung Neuwied in Kooperation mit Thomas Bilgenroth (Erster von rechts), Theaterleiterassistent Cine5 Kino in Asbach. Als Gesprächspartner standen dabei Dr. Mertens (Dritter von links), Geschäftsführer Vorteilscenter und Eigentümer des Kinos, Achim Hallerbach (Zweiter von links) 1. Kreisbeigeordneter, der Regisseur Carl A. Fechner (Vierter von links) und Peter Müller (Erster von links), Energieagentur Rheinland-Pfalz bereit. Foto: Privat

Asbach. In einer anschließenden Diskussionsrunde stellten sich dann der Geschäftsführer des Vorteil Center Asbach und Eigentümer des Cine 5, Dr. Jürgen Mertens, 1. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Achim Hallerbach und Filmemacher Carl Fechner den Fragen von Moderator Marcelo Peerenboom. Auch das Publikum beteiligte sich hieran. Fechner skizzierte seine Beweggründe warum er sich mit diesem Thema befasst. Während des Ersten Golfkriegs war er als Berichterstatter tätig. Er sah Kinder vor seiner Kamera sterben. Er wollte nicht länger vom Leid der Menschen leben, sondern Teil einer Bewegung werden, die die Welt zum Positiven verändert. Sein Schwerpunkt liegt seitdem auf der Produktion von Dokumentarfilmen zum Thema Nachhaltigkeit.

Konkrete Maßnahmen, die bereits in Zuständigkeit des Landkreises ergriffen wurden, stellte Achim Hallerbach vor. Insbesondere bei der Abfallwirtschaft konnten Energiefresser neutralisiert und neue Gebäude zu Energieproduzenten erstellt werden. Schon früh hat der Landkreis alle Potentiale für erneuerbare Energien und Energieeinsparmöglichkeiten in einem umfassenden Klimaschutzkonzept untersuchen lassen. Windenergieanlagen lassen sich durch die hohen Hürden des Naturschutzes im Landkreis nicht umsetzen. Ein Solardachkataster veranschaulicht, welche Dächer sich für die Nutzung der Sonnenenergie eignen. „In Zukunft werden wir die Biomasse stärker in den Fokus nehmen, denn Energiewende bedeutet vor allem auch eine Wärmewende. Biomasse ist die wichtigste Quelle erneuerbarer Wärme“, erläutert Achim Hallerbach.

Dass die Energiewende direkt vor Ort angepackt werden kann – und muss – machte Dr. Jürgen Mertens deutlich. Seine persönliche Energiewende ist bereits vollzogen. Die Vorteil-Center Asbach und Unkel, sowie die angeschlossenen Baumärkte setzen erneuerbare Energien bereits in vielen Anlagen ein. Es werden Blockheizkraftwerke, Biomasseheizungen auf Basis von Holzhackschnitzeln sowie Erdwärmepumpen eingesetzt. Die Dächer sind mit Photovoltaikanlagen belegt. Mit allen eingesetzten Technologien gibt es bereits gute Erfahrungen. Seit 2007 werden in den Vorteil-Centern und in den Baumärkten kein Öl oder Gas mehr konventionell verbraucht. Die Anlagen erzeugen mehr Energie als benötigt wird. Zu einem reduzierten Energieverbrauch tragen eine konsequente Wärmedämmung, Isolierverglasungen und Wärmerückgewinnungsanlagen bei.

Der Film ist ein spannender und bildgewaltiger Kinofilm und gleichzeitig eine faktensicher recherchierte Dokumentation, die den Zusammenhang zwischen der Energiewende, globalen Konflikten und Flüchtlingsströmen zeigt. Jenseits des erhobenen Zeigefingers wird ein Raum für Reibung, Authentizität und Gespräch aufgebaut. „Berührend, überraschend und informativ macht der Film Mut. Persönliche Geschichten - von der Wissenschaftlerin bis zum Handwerker - sind verwoben mit den großen aktuellen Themen unserer Zeit.“, beschreibt Projektleiterin Priska Dreher die Wirkung des Films.

Schnell wurde im Zuge der Diskussion deutlich, dass der Film sich sehr gut dazu eignete, das Thema jedem Einzelnen näher zu bringen und die Diskussion anregte. In zwei weiteren Vorstellungen informierten sich 200 Schülerinnen und Schüler und diskutierten engagiert ebenfalls mit Carl A. Fechner und Peter Müller von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.


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