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Nachricht vom 24.02.2016 - 12:34 Uhr    

Monitoring für Güterzüge bereits heute technisch möglich

Auf Einladung der rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten Tabea Rösner besuchte der Europaabgeordnete und Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Europaparlament, Michael Cramer (Bündnis 90 / Die Grünen) zusammen mit der Grünen Direktkandidatin, Regine Wilke und weiteren Vertretern des Kreisverbandes die Lärmmessstation an der Bahnstrecke in Leutesdorf.

1. Reihe von links: Michael Cramer (Mitglied im Europäischen Parlament), Tabea Rösner (Mitglied im deutschen Bundestag), Regine Wilke (Direktkandidatin für die Landtagswahl) mit dem Geschäftsführer der Firma Innotec Systems GmbH, Siegfried Pieper (Bildmitte) und weiteren Vertreterinnen des Kreisverbandes Neuwied der Grünen. Foto: privat

Leutesdorf. Dabei war für viele Teilnehmer überraschend, dass die Messstation technisch in der Lage ist, alle relevanten Daten für jeden Zug, jeden Waggon, ja selbst jedes einzelne Rad zu erfassen.

Beeindruckend ist, dass die mit Mikrofon, Infrarot-Kamera und sechs Sensoren am Gleis ausgestattete Anlage alle Schadstellen am Rollmaterial erfassen kann. Flachstellen und Polygone verursachen auch bei auf Verbundstoffsohlen umgerüstete Wagen Lärm. Wenn diese Schadstellen früh erkannt und defekte Räder zügig ausgetauscht werden, erhöht dies die Sicherheit, reduziert Lärm und verringert Kosten. Alle Seiten profitieren davon. Und es würde die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erhöhen.

Tabea Rösner hat deshalb bereits im vergangenen Jahr festgestellt, dass es im Sinne der Lärmverringerung unerlässlich ist, diese Daten bundesweit zu erheben und auszuwerten und fordert ein Monitoring für Güterzüge an allen relevanten Standorten der Bundesrepublik. Mit der Nutzung dieser Erkenntnisse ließe sich die Umstellung auf leisere Bremssohlen beschleunigen und das Instrument der lärmabhängigen Trassenpreise wesentlich effektiver gestalten.

Die Grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis 4, Regine Wilke, spricht sich ebenfalls dafür aus, dass die technischen Möglichkeiten schnellstmöglich genutzt werden und die Betreiber der Waggons in die Pflicht genommen werden müssen, um unsere besonders vom Bahnlärm betroffene Region zu entlasten.

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