Werbung

Nachricht vom 25.01.2021    

Bahnlärm: Zukunft der Bahn und Glaubwürdigkeit führender Politiker

Die "Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V." setzt sich seit mehr als zwanzig Jahren im Sinne der Bevölkerung für die Bewahrung der Gesundheit der dort lebenden Menschen sowie die Förderung des Umweltschutzes in der Region gegen die negativen Auswüchse des Schienengüterverkehrs ein.

Symbolfoto

Region. Dabei spielen die Forderungen nach wesentlich mehr Schutz vor Schienenlärm und schweren Erschütterungen, ausgelöst von überalterten Güterwaggons mit unrunden Rädern, dem Schutz vor Feinstaub sowie vor Kupferabrieb der Oberleitungen eine zentrale Rolle.

Dass die von der Bundesregierung angekündigten, im Schienen-lärmschutz-Gesetz verankerten und zum Fahrplanwechsel der DB AG 2020/21 versprochenen Maßnahmen gegen laute Güterzüge (Verbot lauter Güterzüge auf deutschen Schienen) von dem von der CSU geführten Bundesverkehrsministerium im Handstreich-Verfahren zu Gunsten der Halter nicht umgerüsteter Waggons und zu Lasten der Menschen an den Bahnstrecken aufgekündigt worden sind, stellt einen Schlag in Gesicht der betroffenen Bahnanlieger dar und wird die Vertrauens- und Glaubwürdigkeit der Bundesregierung nachhaltig untergraben.

Trotzdem wird die Bürgerinitiative auch im Wahljahr 2021 erneut und eindringlich bei allen zur Wahl stehenden Kandidaten der politischen Parteien die berechtigten Forderungen nach Lärm- und Erschütterungsschutz, dem Bau einer Neubautrasse nur für den Schienengüterverkehr, zum Beispiel dem Bau des Rheintal-Tunnelsystems von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim, anmahnen, um so das „Nadelöhr“ im Rheintal aufzulösen. Auch muss die künftige Bundesregierung sich endlich zu ihren internationalen Verpflichtungen bekennen und sie umsetzen.

Was die Entwicklung der Infrastruktur, vor allem der Schieneninfrastruktur in Deutschland angeht, setzt Deutschland in erster Linie auf den Ausbau von Personenverkehrsstrecken und hier speziell auf ICE -Trassen. Der Güterverkehr wird sträflich vernachlässigt. So wird der Slogan „Von der Straße auf die Schiene“ noch lange leere „Mundpropaganda“ bleiben.



Gäste aus dem Ausland sind oft erschüttert über den erbärmlichen Zustand eines über 160 Jahre alten Schienensystems im Mittelrheintal, wo sich immer noch uralte Güterwaggons und Personenzüge ein Gleis teilen müssen.

Insbesondere im Rheingau und dem Oberen- und Unteren Mittelrheintal, wo die Europatransversale von Rotterdam nach Genua mitten durch Wohngebiete, nur wenige Meter an Häusern vorbeiführt, die sie durch gefährliche Erschütterungen erzittern lässt, versetzt die Betrachter in ungläubiges und mitleidiges Staunen, ob der unverschämten Vorgehensweise der Bahn, die sie den Anwohnern zumutet.

Hinzu kommt, dass viele Straßen, Brücken und Eisenbahnlinien in einem gefährlichen Zustand sind und weiter verfallen. Das technische Niveau bleibt weit hinter dem unserer Nachbarländer zurück. Sie sind bei der Eisenbahn im 21. Jahrhundert angekommen.
Deutschland verharrt aber immer noch im 20., wenn nicht sogar im 19. Jahrhundert.

Die nächste Bundesregierung muss die Schieneninfrastruktur so modernisieren, dass Deutschland in den kommenden Jahren wieder einen Spitzenplatz im Kreis der europäischen Eisenbahnen einnehmen kann. Das wird nur gelingen, wenn der Schienenpersonen- vom Schienengüterverkehr entkoppelt und die Digitalisierung der Schiene vorangetrieben wird.

Die Bahn darf nicht als Renditeobjekt geführt werden, sondern muss den Eigentümern, also dem Steuerzahler uneingeschränkt im Kerngeschäft, der Beförderung von Personen und Waren, vorbehalten bleiben.


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Über Masken-Hinweis der Kreisverwaltung „Mörder“ geschrieben

Die Kreisverwaltung musste am Donnerstag, dem 23. September zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit feststellen, dass die Scheiben der Eingangstür der Kreisverwaltung beschmiert worden sind. Diesmal wurde über den Maskenhinweis „Mörder“ geschrieben.


Region, Artikel vom 23.09.2021

Corona im Kreis Neuwied: Infektionszahlen sinken

Corona im Kreis Neuwied: Infektionszahlen sinken

Die Kreisverwaltung Neuwied meldet am Donnerstag, dem 23. September 13 neue Corona-Infektionen im Kreis. Die Zahl der infizierten Menschen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, beläuft sich auf 318.


Corona im Kreis Neuwied: Neue Regeln für Kinder beim Sport

Die Kreisverwaltung Neuwied meldet am Mittwoch, dem 22. September 19 neue Corona-Infektionen im Kreis. Die Zahl der infizierten Menschen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, beläuft sich auf 383. Für den Sport gibt es neue Regelungen für Kinder und Jugendliche.


Mehrere Firmenfahrzeuge aufgebrochen - hoher Schaden

Im Dienstgebiet der Polizei Straßenhaus gab es in der Nacht zum heutigen Dienstag (22. September) vier Einbrüche in Firmentransporter. In einem weiteren Fall blieb es beim Versuch. Der Schaden ist enorm.


Region, Artikel vom 22.09.2021

Gefährliche Fahrmanöver von zwei BMW-Fahrern

Gefährliche Fahrmanöver von zwei BMW-Fahrern

In zwei Fällen ermittelt die Polizeiinspektion Linz gegen Fahrzeugführer, die Dienstag, dem 21. September jeweils gefährliches Fahrverhalten zeigten.




Aktuelle Artikel aus der Region


Der Druidensteig: Etappe 6 von Steinebach nach Hachenburg

Steinebach. Wer die heutige Etappe des Druidensteigs geschafft hat, kann wahrlich stolz auf sich sein. Über 83 Kilometer ...

Regina Klein: Ein Leben für die gute Sache

Neustadt. Regina Klein, Projektpartnerin aus Brasilien, berichtete nun in Neustadt (Wied) von ihrer Arbeit und den neuen ...

Corona im Kreis Neuwied: Infektionszahlen sinken

Neuwied. Die Kreisverwaltung meldet für den heutigen Donnerstag insgesamt 13 Neuinfektionen. Die Inzidenz laut RKI beträgt ...

Über Masken-Hinweis der Kreisverwaltung „Mörder“ geschrieben

Kreis Neuwied. Die Schriftzüge befanden sich jeweils genau an den Stellen, an denen (von innen angebrachte) Aufforderungen ...

Informationsveranstaltung der Waldorfschule Neuwied für Eltern

Neuwied. Nach der Einstimmung gibt es zwei Gesprächsrunden: Eine für die Eltern, die sich für die Einschulung ihrer Kinder ...

Tageswohnungseinbruch in Asbach

Asbach. Der oder die Täter entwendete Werkzeug und einen Laptop. Im Rahmen der Nachbarschaftsbefragung erhielt die Polizei ...

Weitere Artikel


Tauwetter im Anmarsch - Hat Vollmond Einfluss?

Region. Seit jeher übt der Mond eine eigentümliche Faszination auf uns aus. Er sorgt für Ebbe und Flut, mancher wandelt bei ...

Urlaubsbilder 2020 – Fehlanzeige wegen Corona

Region. "Hatte ich doch seit meinem Ruhestand vor acht Jahren die Fotoalben nicht mehr angerührt, die Zeit fehlte einfach ...

Ortsumgehung B256 in Straßenhaus war wieder Thema

Straßenhaus. Bereits im November 1979 gab es erste Bemühungen für eine Ortsumgehung der B256. Der SWR nannte die B256 in ...

Entlang der Langendorfer Straße wird es grüner

Neuwied. Die Arbeiten an einem bedeutenden Knotenpunkt der Neuwieder Innenstadt haben bereits begonnen: Von der Kreuzung ...

Konjunkturelle Erholung stockt, Industrie holt auf

Koblenz. Nach dem Konjunktureinbruch im Frühsommer 2020 (77 Punkte) und der Erholung im Herbst 2020 (99 Punkte) stagniert ...

Brandt-Sonderbriefmarke zum Kniefall von Warschau

Unkel. Neben dem Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum Christoph Charlier, durfte sich für die ...

Werbung