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Nachricht vom 09.02.2021    

Insel Grafenwerth: BUND-Aussagen zu Hochwasserschäden rein spekulativ

Mit Befremden reagiert die Stadt Bad Honnef auf die Spekulationen des Sprechers der Kreisgruppe Rhein-Sieg im BUND zu mutmaßlichen Hochwasserschäden an der Nordspitze der Insel Grafenwerth.

Hat das Hochwasser die neuen Wege zerstört? Wenn der Pegel fällt, wird man es sehen. Archivfoto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef. Die von Achim Baumgartner, Sprecher der Kreisgruppe, zitierten Bereiche stehen aufgrund des Rheinhochwassers derzeit noch weitestgehend im Wasser. Mutmaßungen, Wege oder Ausstattungsobjekte der Insel könnten nicht mehr nutzbar, „nach wenigen Jahren vorschnell verrottet“ oder „zerstört“ sein, haben keine Grundlage. Die Materialien sind derart ausgesucht, dass sie bei den selten auftretenden Hochwassern keinen Schaden nehmen.

Unzutreffend ist aus Sicht der Stadt Bad Honnef auch die erneut von Baumgartner wider besseren Wissens vorgetragene und zuletzt im Dezember 2020 vom Verwaltungsgericht Köln widerlegte Unterstellung, die Stadt Bad Honnef betreibe eine „Zerstörung der Inselnatur“ durch eine Planung „ohne Rücksicht auf (…) Schutzgebiete.“

Nachdem bereits das Verwaltungsgericht deutlich klar gemacht hatte, dass der BUND-Kreissprecher Achim Baumgartner in der Diskussion um die naturverträgliche Neugestaltung der Insel Grafenwerth mit „Behauptungen“ arbeite, die „nicht den Tatsachen“ entsprächen, zeigt sich die Stadt Bad Honnef verwundert darüber, dass Baumgartner diese Praxis erneut nutzt, um seine persönliche Ablehnung gegenüber der durchweg nachhaltigen und naturverträglichen Aufwertung der Insel-Nordspitze zum Ausdruck zu bringen: „Wie dem BUND-Sprecher seit Jahren bekannt ist, waren und sind wiederkehrende Rheinhochwasser ein zentrales Element in der Planung und Gestaltung der Nordspitze. Um es noch einmal ein aller Deutlichkeit zu sagen: Hochwasser sind Teil des Gesamt- und Gestaltungskonzeptes; alle auf der Nordspitze verbauten Elemente sind gezielt zum Einsatz bei wiederkehrenden Hochwasserereignissen ausgewählt worden.“

Die Gesamtplanung der Nordspitze biete Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, die Natur der Insel und des Rheins erlebbar zu machen. Dazu gehört zum Beispiel die Auswahl von Bäumen, die speziell für die Nähe zu Flussufern geeignet sind und deren Wurzelwerk das Ufer festigen. Und blaue, etwa hüfthohe Markierungen an den ortsfesten Spielgeräten zeigen auf einen Blick, wie hoch der Rhein bei einem überzehnjährigen Hochwasser steigen würde, erklärt Bürgermeister Otto Neuhoff: „Das jüngste Hochwasser, das sich zwischen einem überzweijährigen und einem überzehnjährigen Hochwasser bewegt, hat diesen Pegel bei weitem nicht erreicht und hat auf der Nordspitze zu keinen Problemen geführt.“



Unzutreffend ist auch die Behauptung von Baumgartner, die Stadt hätte im Vorfeld des Hochwassers entgegen vorheriger Ankündigungen keine Elemente abgebaut, stellt Bürgermeister Otto Neuhoff klar: „Der Bau- und Betriebshof hat Elemente, die im Hochwasser Schaden nehmen oder Probleme verursachen könnten, vorsorglich entfernt und die Nordspitze mit Bauzäunen abgesichert.

Abgebaut wurden zum Beispiel sämtlich Sprungmatten der Bodentrampoline und die Schaukelelemente. Die übrigen Elemente werden nach dem Hochwasser vorsorglich geprüft und gereinigt.“ Auch die Spekulationen des BUND über größere Schäden an den Wegen entbehren jeder Grundlage. Die wassergebundenen Wegedecken werden, wie in unseren Konzepten seit Jahren vorgesehen und Baumgartner auch hinlänglich bekannt, einfach abgezogen und aufbereitet. Die übrigen Wege lassen sich schnell und unproblematisch reinigen. Es handelt sich bei diesen Wegen um das gleiche Baumaterial, welches auch am Deutschen Eck in Koblenz eingesetzt wird und dort bekanntermaßen seit vielen Jahren den Hochwasserereignissen von Rhein und Mosel standhält.
(PM)



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