Werbung

Nachricht vom 09.03.2021    

Landesweite Starkregengefahrenkarte jetzt online

Umweltministerium unterstützt Kommunen bei der Hochwasser- und Starkregenvorsorge. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich zu ihrem Wohnort informieren.

Solche Wetterlagen kommen immer wieder. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Rheinland-Pfalz ist besonders vom Klimawandel betroffen: Es wird im Jahresdurchschnitt nicht nur immer wärmer, sondern es treten auch häufiger extreme Wettereignisse wie Starkregen auf. „Einige Kommunen in Rheinland-Pfalz haben dies in den vergangenen Jahren leidvoll erfahren müssen. Dort führten Starkregenereignisse zu Schäden in Millionenhöhe. Damit sich alle rheinland-pfälzischen Kommunen auf solche unerwarteten Ereignisse vorbereiten können, unterstützen wir sie bei der Vorsorge. Dazu haben wir inzwischen allen Städten und Gemeinden ein Informationspaket zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge sowie eine Starkregengefahrenkarte für Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt“, sagte Staatministerin Anne Spiegel anlässlich der digitalen Veröffentlichung der Karte.

Bei Starkregenereignissen kann der plötzlich in großer Intensität auftretende Niederschlag nicht mehr im Boden versickern. Je nach Lage fließt das Wasser dann oberirdisch zusammen mit Schlamm und Geröll in die Ortschaften. Damit sich Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger über die möglichen Wege des Wassers bis zu den Ortsgrenzen informieren können, bietet das Umweltministerium ab sofort eine landesweite Starkregengefahrenkarte im Internet an.

Informationspaket unterstützt bei der Vorsorge
Das vom Landesamt für Umwelt (LfU) entwickelte „Informationspaket Hochwasservorsorge“ für die Kommunen beinhaltet seit 2015 ortsspezifische Starkregengefahrenkarten für alle Städte und Gemeinden. Mithilfe der Gefahrenkarten lässt sich nachvollziehen, wie die Wege des wild aus der Landschaft abfließenden Wassers verlaufen können. Diese waren bisher noch nicht online abrufbar.



Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt: „Anhand einer Landschaftsanalyse und unserer Fachkenntnis über extreme Starkregenereignisse konnten wir die grundsätzliche Gefährdung von Ortschaften ermitteln. Damit erhalten die Verbandsgemeinden und Städte eine erste Einschätzung zur Gefährdungssituation. Sie können so erkennen, worauf in den ‚Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepten‘ für diese Extremereignisse besonders zu achten ist.“

Mehr als 1.000 örtliche Vorsorgekonzepte auf dem Weg
Solche Konzepte fördert das Umweltministerium mit bis zu 90 Prozent der Kosten. Bereits mehr als 1.000 Konzepte für Städte und Gemeinden sind erstellt oder befinden sich in der Aufstellung. Dafür hat das Umweltministerium rund 18 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Als Land haben wir in zahlreiche Maßnahmen für den Hochwasserschutz und die Hochwasservorsorge, wie zum Beispiel den Hochwassermeldedienst, investiert und Hochwasserschutzmaßnahmen der Kommunen gefördert. Letztendlich liegt es aber auch in der Verantwortung aller Akteurinnen und Akteure, sich bestmöglich gegen potenzielle Schäden aus Hochwasserereignissen zu wappnen. Mit unserer landesweiten Gefahrenkarte wollen wir daher alle Beteiligten über eine mögliche Gefährdung informieren. Unser Appell an die Kommunen: Nutzen Sie die Informationen und sorgen Sie mit Konzepten vor. Wir stehen Ihnen dabei unterstützend zur Seite“, so Ministerin Spiegel abschließend.

Starkregengefahrenkarte finden Sie hier.


Mehr dazu:   Wetter  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Historischer Kegel aus dem "Stern" bereichert Rheinbrohler Museum

Das Heimatmuseum ZeitGeschichte in Rheinbrohl hat kürzlich ein besonderes Exponat erhalten. Ein Kegel ...

Gitarrenstrünzer spenden 1.000 Euro für Linzer Bürger in Not

Am 28. Dezember 2025 fand das Abschlusskonzert der Gitarrenstrünzer in der festlich geschmückten Martinskirche ...

Graffiti-Schmierereien an Feuerwehrgebäude in Linz

In der Nacht zum Samstag (10. Januar 2026) wurde die Fassade der Freiwilligen Feuerwehr in Linz zum Ziel ...

Einbruch in Zigarettenautomat in Neustadt (Wied)

In der Nacht zum Samstag (10. Januar 2026) wurde in Neustadt (Wied) ein Zigarettenautomat aufgebrochen. ...

Zwei Vorfälle in Neuwied: Alkohol am Steuer und nicht versicherter E-Scooter

In Neuwied ereigneten sich in der Nacht zu Samstag (10. Januar 2026) zwei Vorfälle, bei denen Alkohol ...

Unfall im Begegnungsverkehr auf der L 251 bei Linz

Am Samstagmorgen (10. Januar 2026) ereignete sich auf der L 251 zwischen Linz und St. Katharinen ein ...

Weitere Artikel


Westerwälder Rezepte: Knoblauchsuppe und Knoblauchbutter

Heimat tut gut und schmeckt gut! Aus diesem Grund wollen wir regelmäßig Rezepte aus dem Westerwald veröffentlichen ...

Verbandsgemeinde Asbach nun Mitglied im Wäller Markt

Regionale Erzeuger und ortsansässiger Einzelhandel werden auf Initiative von CDU und FDP gestärkt. Die ...

“GEMeinsam SCHULWÄRTS - Grundschüler im Huckepack”

Mehrgenerationenhaus, Familienbildungsstätte und Soziale Stadt Neuwied suchen junge, sozial engagierte ...

Erste Blume des Jahres 2021 für Wiesenknopf-Ameisenbläulinge gepflanzt

Den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) würden viele Menschen wahrscheinlich gar nicht als klassische ...

Verkehrsunfall und Unfallflucht in Neuwied

Die Polizei Neuwied berichtet von einem Unfall auf der Kreuzung Rodenbacher Straße/ Brunnenstraße. Daneben ...

Der Rücken zwingt Kazmirek zur Aufgabe

Zum ersten Mal in seiner Karriere musste Kai Kazmirek einen Mehrkampf abbrechen. Nach zwei Disziplinen ...

Werbung