Werbung

Nachricht vom 01.03.2021    

Bedarf an qualifizierten Fachkräften wird wieder steigen

Ausländische Fachkräfte sind seit langem ein Hoffnungsschimmer für deutsche Unternehmen – angesichts immer weniger qualifizierter Arbeitskräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt und gleichzeitig steigender Beschäftigungsabsichten.

Logo

Koblenz. Um die Einreise und Beschäftigung beruflich qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten zu erleichtern, ist auch unter Mitwirkung der Industrie- und Handelskammern (IHKs) vor genau einem Jahr das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) in Kraft getreten. Das Potenzial des FEGs konnte für den Mittelstand seitdem kaum nutzen. Die Pandemie hat sowohl zu Einreisebeschränkungen als auch zu einer deutlichen Veränderung bei Wirtschaftslage und Arbeitsmarkt geführt.

„Unsere IHK-Konjunkturumfragen zeigen, dass die Verfügbarkeit von Fachkräften langsam wieder in den Fokus rückt. Mittlerweile sieht über ein Drittel der Betriebe hier wieder ein Geschäftsrisiko, hinter Sorgen zu Pandemieentwicklung und Inlandsnachfrage. Wir gehen davon aus, dass mit einer konjunkturellen Erholung auch der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern wieder steigt“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Die Welcome Center der IHKs bereiten sich auf eine steigende Beratungsnachfrage der Unternehmen vor. „Das Interesse an Erwerbsmigration und speziell am beschleunigten Fachkräfteverfahren steigt langsam wieder“, so Sabine Mesletzky, Sprecherin der Welcome Center.

Zentrale Voraussetzung für die Zuwanderung aus Drittstaaten ist die Anerkennung beruflicher Qualifikation. Um Verzögerungen im Verfahren zu vermeiden, sollten sich Arbeitgeber frühzeitig mit dem Anerkennungsprozess beschäftigen. „Die Welcome Center und Anerkennungsberater der IHKs stehen Fachkräften und Betrieben hierbei zur Seite", so Mesletzky weiter. Mit der neuen Zentralen Ausländerbehörde in Kaiserslautern haben rheinland-pfälzische Unternehmen seit Anfang 2021 zudem endlich landesweit einen einheitlichen Ansprechpartner, der sie im gesamten Verfahren begleitet. Herausfordernd seien nach wie vor die Prozesse in den deutschen Auslandsvertretungen. Es komme nicht selten vor, dass interessierte Fachkräfte mehrere Monate auf einen Termin zur Visavergabe warten müssten. „Hier sind weiterhin intensive Anstrengungen zur Digitalisierung von Prozessen notwendig, um Verzögerungen bei der Stellenbesetzung zu verhindern“, fordert Sabine Mesletzky.



„Wir haben die letzten Monate genutzt, um mit Politik und Verwaltung verlässliche Strukturen für die Umsetzung des FEG zu schaffen. Mit Blick auf die kommende Landtagswahl ist es wichtig, dass diese auch in der neuen Legislaturperiode gepflegt und mit einem hohen Bewusstsein für die Bedürfnisse von Wirtschaft und Arbeitgebern weiterentwickelt werden. Dazu braucht es eine nachhaltige Strategie für Rheinland-Pfalz, um sich als attraktiver Standort für internationale Fachkräfte zu etablieren“, so Rössel.

Die rheinland-pfälzischen IHKs (Koblenz, Rheinhessen, Pfalz und Trier) bieten auf ihren Internetseiten Informationen zum Beratungsangebot der Welcome Center bereit. Auf https://make-it-in.rlp.de informieren IHKs und Landesregierung zum FEG und zu den entsprechenden Abläufen und Voraussetzungen. (PM)



Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Planungen für Westerwälder Holztage abgeschlossen

Oberhonnefeld-Gierend. Am 10. und 11. September veranstalten die drei Landkreise Neuwied, Altenkirchen und Westerwaldkreis ...

Dachdecker-Innung Neuwied warnt: Hitze sorgt für Einschränkungen auf Baustellen

Kreis Neuwied. Ralf Winn, Obermeister der Dachdecker Innung Neuwied, warnt: "Werden Spitzentemperaturen erreicht und die ...

Volks- und Raiffeisenbank Rhein-Mosel begrüßt ihre neuen Auszubildenden

Neuwied. Im Wissen um den zunehmenden Fachkräftemangel sie es besonders wichtig, motivierten Nachwuchs zu gewinnen und diesen ...

Neue Auszubildende starten bei der Sparkasse Neuwied durch

Neuwied. Nach Angaben der Sparkasse war die gemeinsame Entdeckungstour der Neuwieder Stadtgeschichte mit "66 Minuten – Theater ...

Vize-Obermeister der Bäckerinnung Rhein-Westerwald: "Situation ist äußerst prekär"

Region. "Unsere Situation ist derzeit äußerst prekär - verursacht durch die für Energie und Material deutlich gestiegenen ...

Online-Veranstaltung für Unternehmen: Ressourceneffizienz in der betrieblichen Praxis

Region. Die Verbesserung der betrieblichen Ressourceneffizienz kann Unternehmen unterstützen, Herstellkosten zu senken, Versorgungsrisiken ...

Weitere Artikel


Jusos: Kommunikationsdesaster in CDU - Rüddel wälzt Verantwortung ab

Neuwied. Die Jusos zitieren Rüddel wie folgt: "Das Land, aber auch der Kreis, müsse entscheiden, was ihm Gesundheitsvorsorge ...

Öffnung der Außengastronomie: Weeser (FDP) fordert Stufenplan

Betzdorf/Kreisgebiet. Die Inzidenzen sind dank der Disziplin der Menschen deutlich zurückgegangen. Vielerorts liegt sie deutlich ...

Verbände-Allianz: „Wiederkehrende Beiträge werden richtig teuer“

Region. In einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Landtags werde die Warnung der Verbände-Allianz vor einer ...

Studie untersucht Übertragungsrisiko von COVID-19 in Schulen und Kitas

Mainz. Erste Ergebnisse der fortlaufenden Studie sind jetzt auf einem Preprint-Server veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit ...

Politiker beziehen Stellung zum „Indischen Springkraut“

Puderbach. Nachstehend die Statements der einzelnen Kandidaten, die Erwin Velten geantwortet haben.

Dr. Jan Bollinger ...

Sicher und gesund im Wahllokal?

Andernach/Region. Damit die bei den Wahlen ehrenamtlich Tätigen und Beschäftigten ihre wichtigen Aufgaben für die Allgemeinheit ...

Werbung