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Nachricht vom 02.03.2021    

Evangelische Friedenskirche Heddesdorf feierte wieder Präsenz-Gottesdienst

Am 2. Passionssonntag, dem Gedenktag für bedrängte Christen feierte die Evangelische Friedenskirche Heddesdorf ihren ersten Präsenz-Gottesdienst nach zweimonatiger Pause. Mit Freuden waren viele Gemeindemitglieder wieder in die Friedenskirche gekommen.

Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. Am 2. Passionssonntag („reminiscere‎ = gedenke“, entsprechend dem ersten Wort des Eingangsverses der Liturgie des Sonntags Reminiscere miserationum tuarum = „Denk an dein Erbarmen (...deine Barmherzigkeit, Herr“ (Psalm 25,6) kamen erstmals wieder nach achtwöchiger Entbehrung eine große Anzahl heimischer Christen in der evangelischen Friedenskirche zu einem Gottesdienst zusammen.

Das Presbyterium der Gemeinde hatte sich dazu entschlossen, nach einer langen corona-bedingten Pause wieder einen Gottesdienst anzubieten, zu dem die Christen der Friedenskirchengemeinde herzlich eingeladen worden waren. Dabei verlas Pfarrer Tilmann Raithelhuber auch die Namen der Gemeindeangehörigen, die in den vergangenen Wochen verstorben sind.

Pfarrer Raithelhuber stand ein bewährtes Team zur Verfügung, das den Gottesdienstbesuchern alle virenbedingten Hygiene- und Abstandsregeln für gemeinschaftliche Zusammenkünfte in der vorgegebenen Weise erläuterte, die verordnungsgemäß realisiert werden mussten.

Dazu gehörten zum Beispiel die Bestimmungen hinsichtlich des Tragens eines Mund-Nasenschutzes, die Eintragung der persönlichen Daten zur eventuellen Nachforschung bei einem Infizierungsfall, das Sitzen von höchstens drei Personen (außer bei Familienmitgliedern) in einer Bankreihe sowie die Untersagung des gemeinschaftlichen Singens. Die Besucher und Besucherinnen konnten jedoch ein Gesangbuch mit in die Bankreihe nehmen, um durch das Nachlesen der von der Organistin Susanne Bischof gespielten und von der Sängerin Melanie Risch und dem Sänger Eyes Vriend vorgetragenen Lieder eine gute Einsicht in die jeweiligen Texte zu erhalten.




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Die Organistin sowie der Gesangskünstler und die Sängerin - sorgten gemeinsam mit dem Gemeindepfarrer und dem Lektor zudem für einen gewohnt-feierlichen Ablauf der vorgegebenen Liturgie, sodass sich die Gemeinde über einen Gottesdienst freuen konnte, der durchaus ein Lichtblick in diesen eher tristen Coronazeit war.

Infolge der am Sonntagmorgen hell und licht scheinenden Sonne wirkte der Kirchenraum mit den großen Fenstern und den oberhalb des Altarraumes vorhandenen „Apostel-Fenster“ in besonderer Weise erfreulich und ließ zweifellos eine gute Atmosphäre im Kirchenraum entstehen. Trotz der erkennbaren Einschränkungen, die leider auch nach Beendigung des von Gemeindepfarrer Tilmann Raithelhuber gestalteten Gottesdienstes keine gemeinsamen Gespräche zuließen, war bei den Gottesdienstbesuchern offenkundig durchaus eine, wenn auch eingeschränkte, heitere Befindlichkeit festzustellen, die durchaus Hoffnung auf eine künftige wieder menschenverbindende Gefühlslage aufkommen ließ.

Dabei ließ der evangelische Geistliche keinen Zweifel daran, dass die an Gottes Gnade glaubenden Menschen auch in Zeiten der Bedrängnis dessen Gunst gewiss sein können und sie trotz und aller Einschränkungen die Hoffnung auf eine baldige Beendigung dieser belastenden Situation keinesfalls aufgeben sollten.
Jürgen Grab


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