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Nachricht vom 26.01.2021    

Probleme beim Online-Unterricht am ersten Schultag offenbar hausgemacht

Von Wolfgang Tischler

Gleich am ersten Schultag des Jahres 2021 war es in Rheinland-Pfalz zu erheblichen technischen Problemen beim Online-Unterricht gekommen. Jetzt hat sich der Medienausschuss des Landes mit dem Problem befasst.

Am ersten Schultag des Jahres gab es massive technische Probleme im Fernunterricht. Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Region. Die weit verbreitete Fernlehre-Plattform moodle@RLP war am ersten Schultag über mehrere Stunden nicht oder nur eingeschränkt zu erreichen. Auch in den Folgetagen gab es noch Probleme. Über das Programm können Lehrerinnen und Lehrer ihren Klassen beispielsweise Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen.

Der Medienausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der technischen Panne zum Auftakt des Fernunterrichts nach den Weihnachtsferien beschäftigt. Die Landesregierung hatte am ersten Schultag getwittert: „Technische Probleme bei Moodle@RLP & BigBlueButton zum #RLP-#Schulstart sind auch durch #Hacker-Angriffe verursacht, Server dadurch massiv belastet.“

Im Medienausschuss kam nun heraus, dass die Landesregierung offensichtlich nur mangelhaft die technische Stabilität der Plattformen ‚Moodle‘ und ‚BigBlueBotton‘ im Vorfeld getestet hat. „Die Lernplattformen des Landes gingen ohne vorherige Härtetests an den Start“, heißt es nun aus dem Medienausschuss.

Die CDU-Landtagsfraktion und die Landtagsabgeordnete und Ausschussmitglied Ellen Demuth aus dem Kreis Neuwied stellen dazu fest: „Die Landesregierung hat es versäumt, die Lernplattformen einem echten Härtetest unter realen Zugriffs- und Echtzeitbedingungen zu unterziehen, bevor die Systeme an den Start gingen. Das ist maximal unprofessionell und war zum Scheitern verurteilt. Tests hätten vor Weihnachten geschehen müssen, um technische Probleme frühzeitig zu beheben. Auch die Einbeziehung externer Spezialisten, hätte den professionell notwendigen Maßnahmen vor Systemstart entsprochen. Leichtfertig hat die Landesregierung die Schulen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler nach Ferienende zur ‚Testgruppe‘ gemacht – ein Versuch, der deutlich schiefgelaufen ist.“



Im Medienausschuss wurde deutlich, dass die massiven Zugriffe durch Schülerinnen und Schüler das System lahmgelegt haben und somit wahrscheinlich doch die Hauptursache für den Zusammenbruch waren.

Ausschussmitglied Demuth kritisiert: „Die Ableitung, dass der Server der Uni Mainz angesichts 32.000 Studierender auch für die zusätzliche Größenordnung von landesweit 565.000 Schüler und Lehrkräfte ausreicht, ist nicht nachvollziehbar.“
woti


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