Werbung

Nachricht vom 05.02.2021    

Neue Wolfsnachweise in den Kreisen Altenkirchen und Neuwied

Das Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik hat zwei Nachkommen der Fähe GW1415f und des Rüden GW1159m anhand von DNA-Proben nachgewiesen. Es handelt sich um zwei männliche Jungtiere: GW1934m und GW1935m. Der Kot der beiden Jungwölfe, die aktuell etwa acht Monate alt sind, fand sich im Territorium des Leuscheider Rudels in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld.

(Symbolbild: Archiv)

Region. Das Territorium erstreckt sich an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz zu Nordrhein-Westfalen – nach Norden mindestens bis an die Sieg. Mit den zwei neu nachgewiesenen Jungwölfen hat das Senckenberg-Zentrum seit 2012 18 verschiedene Individuen mittels eines DNA-Nachweises bestätigt, davon sind vier nachweislich nicht mehr am Leben: ein 2012 illegal getöteter Wolf sowie drei im Jahr 2020 bei Mainz, in der Eifel und im Westerwald verunfallte Wölfe.

Zudem gibt es zahlreiche Film- und Fotonachweise von Wölfen in Rheinland-Pfalz. Da anhand derer nicht auf ein bestimmtes Individuum geschlossen werden kann, ist eine Rückführung auf ein bestimmtes Tier nicht möglich. Zuletzt wurde im Dezember 2020 in der Verbandsgemeinde Unkel ein Wolf mit einer Wildtierkamera gefilmt.

Wer meint, einen Wolf gesehen oder fotografiert bzw. gefilmt zu haben, kann Informationen und Material mit einer genauen Zeit- und Ortsangabe an wolf@snu.rlp.de senden oder sich an die Wolfshotline unter 06306-911199 wenden. Das Bildmaterial wird von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ausgewertet. Die jeweiligen Wolfsexpertinnen und -experten beurteilen unabhängig voneinander, ob es sich bei dem fotografierten Tier um einen Wolf handelt. Führt die Meldung zu einem gesicherten Wolfsnachweis, kann eine Aufwandsentschädigung von bis zu 100 Euro gezahlt werden.



Mit der Erstellung des Wolfsmanagementplans hat das Umweltministerium vorausschauend gehandelt und auf Prävention gesetzt: Nutztierrisse werden zu 100 Prozent entschädigt, wenn sie von einem Wolf verursacht wurden. Zudem können bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) sogenannte „Notfallzäune“ kostenlos ausgeliehen werden, wenn Weidetiere im Bereich eines Wolfsrisses nur unzureichend geschützt sind.

Bei Verdacht auf einen Wolfsriss können sich die betroffenen Tierhalterinnen und -halter über die Wolfshotline 06306-911199 oder via Mail an wolf(at)snu.rlp.de an die SNU wenden, die auch die Anträge auf Entschädigung entgegennimmt. Eine Liste mit den Wolfsnachweisen in Rheinland-Pfalz ist auf der Internetseite der SNU abrufbar unter: snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp (PM)

Weitere Berichte zum Thema Wolf finden Sie auf unserer Themenseite.


Mehr dazu:   Wolf  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Erfolgreiche Teilnahme am Informatik-Biber-Wettbewerb

Am Werner-Heisenberg-Gymnasium haben sich 99 Schülerinnen und Schüler der Herausforderung des Informatik-Bibers ...

Neuwied digitalisiert Spielplatz- und Vereinsinformationen

In Neuwied können Familien jetzt alle Spielplätze und Jugendangebote auf einer digitalen Plattform finden. ...

Zweite Aktualisierung: Baustellenabbau führt zu Verkehrsbehinderungen auf der A3

Auf der A3 zwischen Montabaur und Dernbach kommt es in den nächsten zwei Nächten erneut zu Verkehrsbehinderungen. ...

Neuwied erhält grünes Licht für den Haushalt 2026

Die Stadt Neuwied kann aufatmen: Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ...

KfW-Fördergelder in Millionenhöhe für den Landkreis Neuwied

Im Jahr 2025 flossen erhebliche Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in den Landkreis ...

Unfallflucht in Niederbieber: Lkw-Fahrer verletzt

Am 4. März 2026 ereignete sich in Niederbieber ein Vorfall, der die Polizei auf den Plan ruft. Ein Lkw-Fahrer ...

Weitere Artikel


Warnung vor Schnee und Eisregen am Wochenende im Westerwald

Tiefdruckgebiete mit einem Kern über Irland und einem über der Iberischen Halbinsel lenken zunächst noch ...

Linda aus Niederelbert ist im Modelloft

Am Donnerstag, den 4. Februar lief die erste Prüfung der 16. Staffel von "Germany’s Next Topmodel" auf ...

PKW im Hochwasser festgefahren - Bootsführerschein half nicht

Am Donnerstagabend, gegen 20:20 Uhr, wurde der Polizeiinspektion in Linz ein liegengebliebenes Fahrzeug ...

Absage: Traditionelles Verhaften der Stadtsoldaten Linz

Mit guter Laune und viel Kondition von Haus zu Haus, kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Schweren ...

Zootier des Jahres 2021: Das Krokodil

Seit mehr als 200 Millionen Jahren bevölkern die perfekten Jäger nahezu unverändert unseren Planeten ...

Wie blicken Mediziner auf die Corona-Pandemie?

CDU-Landtagskandidat Pascal Badziong konnte den bekannten Neuwieder Lungenfacharzt Dr. Jörg Groth für ...

Werbung