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Nachricht vom 05.03.2021    

HAI Kurtscheid GmbH stellt Insolvenzantrag

Der Spezialist für Oberflächenveredelung von Aluminium sucht einen neuen Investor. Die Coronapandemie ist verantwortlich für finanzielle die Schieflage. Der Betrieb wird uneingeschränkt und vollumfänglich fortgeführt. Insolvenzgeld für Mitarbeiter ist bis Ende April 2021 gesichert.

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Kurtscheid. Das auf Aluminiumveredelung spezialisierte Unternehmen HAI Kurtscheid mit Sitz in Kurtscheid hat am 26. Februar 2021 beim Amtsgericht Neuwied wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht hat Rechtsanwalt Dr. Alexander Jüchser von LIESER Rechtsanwälte aus Koblenz zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die in besonderen Verfahren veredelten Oberflächen aus Aluminium sind zum Beispiel als Fassaden von modernen Gebäuden sehr begehrt, da Aluminium über ein geringes Gewicht und über einen hohen Korrosionswiderstand verfügt.

Corona-Krise setzt Aluminium-Branche stark zu
Aufgrund der Coronapandemie ist beim Unternehmen aus Kurtscheid in den vergangenen Monaten die Auftragslage stark zurückgegangen, so dass die Umsätze massiv eingebrochen waren. Aufgrund des Lockdowns ist das Unternehmen HAI Kurtscheid in die finanzielle Schieflage geraten. Obwohl das ursprünglich in 1965 gegründete Traditionsunternehmen Kurzarbeit beantragte, diverse Sanierungsmöglichkeiten nutzte und auch die Unterstützung der dänischen Muttergesellschaft in Anspruch nahm, konnte der Insolvenzantrag letztlich nicht verhindert werden.

Blick nach vorn
Der Geschäftsbetrieb läuft trotz des Insolvenzantrages uneingeschränkt und vollumfänglich weiter. Die Löhne und Gehälter aller 54 Mitarbeiter sind bis Ende April 2021 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Die Beschäftigten wurden umgehend durch die Geschäftsleitung und den vorläufigen Insolvenzverwalter über die Insolvenz und die weiteren Schritte informiert. Gleichzeitig unterstützt das Management den vorläufigen Insolvenzverwalter während des vorläufigen Verfahrens und bei der Sanierung.



Konstruktiver Betriebsrat
Der Betriebsrat zeigt sich in dieser schwierigen Situation als ein konstruktiver und verlässlicher Partner. „Wir als Belegschaft stehen hinter den Zielen der Geschäftsleitung und des vorläufigen Insolvenzverwalters über einen Neubeginn und wollen gemeinsam nach einer guten Lösung für die Beschäftigten suchen“, sagt Mesut Ilbey, Betriebsratsvorsitzender des Unternehmens.

Neuer Investor gesucht

Inzwischen verschaffen sich der vorläufige Insolvenzverwalter und sein Team einen umfassenden Überblick über das Unternehmen. Ziel sei eine Neuaufstellung durch ein Sanierungsverfahren sowie der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. In Frage kommt hierbei eine übertragende Sanierung an einen neuen Investor, der vom Geschäftsmodell überzeugt ist, das Unternehmen erwirbt und auch bereit ist, künftig für die weitere Entwicklung am Standort in Kurtscheid zu investieren.

Über die HAI Kurtscheid GmbH

Die HAI Kurtscheid GmbH ist seit vielen Jahren auf die Aluminium-Oberflächenveredelung spezialisiert. Mit der langjährigen Erfahrung und dem aktuellsten Know-how in der Oberflächenbehandlung steht das Unternehmen für dauerhafte und funktionelle Lösungen in der Aluminiumverarbeitung. HAI verwendet Techniken, die unabhängig vom Zweck der Oberflächenbehandlung eine optimale Wirkung erzielen. Die Produktion ist qualitätszertifiziert nach ISO 9001 und ist auf maximale Effizienz und flexible Kapazitäten ausgelegt. Darüber hinaus ist die HAI Kurtscheid GmbH nach den Güteverbänden GSB und Qualanod qualifiziert.
PM


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