Werbung

Nachricht vom 01.02.2021    

Mit frischen Ideen durch die Krise

2020 war für alle Brauereien in Deutschland bedingt durch die monatelange Schließung der Gastronomie und dem Ausfall von Festen und Events ein sehr schwieriges Jahr. Auch die Westerwald-Brauerei hatte mit entsprechenden Rückgängen von mehr als 60 Prozent Fassbier im Gesamtjahr zu kämpfen.

Grünscher Hof. Fotos: Westerwald-Brauerei

Hachenburg. Auf der anderen Seite stiegen die Absätze im Einzelhandel wie auch in den zurückliegenden Jahren sehr deutlich. Unterm Strich bleibt jedoch ein Umsatzminus. Durch solides Wirtschaften in den letzten Jahren sei man jedoch bisher glimpflich durch die Krise gekommen – trotz erheblicher Investitionen, so der geschäftsführende Gesellschafter Jens Geimer. Dies sei auch der großen Loyalität der Kunden und dem sehr engagierten Einsatz aller Mitarbeitenden zu verdanken.

Mit dem Verzicht auf Pachten bei den brauereieigenen Gaststätten, dem Verzicht auf Stornogebühren für Mietmaterialien und dem Einsatz der gesamten Verkaufsmannschaft zur Beratung von Kunden in der am meisten betroffenen Gastronomie wurden bereits im ersten Lockdown wichtige Initiativen zur Hilfe der Kundschaft ergriffen. Desweitern war die Brauerei-Besichtigung im eigenen Auto ein besonderes Ereignis für tausende von Teilnehmern. Hier konnten covidgerecht an mehr als 30 Stationen Bier und Brauerei erlebt werden. Wie auch einige Wochen später bei der Konzertreihe „Hachenburger Bier-Park live“ und dem Festbier-Anstich wurden die Einnahmen nach einem von den Gästen gefunden Verteilschlüssel an die Hachenburger Gastronomen gespendet. Im Dezember verdoppelte dann schließlich der Niko-Klaus und seine Kollegen aus der Vertriebsabteilung den Vorrat an Hachenburger Bieren in ausgelosten Haushalten der gesamten Region.

In der Produktion selbst wurden lange geplante Millioneninvestitionen umgesetzt um die Brauerei zukunftsfest zu machen: Ein komplett neues Sudhaus wurde erbaut und mit neuester Technik im Herbst in Betrieb genommen. Da höchste Qualität für Bier und alle Dienstleistungen die stetige Verbesserung ein Herzensanliegen des gesamten Teams ist, wurde auch die Qualitätskoordination im Stammhaus der Brauerei komplett neu errichtet – inclusive Labor und der sogenannten Bierschule, in der Mitarbeiter für Ihre Aufgaben kontinuierlich trainiert werden.

Die Erstellung der Gemeinwohlbilanz wurde abgeschlossen und alle regelmäßigen internen und externen Zertifizierungen mit jeweils über 98 Prozent erneut sehr erfolgreich bestanden. Drei Auszubildende bestanden mit jeweils sehr gutem Ergebnis ihre Prüfung und wurden übernommen. Personalentwicklung war des Weiteren ein Schwerpunkt auch im vergangenen Jahr. In mehr als 5.000 Stunden wurden Mitarbeiter trainiert und weiterentwickelt – immer im Team, immer mit dem Leitgedanken: Stillstand ist Rückschritt.

In die mittelfristige Zukunft blicken die Hachenburger optimistisch. Denn die Investitionen der letzten Jahre helfen energieschonend und somit langfristig klimaneutral zu brauen. Im Frühjahr wird eine komplett neue Gebinde- und Flaschengeneration in den Markt gebracht. „Kurzfristig liegen jedoch noch einige harte Wochen vor uns“, so Jens Geimer. Denn der Wegfall der bierträchtigen Karnevalszeit mache sich bemerkbar. Auch sei man in Sorge wegen der schon lange versprochenen, aber immer noch nicht ausgezahlten Staatshilfen für Gastronomien und vor allen Dingen auch bei den Getränkefachgroßhändlern, die ebenfalls ein wichtiger Partner der Westerwald-Brauerei sind. Gleichzeitig ist er davon überzeugt, dass sich die Menschen wieder nach Geselligkeit und ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten sehnen – und somit das gesellschaftliche Leben auch wieder in Schwung kommt.



Damit Bierkenner auch in Zeiten des Lockdowns nicht auf Informationen rund um die Bierkunst verzichten müssen, wurde von der Brauerei vor einigen Wochen ein neues Konzept entwickelt. Mit dem Programm „Bierschule@home“ können Gäste die Brauerei digital und trotzdem haptisch erleben. Nach Buchung einer Tour unter hachenburger.de – entweder mit einer eigenen Gruppe oder gemeinsam mit maximal 19 weiteren Gästen – erhalten die Teilnehmer ein Pro-Bier-Paket mit allen für die Tour erforderlichen Utensilien und Köstlichkeiten nach Hause geschickt. Und in der Brauerei geht dann der Tour-Guide zusammen mit Kameramann zu insgesamt 16 Stationen an denen nicht nur der Brauprozess erläutert und in kurzweiligen Geschichten über das Unternehmen berichtet wird: Schwerpunkt sind richtige Verkostungen von Hachenburger Bieren anhand von vielen vorab zugeschickten Bierproben. Dies immer interaktiv, das heißt im Dialog mit den über eine Videoplattform zugeschalteten allen anderen Teilnehmern und auf Wunsch auch live mit dem Braumeister, dem Brauereichef oder einem der vielen Spezialisten der Brauerei.

Die Westerwald-Brauerei ist eine inhabergeführte Familienbrauerei und wird in der fünften Generation von Jens Geimer geleitet. Die vielfach ausgezeichneten Biere werden schwerpunktmäßig im geographischen Westerwald sowie den angrenzen Regionen in der gepflegten Gastronomie und im gut geführten Fach- und Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Berühmt ist der Mittelständler mit gut 80 Mitarbeitern sowie 10 Auszubildenden für das Brauen mit 100 Prozent Aromahopfen und die sechs Wochen lange Reifezeit. Daher wurde die Westerwald-Brauerei in den Werteverband der Slow-Brewer aufgenommen und wird jährlich streng zertifiziert – darüber hinaus werden die Hachenburger Biere neben zahlreichen internen Kontrollen monatlich im Forschungszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München geprüft. Die gesamte „Erlebnis-Brauerei“ mit angeschlossenem Bier-Park kann jederzeit besichtigt werden – auch alle Produktionsräume - denn Transparenz ist ein Herzensanliegen. (PM)


Mehr zum Thema:    Unternehmen stellen sich vor   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Gas.de stellt Lieferung an Kunden aus dem Westerwald ein

Koblenz. Im Netzgebiet der EVM-Gruppe sind hiervon rund 4.500 Kunden betroffen, zahlreiche davon aus dem Westerwaldkreis. ...

Birkenhof-Brennerei vereint Tradition und Innovation

Nistertal. Köster nutzte das Treffen, um auf die Ziele der Organisation „Wir Westerwälder“ hinzuweisen und die mit dem Kreisbauernverband ...

Heimatleben-Startbonus-Aktion geht in die dritte Runde

Neuwied. Auf Heimatleben – der sparkasseneigenen Spendenplattform – kommen Spendensuchende und Spender zusammen: Gemeinnützige ...

Blattlaus spendet an Kinder- und Jugendhospiz Koblenz

Großmaischeid. Während der Ausstellung des Anfang 2021 eröffneten Floristikfachgeschäfts wurden hochwertige florale und kreative ...

Arbeitsmarkt in Kreisen Altenkirchen und Neuwied zeigt sich frostig

Region. Ende November waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied – dieser umfasst die Kreise Neuwied und Altenkirchen ...

Die Westerwald-Brauerei startet wieder die beliebte Hachenburger Prämien Power

Hachenburg. Die Westerwald-Brauerei startet mit „Hachenburger Prämien Power“ am 1. Dezember wieder eine breit angelegte Kundentreueaktion. ...

Weitere Artikel


Corona: 58 Neuinfektionen und ein Todesfall über Wochenende

Neuwied. Aktuell sind 280 infizierte Personen in Quarantäne. Der Inzidenzwert liegt gemäß aktueller Berechnung durch das ...

Unfälle mit Rückstau - dort weitere Unfälle

Bendorf. Gegen 7.26 Uhr übersah ein Lkw-Fahrer in Höhe der Auffahrt Bendorf beim Fahrstreifenwechsel nach rechts einen dort ...

Zeitlos: Corona sei verflucht!

Region. Das heutige Aufwachen und der Blick auf die Uhr versetzten mich in Schockzustand, denn die Uhr zeigte 5 vor 12 an, ...

Brücke „Am Steg“ in Niederbieber ist wieder sicherer

Niederbieber. Jetzt hat die Brücke „Am Steg“ einen neuen Belag mit einem hohen Reibungswiderstand. „Gerade in der kalten ...

SWN übernehmen Patenschaft für Berberlöwe Schröder

Neuwied. „Wir sind jährlich bereits mit 100.000 Euro im Wege des Sponsorings für den Zoo aktiv. Die Not hat auch uns aufgewühlt ...

Rollstuhlfahrer: Deichuferpromenade hat Tücken

Neuwied. Daher hat das Stadtbauamt nun Anregungen und Vorschläge des Seniorenbeirats aufgegriffen, um die neu gestaltete ...

Werbung